Ich lasse den Film mal für sich sprechen: Er soll ja viral funktionieren, mich würde interessieren, kommt für euch die Botschaft rüber?
Wer mehr über die Aktion wissen will, auf www.generationawake.eu oder www.facebook.com/
Ich lasse den Film mal für sich sprechen: Er soll ja viral funktionieren, mich würde interessieren, kommt für euch die Botschaft rüber?
Wer mehr über die Aktion wissen will, auf www.generationawake.eu oder www.facebook.com/
Ein interessantes Konzept, das ich schon auf der re:publica 2011 kennengelernt hatte und das nun auf dem Stuttgarter Barcamp eine eigene Session bildete ist „Collaborative Consumption“. Mittlerweile zu einer bedeutsamen Bewegung angewachsen geht es dabei darum, Dinge nicht mehr nur für sich zu „konsumieren“ sondern auch zu teilen.
Ein Beispiel, das dies sehr schön illustriert ist jenes, vom Bild, das ich aufhängen will. Dazu benötige ich ein Loch für einen Dübel und dafür wiederum eine Bohrmaschine. Reflexartig würden nun diejenigen, die noch keine Bohrmaschine besitzen sagen, nun, dann kaufe ich mir eben eine, kann ich eh immer wieder mal brauchen.
Und genau da liegt der Irrtum. Studien besagen, dass ein Bohrer durchschnittlich nur 11 Minuten IM JAHR überhaupt genutzt wird.
Die Idee nun: Ich brauche eigentlich nicht den Bohrer, sondern das Loch in der Wand. Also warum nicht den Bohrer leihen, und damit nicht konsumieren. Das ist in manchen Bereichen heute schon realisiert (ich kann mir diverse Werkzeuge bei den meisten Baumärkten auch leihen), wird aber von der breiten Masse nicht angenommen.
Warum ist das so? Nun, wir leben nach wie vor in einer Konsumgesellschaft und definieren uns genau dadurch. Wir wohnen in Wohnungen, die wir kaum sehen, kaufen Dinge, die wir nicht brauchen um Leute zu beindrucken, die wir nicht leiden können.
Viele Menschen zum Beispiel könnten sehr gut auf ein eigenes Auto verzichten, wollen das aber nicht, da das Auto immer noch, wenn auch mit absteigender Tendenz, als Statussymbol gilt.
Sehr offensichtlich wird dies in den Management Etagen, wo extrem häufig dicke, viel zu grosse und unnötig teure Fahrzeuge in den Fuhrparks stehen, weil man das als Manager nun mal so macht. Weil es ja schlimm aussieht, wenn der Manager mit einem Smart käme oder zumindest einem Mittelklasse Auto.
Ähnliches, und da muss ich mich ganz klar auch an die eigene Nase fassen, gilt für unsere IT Branche. Wer nicht das neueste Gadget hat, der gilt als rückständig, uninformiert. Und die Industrie lebt gerade von diesem Drang zum neuen. Kaum ist das Tablet XY Version 1 auf dem Markt, wird schon das Tablet XY 2.0 angekündigt. Natürlich hat das neue so viele notwendige Features, dass man es sich unbedingt anschaffen muss. (Und bevor hier jemand lästert, auch ich befreie mich selbst nicht von diesem Vorwurf).
Aber hier liegt auch ein Problem in der Argumentation. Bislang wird dieses ganze Konzept noch viel zu sehr mit dem „Gutmenschen“ Dünkel versehen. Entweder, ich verzichte und teile, oder ich bin „schlecht“.
Nun kann man nicht einfach sagen, verzichte auf jeden Besitz und die Welt wird gerettet. Es geht meiner Ansicht nach viel mehr um einen bewussten Konsum. Jeder darf auch etwas besitzen, darf etwas nicht nur brauchen, sondern auch „wollen“. Aber das sollte stets eine bewußte Entscheidung sein, die aus mir selbst heraus motiviert ist. Ich interessiere mich für elektronische Devices und kaufe sie deshalb, nicht weil Kollege X oder Freund Y dieses oder jenes Gerät hat. Aber wir haben uns in der Familie zum Beispiel AKTIV dazu entschlossen, dass uns ein Fahrzeug reicht. Wir leben auf dem Land, deshalb ist es sehr schwer, ganz ohne Auto auszukommen, aber ich kann, auch bedingt durch unsere Wahl des Wohnorts, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, und tue das auch im Winter.

