Lernen in und mit der Cloud: Examtime, ein spannendes Konzept fürs digitale Lernen

lernplattform
Klare Struktur, nützliche Funktionalität und eine schnelle und gut strukturierte Oberfläche zeichnen Examtime aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist aber die schön gemachte Gruppenfunktion.

Es gibt viele Varianten, wie man digital und online lernen kann. Neben Online Vorlesungen, ganzen Online Unis habe ich jetzt mit Examtime ein schönes Webtool entdeckt, mit dem man in Lerngruppen zusammenarbeiten kann. Dabei versteht sich Examtime als Werkzeug, dass die Kollaboration erleichtern soll.

Prinzipiell kann ich Examtime auch alleine nutzen,aber da man ja auch sonst meist in einer Lerngruppe besser voran kommt ist auch hier die Idee der Gruppe eines der Kern Features der Anwendung.

Das Design ist angenehm schlicht aber professionell und lenkt so wenig von den Inhalten ab. Die Struktur erinnert an andere Time Management und Verwaltungstools.

Sehr schön gelungen ist die Mindmapping Funktionalität, die gerade in der Zusammenarbeit mehrerer Nutzer sehr hilfreich sein kann.

Was ich wichtig und sehr gelungen finde ist der Fokus auf eine klare und einfach strukturierte Oberfläche sowie die durchdachte und nicht überbordende Menge an Features. Die Inhalte lassen sich dank diverser Importfunktionen dem jeweiligen Lernprojekt sehr gut anpassen. Neben Mindmap und Karteikarten bietet die Plattform auch eine Quizfunktion an und einen Kalender, mit dem sich zum Beispiel die Vorbereitung auf eine anstehende Prüfung sehr gut verwalten, aber auch Lerneinheiten planen lassen.

2013-09-09 09_56_07-ExamTime - Ein erster Test
Auch Mindmaps lassen sich erstellen und so gemeinsam Lerninhalte und Themengebiete gut strukturieren. DIe Anwendung läuft sehr flüssig und ist einfach zu bedienen.

Alles in allem halte ich Examtime für eine sehr gelungene Plattform für jedwede Art von Vorbereitung und Lerngruppenverwaltung. Durch das performante Webinterface lässt sich Examtime zudem auch gut auf Tablet bzw. Smartphone nutzen und bietet damit überall den mobilen Zugriff auf Lerninhalte und Lernerfolge.

 

Jedem, der ein gutes, schnelles und sinnvolles Werkzeug zur Examensvorbereitung oder für Lerngruppen sucht kann ich Examtime nur ans Herz legen.

Für mich präsentiert sich mit Examtime ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken wird. Die Vermischung aus klassischem Offline Lernen wird immer stärker durchsetzt durch Gruppenarbeiten, die über Klassen, Seminare und Jahrgänge hinweg Menschen zusammenführt, die ein gemeinsames Lerninteresse haben.

Eine Plattform wie Examtime kann ich mir auch sehr gut im Geschäftsumfeld vorstellen, wo sie inhouse Schulungen ebenso wie Kurse außer Haus hervorragend unterstützen und ggf. den Lernerfolg durch weiterführende Übungen, Recherchen oder Tests nach der eigentlichen Präsenzphase verstärken kann.

Letztlich lernen viele „Digital Natives“ ja heute schon vernetzt, dies aber mit Tools wie Facebook, die nicht wirklich auf die Anforderungen für vernetztes Lernen ausgerichtet sind. Examtime bietet hier genau den richtigen Mix aus „Gamification“ durch Gruppenarbeit und sinnvoller Struktur.

 

 

 

 

 

 

Was wir wirklich lehren und lernen müssen.

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Wissen wandelt sich heute sehr schnell. Wohl dem, der gute Quellen kennt.

