Der Livescribe Pen in Version 3 ist ein Rückschritt

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Bildquelle: Livescribe

Die Technik fand und finde ich spannend, die hinter den Stiften von Livescribe steckt. In der neuesten Iteration sieht der Stift zwar noch stylischer aus, aber was die Technologie angeht, ist er ein Rückschritt. Die Idee der Version zwei, sich via WIFI direkt mit dem Netz zu verbinden und so Notizen UND Sprachdaten im Netz ablegen zu können (Stichwort Evernote) empfand ich als brilliant.

Iteration 3 hat für mich aber einen Denkfehler. Nun nimmt nicht mehr der Stift die Sprache auf, sondern dazu muss ich ihn mit einem Tablet oder Smartphone via Bluetooth koppeln.

Nun war für mich der spannende Aspekt aber gerade, dass ich kein Device extra brauche, um digitale Notizen machen zu können. Der neue Stift ist insofern technologisch für mich nicht mehr attraktiv, denn wenn ich schon ein Smartphone mit mir führen muss, warum dann nicht gleich eines mit Notizfunktion (Stichwort: Mein Note 3) oder wenns mehr Platz sein soll, ein Tablet mit Stiftfunktion.

Hier geht man meiner Ansicht nach einen Irrweg, denn anstelle den Stift an sich aufzuwerten entfernt man eine Schlüsselkomponente und lässt diese „unkontrolliert“ über Smartphones erledigen, die bekanntermaßen von ganz unterschiedlicher Aufnahmequalität sein können.

Sicher wird sich auch für diesen Stift ein Markt finden, aber ich kann hier nur wärmstens empfehlen, sich Version 2 in der WIFI Variante anzusehen. Das ist der Stift, wie ich ihn als optimal empfinde.

 

 

Amazon startet die Leihbibliothek in Deutschland

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Jetzt ist es soweit, man kann bei Amazon, so man denn eine Prime Mitgliedschaft hat nun auch auf die Leihbibliothek zugreifen und sich ein Buch pro Monat kostenlos ausleihen. Allerdings ist das Angebot an Leihliteratur im Moment noch extrem überschaulich, bekannte Bücher oder aktuelle Bestseller sind überhaupt nicht verfügbar und was bislang angeboten wird sieht mir sehr nach „Ramschliteratur“ aus bis auf ganz wenige Ausnahmen. Schauen wir mal, wie es sich weiter entwickelt! Was ich als Leihbuch empfehlen kann ist der erste Teil der „Legende der Weltentaucher“ von Hilke-Gesa Bußmann. Wirklich ein lesenswerter Start einer mehrteiligen Serie.

Das Literaturcafe über die Tagebücher des Samuel Pepys

Bin gerade krank im Bett, deshalb zur Zeit keine neuen Artikel: Daher in der Zwischenzeit ein Link zu einer Rezension meiner aktuellen Lieblingslektüre, den Tagebüchern des Samuel Pepys in der vollständigen Übersetzung von Haffmanns/Tolkemit,
mein Fazit vorneweg. Absolut gelungen, bin jetzt im Juni 1661 angekommen. Es ist, als wäre man direkt dabei, Charles der II würde gerade zum König von England gekrönt, Pepys beginnt, sich in seinem Leben einzurichten und auch der Lebemann blitzt langsam durch. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen, das ganze lässt sich erstaunlich flüssig lesen und ist wie ich finde ein einmaliges literarisches Zeugnis der damaligen Zeit und einfach ein grosser Lesespaß für jeden, der sich auch nur ein wenig für authentische Geschichte aus erster Hand begeistern kann.