Ich gestehe, auch für mich ist die EMail mittlerweile sowohl beruflich als auch privat eher ein notwendiges Übel, weil die Mehrheit meiner Follower/Freunde noch immer darauf baut als primäres Kommunikationsmedium.
Deshalb auch bin ich über jeden neue Idee froh, die mir die Bearbeitung meiner Mails erleichtert.
Insofern habe ich natürlich gleich bei Google um ein Invite angefragt, als publik wurde, dass mit Google Inbox ein neuer Dienst bereits steht, der es ermöglicht, strukturierter mit EMails umzugehen.
Im Prinzip operiert der neue Mail Client mit Labels, so dass beim zurückkehren in die „alte Inbox“ plötzlich alles mit vielen Labels sortiert ist.
Wer also bislang seine EMail schon mit Ordnern und Filtern verwaltet hat, sollte sich sehr genau überlegen, ob Inbox für ihn ein Gewinn ist, da die App vermutlich seinen wohlsortierten EMail Eingang erst mal gehörig durcheinanderwirbelt.
Da bislang aber mein Hauptaccount noch bei einem anderen Dienstleister läuft, nutze ich Inbox sehr gerne, da es nun tatsächlich ziemlich intelligent meine eingehenden EMails sortiert und priorisiert. So tauchen verschieden Reisebuchungen tatsächlich unter dem Label reisen auf und gleiches gilt für Rechnungen etc.
Man sollte sich aber im klaren sein es ist eine BETA. Also nicht meckern, wenns nicht sauber funktioniert. Zudem werden wohl erst noch weitere Tests ergeben, wie sprachgewandt die Anwendungen wirklich ist, und ob sie deutsche Hotelrückmeldungen und Rechnungen ebenso zuverlässig kategorisiert wie englische.
Wer Interesse hat kann sich auf der Inbox Seite von Google anmelden. Die App im Store alleine bringt nichts, da erst die Freigabemail im Posteingang angekommen sein muss.
Zusätzlich solltet ihr dran denken, dass das ganze bislang nur für Google Mail geht.
Und nein, leider habe ich selbst keine Invites, bislang kommen Einladungen nur direkt von Google, allerdings betrug meine Wartezeit nur einen Tag und nach Informationen anderer Nutzer wurde ein großes Kontingent rausgehauen und es sollen wohl weiter folgen.
Und ja, zwingend um diese Filterung zu ermöglichen schauen Googles Algorithmen natürlich in die Inhalte der Mails. Hellsehen kann auch Google noch nicht, wer sich also daran stört, dass die Mails für die Kategorisierung gescannt werden, der sollte die Finger von Inbox lassen.
Hab gerade wieder mal ein meiner Ansicht nach längst überfälliges Konzept auf Kickstarter unterstützt. Einen Proxy, den man in jedes beliebige Netzwerk einklinken kann und der dann automatisch jegliche Art von Internet-Werbung filtert. Für mich ist die im Netz geschaltete Werbung schon seit langem eher eine Mischung aus Ärgernis und intellektueller Beleidigung und ich filtere sie nun schon seit mehreren Jahren auf jedem Endgerät. Nur musst ich dazu bislang auf jedem Gerät den Adblocker selbst einrichten bzw. auf den Smartphones diese sogar zuvor rooten. Das alles gehört mit Adtrap der Vergangenheit an.
Adtrap ist eine kleine Box, basierend auf Linux, die sich als Werbeproxy zwischen Internet und die Geräte im Hausnetz schaltet. Einmal eingebunden, werden für alle Endgeräte die Werbeschaltungen automatisch geblockt. Dafür muss keines der Endgeräte extra umkonfiguriert werden, da die Filterung quasi „out of the box“ funktioniert. Jedem, der an herkömmlicher Hinausschreiwerbung im Internet Geld verdient, wird das ganze ein Grauen sein, aber ich finde es eine sehr gute Sache, da ich schon seit längerem predige, dass wir das Ende der klassischen Marktschreierei zu Gunsten eines echten Dialogs auf Augenhöhe erleben.
In Zeiten von Social Media und Adblockern, in Zeiten von Video on Demand und Streaming Audio fragen mich manche, wieso ich gerade jetzt ins Marketing gewechselt habe. Ganz einfach, JETZT kommen die spannenden Herausforderungen.
