Mario Sixtus Brief muss auch in die Holzmedien. Ein Spendenaufruf

Die deutschen Verleger fordern ein Leistungsschutzrecht. Mario Sixtus hat diese Forderung in einem offenen Brief entschieden zurückgewiesen.

Damit dieser Brief und damit das Thema aber auch von Seiten der Gegner des Leistungsschutzrechtes in den Holzmedien dargestellt wird, kam via Twitter die Idee auf, das ganze auch in Zeitungen abzudrucken.
Das kostet aber ne ordentliche Stange Geld.

Jetzt sammeln wir auf betterplace.org, um die entsprechende Summe zusammenzutragen und den Brief auch für die „Internet-Ausdrucker“ prominent in Tageszeitungen zu positionieren. Initiiert wurde die Aktion von Martin Oetting. Jeder Euro zählt, also helft alle mit!

Wikileaks: Amazon und Paypal zu boykottieren bringt nix aber…

Im Moment erbost sich die Internet Community ja massiv über die Sperrung des Spendenaccounts von Wikileaks bei Paypal und des Rauswurfs bei Amazon. Aber warum eigentlich? Hallo, das sind kommerzielle Unternehmen, bei denen unter anderem die Sicherheit der Kundendaten eine sehr grosse Rolle spielt.

Und im Moment ist in der Presse leider fast nur die Darstellung „USA und die Welt gut, Wikileaks böse“ zu sehen. Das macht auf den Durchschnittskunden, und das sind NICHT wir netzaffinen Webuser sondern der durchschnittliche ‚ich kann dieses Computerding grad mal benutzen“ User den Eindruck: Wer mit Wikileaks zusammenarbeitet ist des Teufels.  Der Normalbürger hört dauernd von Diebstahl seiner persönlichen Daten, von Trojanern, Viren und nun von einer Plattform, die vertrauliche Daten verschiedener Regierungen im Internet veröffentlicht. Hallo, da würde ich als Unternehmen mir auch überlegen, ob ich es alleine aus Marketinggesichtspunkten gut finde, wenn ich in einer meidialen Diskussion, die eindeutig unausgewogen auf Wikileaks basht, diesen Dienst bei mir haben wollte.

Wir haben hier ein ähnliches Dilemma wie bei Netzsperren und JMStV. Diejenigen, die sich intensiv mit dem Thema befassen, sehen, was falsch läuft, aber die breite Öffentlichkeit wird gezielt durch die Medien desinformiert und DAS sind die Kunden der Dienstleister.
Wir müssen, auch wenn ich weiss, dass das der schwierigere Weg ist, die Öffentlichkeit informieren, zeigen, wie wichtig Wikileaks ist, auf welcher Basis sein Gründer zur Zeit kriminalisiert werden soll (das Strafrecht von Schweden hinsichtlich Vergewaltigung ist keineswegs mit dem deutschen zu vergleichen sondern in teilen einfach hirnrissig)

Also bitte: Kein blinder und ach so einfacher Gutmenschenaktionismus. Lasst uns eher dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit beide Seiten kennenlernt. Genau diese Macht haben wir als Blogger nämlich!

re:publica 2011, die Voranmeldung läuft

Es ist soweit, seit heute kann man die Early Bird Tickets für die re:publica 2011 ordern, die vom 13-15. April erneut im Friedrichstadtpalast in Berlin stattfindet.
Also los, bucht, bloggt, verbreitet die Botschaft. Und ansonsten sehen wir uns im nächsten Jahr in Berlin. Meine Anmeldung ist schon erledigt, mein Early Bird Ticket hab ich bereits..

Das ZDF sieht einen Zusammenhang zwischen Bloggern und Köhlers Rücktritt

Am Mittwoch im Heute Journal:

Ich stimme zu, dass Blogs und Twitter eine erstaunliche politische Einflussnahme erreichen, aber doch wohl eher wenn es um Themen geht, die Community gerecht sind. Was das interessante ist, ist hier zum einen die Interaktion von Bloggern mit klassischen Medien um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Und zum anderen, der grundsätzlich kritische Tenor des Staatsfern.. aeh des ZDF, das ja erwiesenermaßen zunächst einen hervorragenden Journalisten (Brender) und dann einen herausragenden und extrem fundiert recherchierenden Kabarettisten (Schramm) rauseckelt. Ist da etwa jemand im CDU Lager beleidigt über so viel politische Einflussnahme, dass gleich entsprechende Feature fürs ZDF beauftragt werden?
Dazu kann ich in Memoriam Zensursula nur wiederholen.
„Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären unpolitisch“ ? Sollte der Zusammenhang zwischen diesem Twitterposting und dem Abgang Köhlers tatsächlich bestehen zeigt mir das vor allem eines. In der neue n Zeit, mit den neuen sozialen Medien verschieben sich die Machtverhältnisse. Und zwar gewaltig.