Collaborative Consumption hat noch einen weiteren Aspekt, der heutzutage in einer stark individualisierten Welt eher ins Hintertreffen geraten ist.
Gegenseitiges Vertrauen ist die Grundlage für eine funktonierenden „kollaborativen Konsum“. Das funktioniert mit nicht statusträchtigen Dingen recht gut, so haben wir in unserer Nachbarschaft, in der eigentlich jedes Haus auch noch einen Gemüsegarten hat, uns derart koordiniert, dass jeder seinem Nachbarn von dem, was er im Überschuss hat, etwas abgibt.
Aber warum zum Beispiel sind Car Sharing Angebote immer noch nicht in der breiten Masse angekommen.
Viele Fahrzeuge stehen die meiste Zeit des Jahres in der Einfahrt oder Garage. Aber als Statussymbol will man nicht auf sie verzichten.
Zudem besteht oft die Angst, wenn ich etwas teile, macht der andere das womöglich kaputt oder gibt es mir nicht mehr.
Hier sehe ich das grosse Potential von Sharing Plattformen, die dann nicht nur das Teilen von Dingen übernehmen, sondern zum Beispiel auch allen Teilnehmern gegen eine geringe Gebühr eine Versicherung anbieten. Zudem können hier auch Bewertungssysteme eingeführt werden, die ähnlich der Bewertungen bei Amazon oder bei Tippplattformen dann vertrauenswürdige Tauschpartner mit Punkten belohnen.
Was sich aber meiner Ansicht nach zuerst wandeln muss, und da haben natürlich so ziemlich alle grossen Konzerne etwas dagegen. Reiner Konsum muss unschick werden. Wer nur noch konsumiert darf nicht mehr als Trendsetter angesehen werden. Use it, reuse it, recycle it ist als Konzept immer noch eher etwas für die „komischen“ Geeks, Nerds und Ökos.
So lange aber in den Schulen und Elternhäusern dieses Konzept nicht vorgelebt wird, so lange ich mich immer noch rechtfertigen muss, warum unser Vorgarten nicht teuer gepflegt aussieht, sondern eher wie ein Abenteuerspielplatz für Kinder (Was er auch ist, deshalb gehen mir die ganzen versteckten Andeutungen auch am… na ihr wisst schon) und so lange die Industrie immer noch Produkte anbietet, die weder reparierbar sind, noch dauerhaft nutzbar, so lange muss man immer wieder und mit grosser Penetranz darauf drängen, dass auch in den Chefetagen ein Umdenken, weg vom immer mehr, immer mehr, hin zu nachhaltiger Produktion und zu einer serviceorientierten statt einer verbrauchsorientierten Wirtschaft einsetzt.
Wir alle besitzen heute schon viel zu viele Dinge und ich wage zu behaupten, dass zwei drittel aller Dinge, die wir in unseren Haushalten lagern, völlig unnötig sind.
Jeder von uns muss umdenken, aber es ist ein valides Konzept, Konsum zu hinterfragen und wieder mehr auf den Tausch und die gegenseitige Hilfe zu setzen.
12. 04. 2011 Ankunft bereits am Mittwoch, nach einer amüsanten Zugfahrt mit @mahrko und @alipasha. Das Hotel ist gut, allerdings geheizt, als wolle man daraus eine Sauna machen. Erst mal einchecken und dann auf zum St. Oberholz zum Vorglühen und einer Diskussionsrunde darüber, wie die Netzpolitik im Ausland gesehen wird. Es entwickeln sich sehr spannende Diskussionen über Netzneutralität, die Zensurbestrebungen der EU und von Frankreich, die mit Hadopi ein ziemlich zwielichtiges Gesetz inthronisiert haben. Einen ganz großen Dank an Jérémie Zimmermann, der uns einen sehr guten Überblick über die momentane Situation in der EU gab, was Themen wie Netzneutralität, Zensur und Copyright angeht. Meine Quintessenz, ich muss mich sehr viel stärker mit ACTA beschäftigen, da dort etwas instanziiert werden soll, das in dieser Form hochgradig problematisch ist.