Nie war klarer, dass klassische Werbung immer weniger beim Kunden ankommt. Der Nutzer im Netz ist deutlich anspruchsvoller, er will gut unterhalten werden und möglichst wenig durch plumpe „bitte, bitte kauf mich“ Werbung gestört.
Hier muß ein Umdenken stattfinden, denn das Netz und seine Nutzer akzeptieren Werbung nur widerwillig und meist nur dann, wenn sie damit auch einen direkten Mehrwert haben.
Und je weiter sich die Technologie entwickelt, um so mehr Möglichkeiten gibt es auch, Werbung auszublenden.
Weder auf meinem Notebook noch auf meinem Smartphone sehe ich Werbung, da beide mit Werbeblockern ausgestattet sind.
Und auch wenn der Twitterpost ironisch gemeint war, dass Google Glass als Killeapp einen Adblocker für die Realität haben könnte, ist so abwegig nicht. Wenn es Apps gibt, die in ein bestehendes Bild eine Übersetzung des dort stehenden Textes überblenden können, so ist es nicht mehr weit bis zum Ersetzen nervender Werbung durch Lieblingsfotos aus dem eigenen Album. Ich wage zu behaupten, Werbung wird in Zukunft indirekter, sie muss stets auch einen akuten Mehrwert bieten, sei es, dass sie als Sponsor für Apps auftritt oder einen Dienst anbietet. Produkte sind im Netz selbst austauschbar. Worin sich Unternehmen in Zukunft differenzieren sind die Dienstleistungen, die sie zusätzlich als kostenlosen Service für den Kunden bieten.
Denn: Sollte es tatsächlich mal so eine App für Google Glass geben, ich wäre der erste, der sie installieren würde.
„Gut, dass unsere Kinder so einen Papa haben.“ Was als Kompliment meiner Frau an mich wirken könnte ist für mich eher erschütternd. Denn der Hintergrund des ganzen: Unser Ältester besitzt einen Notebook. Mit Linux, damit sind schon mal einige Probleme außen vor. Und ich habe auf unserem Hausrouter entsprechende Filter eingerichtet, die einschlägige Themengebiete blockieren.
Nun bin ich nicht so dumm, zu glauben, damit sei es schon getan. Ich kontrolliere auch regelmässig, was die Filter wann so an Themen abgefangen haben. Und immer wieder stelle ich mit Entsetzen fest, was im Freundeskreis meines Sohns wohl so alles üblich sein muss. Auffallend genau zu den Zeitpunkten, an dem mein Sohn mit einem Freund auf seinem Zimmer ist und sie online gegangen sind, sind dem Filtersystem doch ein paar Webseiten ins Filternetz gegangen. Man kann die Zeitfenster deckungsgleich bekommen. Interessant wirds dann, wenn man sich ansieht, was kurz zuvor gesucht wurde. Meist wurden Suchanfragen durchgeführt, die in sich völlig harmlos sind aber dann über etwas missglückte Suchergebnisse bei Google auf inakzeptable Angebote führen. Und bevor jetzt gleich wieder der Ruf nach Sperrung laut wird. Es handelt sich um nichts illegales, aber eben um Angebote, die schon auf den Startseiten Material darstellen, dass ich keinem Kind zumuten würde.
Das heißt jetzt nicht, dass alle Freunde meines Sohnes verdorben und mein Sohn ein Engel ist, aber gerade das Zusammensein mit Freunden fördert natürlich auch den „Forscherdrang“ die von den Eltern aufgestellten Grenzen auszuloten und zu zeigen, wie cool man darüber hinweg kann.
Der Filter greift. Jeder, der seine Kinder ins Netz lässt, sollte solche Filter einstellen. JEDER!
Und es heißt auch nicht, dass ich glaube, mein Sohn interessiere sich nicht auch für Müll im Netz. Wer mir gegenüber behaupet: Mein Kind macht so etwas nicht, dem kann ich nur abgrundtiefe Blauäugigkeit bescheinigen.Aber meine Kinder haben zumindest, so weit ich die technische Kontrolle über die Endgeräte habe,
bei uns zu hause keine Möglichkeit, darauf zuzugreifen. Und mit allen spreche ich über diese Themen und versuche ihnen zu erklären, warum ich diese Angebote für nicht akzeptabel halte und ihnen entsprechende ethische und moralische Werte zu vermitteln.