Die Diskussion um Bildung wird intensiv geführt aber leider oft am eigentlichen Kern vorbei. Wir leben in einer Welt voller Informationen, in der wir auf jede beliebige Nachricht, jedes beliebige Wissensfragment  von überall zugreifen können. Warum also lernen unsere Kinder in der Schule immer noch stumpf auswendig. Warum werden zum Teil Informationen vermittelt, die bereits veraltet sind?

Weil wir den Paradigmenwechsel noch nicht vollzogen haben. Wir sind nicht mehr eine Wissensgesellschaft, wir sind eine Informationsgesellschaft. Und wir sind eine Gesellschaft, in der nicht der gewinnt, der vieles weiß, sondern der, der weiß, wo er die korrekten , tragfähigen und richtigen Informationen finden kann.

Das Wissen von heute kann bereits Morgen veraltet sein. Einen Vorsprung hat derjenige, der weiß, dass er Information immer wieder hinterfragen muss und der es gelernt hat, Information zu bewerten, zu prüfen und zwischen war und falsch, zwischen wertvoller Information und nutzlosem Geplappere zu unterscheiden.

Der Wandel vollzieht sich mittlerweile viel zu schnell, wir sollten uns beim Auswendiglernen auf die Grundlagen beschränken. Rechtschreibung und die Grundlagen der Mathematik, alles weitere sollte im Kontext von Informationssuche und Zusammenfassung zu neuen Ergebnissen eher kreativ den mit dem Nürnberger Trichter gelehrt werden.

Geben wir es doch zu, die meisten haben so gut wie alles vergessen in jenen Schulfächern, deren Inhalte sie nicht später nochmals im Beruf gebraucht haben. Und was konnte ich wirklich im Studium von meinen Erkenntnissen aus der Schule nutzen? Richtig, die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens. Alles andere war wissenschaftliche Arbeit, die aus Recherche, Bewertung und Neuarrangieren bzw. Erkenntnisgewinn aus bestehender Information besteht.

Wir müssen endlich begreifen, dass wir die falschen Werkzeuge mitgeben für den Weg in die Zukunft. Es muss Schluss sein mit Bulemielernen, nur um die nächste Arbeit zu überstehen. Das hilft niemandem.

Barcamp Stuttgart 2011: Schon am ersten Tag sehr erkenntnisreich.

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Wieder ein Barcamp, bei dem die spannendsten Sessions parallel laufen. Schon jetzt, nach erst einem Tag kann ich definitiv sagen, es hat sich gelohnt. Hab wieder mal meine GTD Kenntnisse aufgefrischt, neue Einsichten zum Thema Apps für Kinder bekommen und gelernt, dass man mittlerweile sehr gut qualitativ hochwertige Texte aus Datenbanken von Programmen extrahieren lassen kann.

Ansonsten einfach ein Spitzenumfeld, sehr leckeres Essen, super Getränkeversorgung und auch die Lokation ist Spitze, von meinem Hotel aus nur ein paar Schritte.
Jetzt bin ich noch auf das Abendprogramm gespannt und was uns morgen erwartet.

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Die Schule als Lernbüro. Warum wir ganz andere Modelle brauchen.

Vor kurzem hatte ich ja über die größten 10 Demotivationsmöglichkeiten gebloggt (ironisch, das will ich noch mal deutlich klarstellen). Aber dabei fel mir eines auf. Viele dieser Punkte konnte ich direkt aus meiner Erinnerung auch auf meine Erfahrung und die meiner damaligen Klassenkameraden mit der Institution Schule anwenden.
Letztlich war das ein Ort, in dem man unreflektiert Informationen an den Kopf geworfen bekam nach dem Motto erinnere dich oder fall durch, es wurde aber weder vermittelt, wofür im eigenen Leben diese Informationen nützlich sind noch wurde hinterfragt, ob man nur memorierte oder auch verstand. Letztlich war und ist auch heute noch oft das Ziel des Schülers, die Informationen bis zur nächsten Klassenarbeit, in der sie abgefragt werden zu memorieren um sie danach möglichst schnell wieder zu vergessen (bewusst oder einfach, weil man keine alltägliche Anwendung mehr dafür da ist).