13.04.2011: Aufstehen, Rucksack packen (3fach Steckdose ja nicht vergessen) und dann los zu Tag 1 der re:publica. Die Tore öffnen um 09:00 Uhr für den Checkin
Ab hier meine Live-Notizen aus den Vorträgen, sie werden später noch um eigene Gedanken und Erkenntnisse aus Gesprächen am Rande der re:publica ergänzt.
Live blogging Notes:
Vortrag 1: Design Thinking
Design will auch Dinge verbessern…
Hackfwd – Plattform für die Firmengründung
Design muss sich stets am Menschen orientieren, Design das der Mensch nicht anwendet, weil es besser ist ist sinnloses Design.
Hyperbewusstsein über Probleme dieser Welt.
reset (Plattform)
innocentive.com Innovationsplattformen
openideo als Innovationsplattform für soziale und Umweltthemen
Integration von Ideen ist nicht crowdsourcingtauglich, aber die Bewertung funktioniert.
Geld ist nicht der richtige Motivator
„Buchtitel->DRIVE“
Das Incentive beeinflusst die Motivation
Design Quotient
Vortrag 2: Anonymous
Sources are Trolling sort of crowd sourced distribuded trolling and hacking
Two main targets, Scientology and Wikileaks defence. (starting with pirate bay before wikileaks but shifting
Auch in Tunesien war Anonymous aktiv, um den Menschen zu helfen, sich zu schützen!
„Ebenfalls in Ägypten aktiv. If the government shuts down the internet, shut down your government.
„Some rise by sin and some by firtue fall.“ Shakespeare
Look for the lulz
Annonet and AnonOps
Even Anonymous has certain fundamental ethics regarding violence.
Anti leader, anti celebrity attitude of anonymous. The problem is with concentration of power. Its sort of an ethic of anonymous
There is no leader, there is no one famous
Anonymous is a good example on how to build a political gateway to take action other than the traditional way, anyone can do a part in the process, according to the talents they have.
But it is a very non buerocractic way to take action and anyone can join.
We need sort of a code a lingua franca that even connects the generations.
Vortrag 3: Schwärme und Web2.0
Schwärme von Internetnutzern können neue Orientierung bieten.
Schwarmstrom.
Lichtblick seit 13 Jahren.
Märkte sind Gespräche
Aber viele Unternehmen lassen nicht mit sich reden
Blog bei Lichtblick, ist frei für die Mitarbeiter und Kommentare werden ungefiltert freigeschaltet.
Kunden definieren Marken und zwar im Web-Gespräch (Urteil der Kunden prägt die Marke stärker als die Werbung)
Wirtschaftlicher Erfolg basiert auf Glaubwürdigkeit
Aber nur wer Ökonomie und Nachhaltigkeit glaubwürdig konsequent verbindet ist es auch.
Parallel zur Demokratisierung durch Web 2.0 demokratisiert sich die Energieerzeugung
Intelligentes Energiemanagement ist entscheidend für die Energiewende
Aber „Smart Energy“ ist heute oft nur ein Marketing-Gag
Lichtblick hat mit SchwarmStrom aus ZuhauseKraftwerken intelligente Energie etabliert
Und:Das Konzept funktioniert schon heute.
2 Atomkraftewerke = 100000 Zuhause Kraftwerke. Dabei sehr hohe Energieeffizienz
Web 2.0 kann die Energiewende kritsch begleiten
Und vor allem: beschleunigen
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Nachmittag
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Vortag 4: Modern revolutions are digital revolutions
Africa: Tunisia, Egypt and Libya – A signal for the whole of Africa?
Social Media is something, governments do not really understand, cause it publishes without censorship and reaches to the whole world.
The power is there cause those are normal people, thus a mass movement.
A movement needs a way of free communication, and those plattform made communicating very easy.
Self organizing in the real world can be organized informally by social media through different people from all walks of life.
Social media can also be used to spread hat and bad informations.
They are just a medium for the transport. Its the people that make the difference.
The role of AlJazzera varies from country to country. It depends on what the people can see?.
Mobile internet is a very important factor expecially in developing country.