Extrapoliere ich aber die Suchbegriffe, die im Filter unseres Systems auftauchen, sobald ein Freund mit ihm auf dem Zimmer ist, dann muss ich sagen, da kann es in manchen Familien wohl kaum irgendeine Form von Jugendschutz fürs Internet geben, da scheinen manche Kinder offensichtlich freien Zugriff auf pornographische, ja manchmal schon illegale Inhalte zu haben.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Eltern dieser Kinder wissen, in welche psychologische wie rechtliche Gefahr sie sich und ihre Kinder bringen. Und dass der Filter wirkt, erkenne ich schon daran, dass die Menge an Anfragen, die gefiltert werden müssen, deutlich zurückgegangen ist. Es wird wohl gelegentlich noch versucht, aber sobald die Sperrmeldung kommt, merkt man schnell, dass die Jungs sich anderen Themen zuwenden.
Auf jeden Fall muss es jedem Elter klar sein. Nur, weil man sein Kind bei sich zu hause beschützt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht Zugriff auf Müll zum Teil der perversesten Sorte erlangen könnte.
Bei uns im Hausnetz ist Gott sei Dank die Attraktivität des Internets recht gering. Zumal auch Chatforen und Social Media Plattformen NOCH gesperrt sind. Denn jetzt ist unser Ältester in einem Alter, in dem ich mit ihm über diverse Themen sprechen werde, und dann das Netz FÜR IHN und NUR FÜR IHN etwas freier gestalten werde und nur noch illegale Inhalte im Filter aktiv entfernen lasse.
Und ich hoffe, dass er den Mut hat, auch bei Freunden nein zu sagen, wenn dort der entsprechende Schmutz ungefiltert auf den Rechnern erscheint.
Ach und für alle, die sich jetzt mit der Medienabstinenz in ihrem Haushalt brüsten.
Viel wichtiger, als ein striktes Verbot ist das Gespräch mit den Kindern, die Medienerziehung. Und wenn man selbst nicht das Wissen dazu hat. Es gibt hinreichend viele Tutorials, Vorträge und Kurse zu dem Thema. Und damit meine ich nicht diese dummen Vorträge der Polizei oder irgendwelche Psychologen a la Spitzer, die das Netz grundsätzlich zum Hort des Bösen machen. Das ist genau so dumm wie ein komplett unüberwachter Zugang. Aber man darf nie vergessen. Nur weil man selbst zu hause einen Hort der Sicherheit eingerichtet zu haben glaubt, heißt das noch lange nicht, dass nicht irgendwo, irgendwer einen offenen Zugang besitzt. Aber wer mit seinen Kindern im Kontakt bleibt, wer darüber spricht, der hilft ihnen, selbst eine kluge Entscheidung zu treffen.
Im Moment kooperiere ich mit mehreren passenden Organisationen, um eine sinnvolle Einführung in den Umgang mit dem Internet für Familien mit Kindern anzubieten. Denn sperren alleine ist nur ein Teil der Lösung. Und komplette Abstinenz löst das Problem nicht, sondern verlagert es nur in den Freundeskreis, frei nach dem Motto, aus dem Auge, aus dem Sinn.
Wir dürfen solche Themen nicht ausblenden noch an Institutionen delegieren. Gerade heute ist es enorm wichtig geworden, auch moralische Werte zu vermitteln (und das sollten wir tun, denn wenn ich sehe, was über die Kirchen zutage gekommen ist, erwarte ich von dort keinerlei angemessene Hilfe) UND einen vernünftigen Umgang mit dem Medium Internet. Der kann zu Beginn im Filtern des Internets starten (vor 10 Jahren bin ich der Meinung benötigt KEIN Kind direkten Online Zugang. Maximal Surfen mit Papa oder Mama in sehr kleinen Dosen) und je älter das Kind wird, umso mehr sollte man Verantwortung, Ethik und einen kritischen Umgang mit dem Medium vermitteln.
Update: Weil der Wunsch nach weiterführenden Links geäußert wurde:
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