Fundstück der Woche: Google über Spracherkennung

Dieses Video kann ich jedem nur ans Herz legen, der ein wenig davon verstehen will, warum ich Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert habe, und warum mich alles rund um Sprache und deren Verstehen auch heute noch unendlich fasziniert und ich quasi „privat“ weiterhin daran forsche.

Für mich ist es eine der größten technologischen Herausforderungen überhaupt und es ist faszinierend, was heute bereits möglich ist.

Die Cloud kommt durch die Hintertür

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Nich Unmengen von Speicher im Device, aber in der Cloud.

Alle weltweit reden von „der Cloud“. Viele, von den Möglichkeiten, wir deutschen fast ausschliesslich von den (oft vermeintlichen) Risiken. Aber während noch eifrig diskutiert wird, zeigen mir persönlich einige Entwicklungen, dass der zweite Aufstieg der Cloud frei nach dem bekannten HypCycle in vollem Gange ist.
Ein Indiz für mich sind die Verkaufszahlen von Smartphones, Tablets und insbesondere Chromebooks. Alles Geräte, die nicht mit Monsterspeichermedien prahlen können, die kein Terrabyte an Daten bereithalten. Aber alles auch Geräte, die davon leben, darauf aufbauen, dass der Nutzer das meiste im Netz tut.

Und der Gedanke, wenn mal zu Ende gedacht macht Sinn. Denn Terrabytes an Daten verwalten ist vielleicht noch angenehm, wenn man wirklich nur ein Endgerät hat. Aber sobald ich Teile, Ausschnitte davon dabei haben will, sei es auf meinem Smartphone, dem Tablet oder meinem Ultrabook/Chromebook, dann brauche ich Synchronisierungsmechanismen. Und diese müssen zuverlässig laufen, und wenn ich unterwegs bin, darf da dann ja nichts fehlen.

Auftritt Cloud Speicher. Schon seit Jahren nutze ich die Cloud, um bei Workshops und Vorträgen alle mein e Dateien, Daten und Medien bei mir zu haben. Ich brauche mir NIE Gedanken zu machen oder zu prüfen, ob der Sync der letzten Nacht funktioniert hat. Und wenn es sich um sensible Daten handelt, na dann lege ich sie entweder auf meine private Cloud, die von einem simplen RaspberryPi bereitgestellt wird, oder lege sie verschlüsselt ab.

Damit sehe ich noch einen weiteren Trend auf uns zukommen. Es wird wieder abgespecktere, günstigere Endgeräte geben, die nicht mehr Unmengen an Rechenleistung oder Speicher mitliefern, sondern so abgestimmt sind, dass sie schnell arbeiten und schnell im Netz operieren. Denn die Rechenleistung wie auch der Speicher wird dann aus dem Netz kommen. Datenbackups inklusive.

Und während wir noch diskutieren, ob Google unsere Daten an die NSA gibt (warum eigentlich Google, jeder Trojaner auf dem eigenen Rechner kann das, oder evtl. das eine Game, das man heruntergeladen hat, aber Google Bashing ist ja dank Verlagen und Verwertungsgesellschaften in Deutschland gerade modern.) Nutzen weltweit immer mehr Menschen und gar Unternehmen die Cloud als Teil ihrer IT.

Ein Computer zum Selbst Zusammenbauen. Auch für Kinder: Projekt Kano

Das nenne ich mal eine klasse Idee, um auch Kinder an die Informatik und den Computer sinnvoll heranzuführen.

Auf der Basis des Raspberry Pi will das Kickstarter Projekt Kano einen Computer zur Verfügung stellen, den jeder zusammenbauen kann und der für kleines Geld den Einstige in die Informatik ermöglicht. Als Betriebssystem kommt KanoOS zum Einsatz, eine Variante von Debian Linux. Im Kano Paket steckt folgendes:

1 – Kano Books, illustrated and intuitivecfff2dce494db65cb35681f8e1a61cb7_large2 – Kano OS and Levels on 8GB SD card
3 – DIY Speaker
4 – Raspberry Pi Model B
5 – Kano Keyboard Combo
6 – Custom case
7 – Card mods and stencils
8 – Stickers!
9 – Cables: HDMI*, Mini-USB
10 – Smart power plug (all region pins available)
11 – WiFi powerup

 

 

Ich halte das für eine tolle Idee, auch mit Blick auf Schulen, die so auf einfache Art Informatikwissen vermitteln können, das über das übliche „wie bediene ich Word und Excel“ hinaus geht.

Und wer bereit ist, einen bestimmten Betrag zu investieren, der erhält nicht nur ein komplettes Set, sondern unterstützt auch noch die „Kano Academy“ die dann einem Kind einen Kano kostenlos zur Verfügung stellt, frei nach dem Prinzip, get one, give one for free.

Wie ich finde, wieder mal eine gute Initiative, die sich das Beklagen von Ingenieursnachwuchs bzw. den Mangel an IT Bildung in unseren Schulen spart und statt dessen die Initiative ergreift und etwas sinnvolles anbietet.

Unterstützenswert und von mir bekommt Kano eine ganz besondere Empfehlung.

 

 

Wir leben mit dem Fetisch Papier.

Ich bin Informatiker und als solcher schmerzt es mich stets, wenn die digitalen Möglichkeiten, auch jene, die nicht nur die Arbeit vereinfachen sondern auch Ressourcen schonen nicht genutzt werden.

Als Autor und Blogger benötige ich schon seit langem kein Papier mehr.