Its a new way of getting in touch with people far away which would never been possible without mobile internet
Environmentalist view, look at civil societies as the source of revolutions, the power to use the tools is just a part of it.
Governments are often out of touch with the reality of the „normal people“, the citizens.
It is the interconnection with people all over the world that makes the difference. People all over the world supported the revolutions way before their governments did.
It is also about the link between the revolutions taking place and the „outside“ countries spreading the word.
It was also a revolution of the young, turning of the internet was like a signal for even worse to come.
Censorship is very dangerous
After the revolution the most important is to keep „things“ running to make sure, there is money to actually realize the change to have the finanical ressources to pay for the transition.
It is also important to recognize the educational issue of informing the „western world“ about what is going on in the countries under dictatorship and to create a web of support.
(Check the blogger from lybia who won the blog award)
Best of Blog Website
Vortrag 5 Collaborative consumtion
We all hyperconsume
and we design for the dump, isn’t that stupid
All our gadgets are destined to be dumped
BUT this is unsustainable
and we have a rise of self-storage… nooo, i maybe can use it one day.
Germans are not as ill as americans are but we are getting better/worse.
The things we own in the end own us.
Collaborative consumption is about sharing the tools we own. Do you really need all the gadgets every day?
Reduce, reuse, recycle…we all know the recycling sign.
re:duce
re:use
re:cycle
100 items or less??
I will eliminate a large part of stress in my life and I will truly cherish the few things that i own.
Kelly Sutton, Cult of less.
We have to rethink our relationship to material posessions.
Just enough is more.
For many tools its not about owning but using.
Access is often better than ownership.
Do you really need your OWN printer?
There are several services as NeighboorGoods Zipcar CouchSurfing Velib mitfahrgelegenheit.de
Only the few things you use every day should be valuable high quality, the rest, do you really need it?
What do you own which has „idle capacity“ meaning big times of not using it.
If you have two couches couldn’t you share one (couchsurfing)
Design Challenges!!!
Multiple sim cards…can we personalize other objects?? Sharing something personalized??
Diversify Libraries
Open layers: give the raw data and create open Layers. Objects that are easily remixable.
Modular objects, you can take parts away and replace them.
Reconfigurable spaces. A room that can be a bedroom, a kitchen a living room?
Create things that become better through usage. Value trough use?
Get excited and make things.
Vortrag 6: Global Voices
Its a platform to spread information from different blogs in different countries and different languages.
Its what is happening in the world through the eyes of bloggers and Twitterers.
It is about the real story of what mass media show us. Inside jokes, topics that are not always serious but helpful.
The KFC Story shows that a single Blogger can make a change in the way we view another culture.
Twitter can change the view on politicians. The Twitter commentaries on Ghaddafis insane speeches where humorous but also a relief and a way of bonding with each other.
Global Voices focuses on the topics the blogosphere in a special country regards as important. Global Voices is more about translating and spreading than about reporting.
Sometimes its the media that does not care about what bloggers are reporting from the area where bad things happen.
My own opinion: Journalists should not only bash the social media as long as they themselves do only care about the top stories. Bloggers inform about stuff, we in some cases do not report at all.
We need to read about the world, not only about our little area of interest. Bloggers have also the possibility to share in between countries to spread inportant information first hand, unfiltered realistic.
Another issue for a blogging article: What is also important in Japan. Do not forget the people left homeless without a real future after the quake!
Rising Voices is another website to assist new blogging projects.
It is not about the amount of bloggers in a country. Even one Blogger can spread the word to the world and help a movement grow
Important support also takes place to citizen information projects that inform for example about corruption.
Threatened Voices is about crowd sourced information collection on threads and arrests of bloggers…
Global Voices Advocacy follows sentenced bloggers in different countries. We have the luck speak free. Others can’t. We need to help them…
Vortrag 7: Sharing vs Copyright
Ergänzend zu den Notizen vom Vortag.
Wir müssen uns ernsthaft die Frage stellen, ob wir das Internet evtl. ein zweites Mal „entwickeln“ müssen, da im Moment die Infrastruktur des Internets in den (kommerziellen) Händen der großen Internet Provider liegt. Wir haben das Netz bereits ein Mal gebaut. Wir können es auch ein zweites Mal bauen (Freifunk etc.)