Ich plädiere deshalb für einen anderen Ansatz. Wir sollten das Konzept des Büros auf die Schule anwenden. Keinerlei Frontalunterricht mehr (dieser wird ja jetzt bereits abgeschafft) sondern Lernprojekte. Die Schule muss wieder zum Lernort für Schüler werden. Hierfür müssen aber auch neue Medien, Technologien, wie sie im Büro zur Verfügung stehen und eine Offenheit UND Kompetenz im Umgang mit ihnen vorhanden sein. Kein Computer, kein Internet ersetzt die Reflektion mit dem Lerninhalt, die Auseinandersetzung zum Beispiel im Rahmen eines Projekts. Aber wenn wir unsere Kinder wirklich bilden wollen, dann sollten wir endlich bereit sein, sie auch als intelligente, lernwillige Wesen zu sehen. Jedes Mal, wenn ich im Rahmen der Berufsorientierung bei mir im Unternehmen wieder neue Schüler aus Realschule und Gymnasium erlebe, stelle ich fest, dass das Interesse meist sehr einfach zu wecken ist, wenn man den Alltag, das Leben der Schüler mit einbezieht und sie nicht nur rezipieren sondern auch direkt umsetzen lässt. Mit grosser Freude erlebe ich immer wieder, wie Schüler sich an das Zusammenbauen eines PCs machen, selbständig ein Betriebssystem (natürlich Linux) installieren und im Laufe dieses Prozesses oft auf überraschende und hochintelligente Fragen kommen. Und da für mich die Betreuung nicht mit dem Ende des Berufsorientierungstages aufhört, erhalten sie zumeist auch meine internetbasierten Kontaktdaten. Über diesen Weg erfahre ich dann später oft, dass die im Betrieb vorgestellten Themen
Warum denken wir Schule nicht wie ein Büro? Jeder Schüler ist „Mitarbeiter“ mit dem Ziel, den Jahrgang auf ein gewisses Wissensniveau zu heben. Die Lehrer sind quasi die Projektleiter, Coaches und für die schwächeren Schüler durchaus auch mal der Nachhilfelehrer, aber nicht mehr der unter Dauerstress stehende Vortragende, dem die Schüler lediglich mehr oder minder aufmerksam lauschen. Durch Umgang mit Büchern, mit dem Internet, durch das Erstellen von Präsentationen zu Themen oder der Arbeit an einem Projekt, das physikalische, chemische oder biologische Fragestellungen beantwortet wird quasi im Arbeitsprozess gelernt. Die neuen Ganztagsschulen bieten hier schon den zeitlichen Rahmen. Aber natürlich müssen wir uns auch im Klaren sein, dass wir nur in dem wir auch Geld in die Hand nehmen, in dem wir in die Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer und auch in ihre (nicht nur mediale) Ausrüstung investieren, es auch zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führen wird. Wenn in Schulen immer noch mit Filmprojektoren gearbeitet werden muss, wenn Internet und neue Medien immer noch als Teufelswerk abgetan werden, dann werden wir früher oder später den (Bildungs-) anschluss ganz verlieren. Wir müssen Bildung neu denken. Oder eigentlich wieder ganz alt. Wir müssen Schülerinnen und Schüler wieder für das Leben vorbereiten. Und dazu reicht es nicht, wenn sie das Auswendig Lernen lernen. Dazu muss der Umgang mit Informationen, ihre Filterung, ihre Bewertung und die Umsetzung in den konkreten Alltag der Schülerinnen und Schüler im Fokus stehen.

