Gigaset Elements mit neuen Sensoren

Mein Testsetup. Das Basispaket, ergänzt um einen Fenstersensor.
Das Basispaket und der  Fenstersensor. Er erkennt sowohl geöffnete als auch gekippte Fenster und rückmeldet das an die App.

Bei uns ist schon seit geraumer Zeit das Gigaset Elements System im Gebrauch. Wer es nicht kennt, das ganze ist eine Art Hausalarmanlage mit Videoüberwachung und Einbruchssensor. Der Vorteil: Es müssen keine Kabel verlegt werden, alles wird entweder aufgeklebt oder nutzt normale Steckdosen. Das Basisset von Gigaset Elements habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag getestet. Heute soll es um die neuen Sensoren Plug und Button gehen, sowie um die bislang bei uns nicht vorhandene Siren.

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Plug, Button und Siren

Plug ist eine Schaltsteckdose, die sich über Regeln schalten lässt. Das können zeitgesteuerte Regeln sein, Events der Gesamtanlage wie zum Beispiel das Ankommen eines Bewohners oder auch der Druck auf Button, den Knopf um die Steckdose zu schalten. Angenehm ist vor allem die recht kompakte Bauform von Plug, die es ermöglicht, ihn quasi bei fast jeder Steckdose anzubringen. Über die Zeitschaltung lassen sich zum Beispiel regeln definieren, die den Plug zu einer bestimmten Zeit ein, oder ausschalten oder dann, wenn erkannt wird, dass jemand zum Beispiel im Erfassungsbereich der Gigaset Kamera ist.

20151221_103550.jpgPlug wird wie alle Sensoren der Elements Serie über die App und die Basisstation gekoppelt und steht von da an auch von Ferne zur Verfügung und lässt sich ansteuern.

 

 

 

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Hier wird abhängig zur Regel das Verhalten der Steckdose definiert.
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Im Regelmanager kann man auch komplexere Regeln anlegen, die zum Beispiel den Alarmzustand des Gesamtsystems ändern

 

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Die Regel fürs Einschalten und fürs Ausschalten ist definiert.
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Dieses Jahr haben wir die Weihnachtsbeleuchtung mittels Plug und Regeln ein- und ausgeschaltet.

Über die App lässt Plug sich direkt ansteuern, oder via Regeln kontrollieren.

Bei Button handelt es sich um einen Schalter, dessen Schaltpositionen sich als Teile von Regeln verwenden lassen, um zum Beispiel Plug an- oder auszuschalten. Ebenso lassen sich die verschiedenen Überwachungsmodi umschalten. Falls man mehrere Button einbindet, gibt es für den Schalter selbst verschiedenfarbige Aufsätze, so dass sich die einzelnen Schalter gut unterscheiden lassen. Einzig störend ist, dass Button bei jeder Schaltung ein akustisches Signal abgibt, was ihn für ruhige Umgebung etwas störend wirken lässt. Er ist eine sinnvolle Ergänzung für Kontexte, in denen man nicht mal eben das Smartphone zur Hand hat bzw. um zum Beispiel beim Verlassen der Wohnung die Alarmanlage mit einem Knopfdruck „scharf“ zu schalten.

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Mit Button lassen sich verschiedene Funktionen von Gigaset Elements steuern

Siren wiederum kann in den Alarm bei Einbruch mit integriert werden und gibt dann ein sehr lautes Sirenensignal wieder. Wie auch die anderen Sensoren lässt sich Siren sehr einfach via App und Basisstation koppeln. Und das Alarmsignal ist LAUUUUTTTT!

Insgesamt ergänzen die neuen Sensoren das System nahtlos. Vor allem Plug hatte ich lange vermisst, denn damit lassen sich nun auch Geräte im Haus via Events aus dem Überwachungssystem ansteuern. So kann man z.B. bei Ankunft zuhause Lampen oder Elektrogeräte aktivieren. Button wiederum erlaubt es, einfache Aktionen schnell und ohne Smartphone App auszulösen, wie eben das Anschalten der Steckdose Plug via Schalter.