Einer der grössten Fetische hier ist immer noch Papier und dessen scheinbarer Eindruck von intellektueller Tätigkeit. Erst vor ein paar Tagen wieder passierte es mir, dass ich darauf angesprochen wurde, was ich denn da auf meinem Tablet herumspielte. Ich sparte mir die Erklärung, ich machte dort meine Notizen, denn ich weiß: Ernsthaft im Büro arbeitet auch heute nur der, der auch offensichtlich mit Unmengen von Papier umgeht. Wer in der Konferenz nur mit Tablet sitzt, wird nicht ernst genommen, weil er in den Augen der im Gestern lebenden die Sache nicht ernst nimmt.
Wichtig ist stets, eine elegante Schreibmappe mitzuführen, und dazu einen teuren Stift. Gebrauchen muss man beides nicht, alleine schon die demonstrative Präsenz von beidem auf dem Konferenztisch strahlt Seriosität aus. Dabei ist es eigentlich heutzutage nur dumm, noch Papier in rauhen Mengen zu verschwenden. Da werden Foliensätze nicht nur ausgedruckt, nein, wenn nicht jeder Teilnehmer der Sitzung noch eine Kopie erhält, gilt der Leiter der Sitzung als schlecht vorbereitet. Da bringt jeder Teilnehmer nochmals einen AUSDRUCK der Einladung mit oder es werden in Schulungen die gesamten Schulungsunterlagen in Papierform zur Verfügung gestellt, als habe man noch nie etwas von Email und PDF gehört.

Elektronische Kalender werden am Arbeitsplatzpc geduldet, aber jährlich werden grosse Wandkalender, kleine Tischkalender, Taschenkalender und diverse andere Arten von Kalendern in rauhen Mengen gekauft, verteilt, verschenkt und dann doch nicht genutzt.

Meine Brücke in die digitale Welt, wenn ich zum analogen Papier gezwungen bin. Der Livescribe Pulse, der Notizen sofort digitalisiert und sie mir somit als PDF zur Verfügung stellt.

Ich arbeite schon seit einigen Jahren inoffiziell so weit es geht nur noch digital. Aber gezwungenermaßen muss man sich immer wieder dem Diktat der Papierfetischisten unterordnen. Dafür habe ich eine Brücke gebildet. Dank der genialen Stifte von Livescribe ist es möglich, trotz scheinbarer Notizen auf Papier die gesamten Unterlagen sofort digitalisiert bereit zu stellen und in Kombination mit Notebook sogar den Text digitalisieren zu können.

Wir leben alle noch mit vielen überkommenen Ritualen, weil wir offensichtlich alle noch sehr viel Angst vor Erneuerung vor Wandel haben. Wir könnten das papierlose Büro schon längst haben, wenn sich nur mehr Menschen im Morgen bewegen würden und nicht stets im Gestern leben wollten, wo ja alles ach so viel besser war.

 

Wenn ich mir überlege, ich müsste all die Unterlagen, die ich im Laufe der Zeit für ein Projekt ansammle, gerade für meine Blogartikel in Papierform mit mir herumschleppen, graut es mir davor. Das meiste meiner Recherchetexte und Textentwürfe wird mittlerweile mittels Evernote und Wuala/Google Docs in der Cloud gehalten und wird nie auf Papier verewigt. Das wäre für mich eine ungeheuerliche Ressourcenverschwendung. Und bei so manchem einem beinahe meterhohen Ausdruck eines Programmlaufs schüttelt es mich. Das alles ist Papier, das einmal oder zweimal angesehen und dann in den Papiermüll gegeben wird.
Eigentlich eine ungeheuerliche Geld- und Ressourcenverschwendung.
Aber man hängt halt an seinem Fetisch.

Das esoterische Halbwissen der Technophobiker erinnert an pseudowissenschaftliche Alternativmedizin

Die New York Times in Gestalt von Nick Bilton berichtet in einem ihrer Blogs: „No e-Books allowed in this establishment“, dass offensichtlich in Cafes und Restaurants in New York langsam eine gewisse Technophobie ganz unreflektiert Einzug hält. Es werden eBook Reader in einen Topf mit klassischen Computern geworfen und verboten. Wie albern ist das denn? Aber das erinnert mich an die Technopobiker in meinem Umfeld, die Angst vor UMTS Sticks und Handystrahlung haben, aber sich nur selektiv über die Effekte und die dahinter liegenden Technologien informieren. Kritik an einer Technologie, wenn sie fundiert ist, akzeptiere ich gerne. Aber leider haben die meisten Menschen ganz offensichtlich Angst vor etwas, weil sie es eben nicht verstehen, nicht durchschauen. Da siegt also Ignoranz über Wissen, um es mal genau so agressiv zu formulieren, wie es die Technophobiker Gemeinde tendenziell tut

Es war ein Mal vor gar nicht allzulanger Geek Zeit!

Wie schön ists, in Erinnerungen zu schwelgen. Mein erster Computer war ein TRS 80, mein erster Eigener ein VC 20. Weitere Highlights waren ein AMIGA 1000 (einer der ersten in Deutschland), ein Olivetti Quaderno, ein Apple Powerbook, ein Apple Newton, und diverse, recht graue PCs.

Computer längst vergangener Zeiten

Mein erster eigener Computer! Ein VC 20 mit sagenhaften 3,5KB Hauptspeicher.. Nein,kein Schreibfehler, 3,5 KiloByte!

mein erster Computer