Dann wird vor allem auch der Lern- und Versagensdruck genommen und ganz nebenbei die Teamarbeit, der faire Umgang auch mit Schwächeren und Fragestellungen wie Ethik und Moral erlernt, durch selbsttätiges Handeln der Schüler. So und nur so lässt sich die intrinsische Lernmotivation fördern. Extrinsische Motivation funktioniert schon im Berufsleben mehr schlecht als recht. Warum glauben wir dann noch ernsthaft, dass wir Lust am Lernen, Lust an Bildung durch extrinsische Motivation, oder direkter gesagt, durch Angst vor schlechten Noten, Angst vor Versagen fördern?

privat weiter ausgearbeitet wurden.

Update: Ich scheine durchaus nicht alleine mit diesen Ansichten zu sein. In der ZEIT-Online findet sich ein interessanter Artikel „Etwas Respekt, bitte“, der sich exakt mit diesen Thesen befasst. Die dort empfohlenen Bücher werde ich mir mal genauer ansehen.

Die Alten glotzen, aber schimpfen über die Jungen. Fernsehkonsum und Altersstruktur

Bislang wurde immer nur über den Fernsehkonsum junger Menschen polemisiert.
Nun meldet eine neue Studie aus den USA unter 4000 US-Amerikanern ab 15 bis 98 Jahren, dass gerade die ältere Generation deutlich mehr fernsieht als die Jugend. Zitat: „Nach anderen Untersuchungen verbringen die 65-Jährigen in den USA durchschnittlich 25-30 Prozent ihrer Wach- und 50 Prozent ihrer Freizeit vor dem Fernseher, durchschnittlich liegt der tägliche Fernsehkonsum bei 270 Minuten, eine Stunde mehr als noch vor einem Jahrzehnt (bei den Deutschen lag die [extern] Sehdauer 2009 bei 212 Minuten, deutlich mehr als die 144 Minuten 1988, die Verweildauer liegt allerdings bei 300 Minuten). “
Ich bin ehrlich gesagt nicht überrascht. Wenn ich drüber nachdenke, wie oft mich Bekannte und Freunde verwundert fragen, woher ich die Zeit für meine Hobbies wie Bloggen, Astronomie, Lesen nehme, ich dann gleichzeitig aber erfahre, dass sie jeden Abend vor dem Fernseher sitzen (am Wochenende oft wohl noch mehr), dann wundert mich nicht, dass sie keine Zeit für andere Dinge haben. Fernsehen ist an sich nicht schlecht, aber es gilt auch hier wie für Computer und Medien generell, ohne hinreichende Medienkompetenz wird aus Konsum schnell unreflektierter Glaube an alles, was dort gesendet wird.
Wer glaubt, nur weil etwas in der Tagesschau berichtet wird, stimme das auch, oder wer die Nachmittagsgerichtsshows oder Talkshows ernst nimmt (und leider kenne ich genug in meinem Umfeld, die wirklich glauben, das wären reale Fälle), der wird immer leichter beeinflussbar und steuerbar.
Bei mir beschränkt sich der Fernsehkonsum auf sehr stark selektierte Dokus und Nachrichten, wobei gerade hier dennoch auch die Reflexion über das Gesehne wichtig ist und ich nach Möglichkeit bei Informationen, die mir unglaubwürdig erscheinen oft nochmals gegenrecherchiere. Würden das mehr Menschen tun, würden weniger auf Pseudowissenschaftler und Sharlatane oder die vielen Bedenkenträger hereinfallen. Aber vielleicht ist das ja gar nicht gewollt? Vielleicht ist es ja gerade gut, wenn der Bürger in Unwissenheit und einer gewissen Angst gehalten wird. Damit ist er besser lenkbar und steuerbar.
Querdenker sind nun mal unangenehm. Aber wir brauchen Querdenken und kritisches Denken um nicht auf die Scharlatane reinzufallen. Und lebenslanges Lernen geht nur, wenn ich mir auch die Zeit dafür nehme. Wenn ich mich jeden Abend vor dem Fernseher betäuben lasse, sollte ich mich vielleicht fragen, ob da nicht was elementares in meinem Leben falsch läuft?
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