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Die Kamera kann an der Wand montiert aber auch einfach nur aufgestellt werden.

Mit den neuen Sensoren wird Gigaset Elements immer mehr zu Lösung sowohl für die Überwachung des Zuhauses, als auch für die intelligente Ansteuerung von Geräten im Haus.

Für jeden, der in einer Mietwohnung lebt, ist Gigaset eine der einfachste und unproblematischsten Lösungen, eine Alarmanlage und eine begrenzte Hausautomatisierung zu realisieren. Die Sensoren werden mit Klebeplatte und Halterung an die Türen oder Fenster geklebt, die Kamera kann aufgestellt oder an die Wand geschraubt werden und Plug lässt sich an jeder Standardsteckdose nutzen. Somit kann man bei einem Umzug das ganze System problemlos mitnehmen und hinterlässt keine Spuren.

Nun bin ich auf weitere Sensoren gespannt, ideal fände ich immer noch einen Rauchmelder.

 

 

 

 

Die Gigaset Kamera im Testbericht

Mittlerweile läuft die neue Gigaset Elements Kameras seit knapp einer Woche. Stabil, unauffällig und funktioniert.
Das ist schon mal die wichtigste Botschaft zu Beginn. Die Kamera ist nicht ganz billig mit knapp 150 Euro. Dafür bietet sie aber auch eine hohe Qualität, ein gutes bis sehr gutes Kamerabild und vollständige Integration in die Gigaset Infrastruktur.

Was steckt aber drin. Zunächst deshalb ein Unboxing der Kamera

Um die Kamera in die Gigaset Elements Infrastruktur einzubinden, schließt man diese via LAN Kabel an den Router an, gibt in der App dann eine neue Kamera an und ergänzt die ID, die auf der Rückseite der Kamera aufgedruckt ist. Fertig, das wars. Von nun an ist in der Gigaset Elements App und auch auf dem Webinterface die Kamera verfügbar.

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Die Kamera ist in der App genauso integriert, wie die anderen Sensoren

Die Kamera kann ein Sichtfeld bis zu einer Weite von 15 Metern bei einem horizontalen Winkel von 80° und einem vertikalen Winkel von 45° überwachen.

 

Dabei kann man auch entweder immer oder automatisiert Infrarot zuschalten, um auch nachts noch Aufnahmen zu bekommen. Das klappt auch sehr gut, lediglich leichte Reflektionen der IR Lampen stören ein klein wenig, aber das Blickfeld ist gut sichtbar und auch die Auflösung stimmt. Da bieten die günstigeren Kameras z.B. bei Amazon eine weit geringere Qualität.

Dass die Kamera nicht schwenken kann, ist zu verschmerzen, da das Sichtfeld an sich sehr groß ist. Die Kamera besitzt einen Bewegungssensor, der bei hinreichend viel Bewegung im Sichtfeld auch informiert und entsprechend eine kurze Filmsequenz speichert. Zusätzlich kann man sich über die App auch ein Live Bild der Kamera ansehen.

Die Kamera an sich ist robust und dürfte auch langfristig stabil und sicher laufen. Man zahlt hier für die Qualität der Verarbeitung und die Integration sicher einen höheren Preis als für eine Standalone Lösung, andererseits erhält man einen weiteren zuverlässigen Sensor für die Hausüberwachung, der stabil und konstant läuft.

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Ja, man soll es nicht machen, aber hier mal aus einer überdachten Position ein Eindruck einer Aufnahme bei Nacht. Für den Außenbereich soll nächstes Jahre ein Kamera folgen.

 

Gerade für die schnelle Installation und das einfache Setup ist sowohl die Kamera an sich als auch das Gesamtsystem wirklich empfehlenswert.

Die Gigaset-Elements Familie bekommt Kamerazuwachs

Gestern war ich bei der Online Konferenz von Gigaset Elements als Blogger eingeladen. Dort wurde unter anderem die neue Kamera vorgestellt, aber auch ein Ausblick auf weitere zu erwartende Komponenten gegeben.
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Doch zunächst zur Kamera
. Diese wird mit knapp 150 Euro zwar nicht günstig, aber sehr hochwertig daher kommen, und wie gewohnt sehr einfach in die Gigaset Elements Infrastruktur integrierbar sein. Man hat beim Entwurf der Kamera weniger Wert auf möglich viele Features gelegt, sondern wie die Vertreter von Gigaset betonten die Hardware möglichst robust, updatefähig und einfach einzubinden gestaltet.

Zu den technischen Daten:
Echtzeit Übertragung in HD mit 720p und bis zu 30 FPS

Nachtsicht, die sich dynamisch zuschaltet oder von Hand aktiviert werden kann.

Mikrofon für saubere Audioübertragung (aber kein Audiooutput)

Automatische Aufnahmefunktion als Option

Optionale 2-Zonen Bewegungsmeldung

Blickwinkel 80° horizontal 45° vertikal

1 Mio Megapixel 1/4 Inch, CMSO Bildsensor

Automatischer Weißabgleich

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Die Kamera kann mit einem Fuß aufgestellt oder an der Wand montiert werden.

 

Zur Basisfunktionalität, die man mit der Kamera kostenlos dazu bekommt lassen sich spezielle Pakete zubuchen.

Freemium (kostenlos für alle Nutzer) (Live View der Kamera über die App, Multi-Cam also Wechsel

Das Safety Paket (für 8,99 Euro pro Jahr)
zusätzlich im Alarmfall 5 minütige Aufzeichnung und Speicherung in der Cloud

Smart Paket (für 17,99 Euro im Jahr)

Alle Funktionen von Fremium und Safety plus beliebig viele 30 sekündige Videos aufzeichnen und herunterladen. Automatische Videoerstellung bei Homecoming Event, Bei Alarm Aufzeichnung eines 5 minütigen Videos bei unerlaubter Türöffnung

Sowie Directors Cut für 44,99 Euro pro Jahr)

Alle obigen Pakete plus unbegrenzt viele unbegrenzt lange Videos aufzeichnen.

Letztlich kauft man sich also quasi Zusatzfunktionen und Speicherplatz in der Cloud.

Wie gut diese zusätzlichen Kosten ankommen, bleibt abzuwarten-

Ende 2015 plant Gigaset Elements zudem eine Außenkamera und für nächstes Jahr ist ebenfalls ein Rauchmelder und die schaltbare Steckdose angedacht.

Insgesamt bietet die Kamera ein wenn auch nicht gerade billige so doch voll integrierte Ergänzung der bisherigen Überwachungsfunktionalität und durch die nächstes Jahr dazu kommenden Steckdosen und den Rauchmelder sowie die Außenkamera kann man dann auf ein wirklich sehr umfassendes Home Automation System zugreifen.

Außerdem überlegt man bei Gigaset eine Kooperation mit einem Partner für schaltbare Glühbirnen und zudem ist eine VoIP Lösung geplant, die sich ebenso in das Gigaset Elements System integrieren lässt und somit auch eingehende Anrufe über ein System auch unterwegs optimal signalisiert.

Und last but not least, wenn auch bislang nur als Ankündigung ist dann noch ein eigenes Smartphone geplant.

Auf Nachfrage wurde zudem signalisiert, dass bei positiver Marktentwicklung von Windows Phone wohl auch mit einer Windows Phone App zu rechnen ist.

Gerade als ich schon fragen wollte, wo die Innovationen des Systems bleiben wurde also ein Füllhorn neuer Anwendungen und Hardware präsentiert. Jetzt bin ich zunächst auf die Kamera gespannt, vor allem, da wir Überwachungskameras mit eigenem WLan Server schon nutzen, diese aber nicht integriert laufen, sondern als Insellösung.

Da ist die neue Kamera natürlich ein anderes Kaliber.