Hyperspezialisierung als Trend der Zukunft?

Laut Harvard Business Manager steht das Zeitalter der Spezialisten bevor.

Das erwarte ich auch, wenn ich mir die Entwicklung gerade in den Wissensberufen ansehe. Immer komplexere Systeme verlangen immer mehr Wissen. Da kann der einzelne zwangsweise nur einen kleinen Teil abdecken.

Das soll aber nicht heißen, dass ich die Fachidiotie in Höchstform erwarte. Vielmehr wird es so sein, daß von Projekt zu Projekt sich Talente zusammenfinden, die sich in einem bestimmten Bereich des ganzen hervorragend auskennen oder willens sind, sich genau hier einzuarbeiten und übernehmen dann nur eine ganz kleine definierte Microaufgabe, wie z.B. Debugging, Coding einer Oberfläche oder Texterstellung.

Das kann von Projekt zu Projekt variieren bedingt aber eines. Endlich ein Abschied vom Denken in Arbeitszeit. Hier wird nur noch das Arbeitsergebnis relevant. Und durch Hyperspezialisierung kann ein Experte in einem Gebiet parallel in vielen Projekten agieren.

Insofern eine interessante wenn auch für das Management bedrohlich Vorstellung, da dies auch viel mehr Freiräume für den Mitarbeiter bedingt, der quasi angestellter Freiberufler ist und sich auf so etwas wie einer Talentbörse mit seinen Fähigkeiten melden kann bzw. nach entsprechenden Microaufgaben suchen.

Das interessante für mich: Es ist nicht mehr relevant, welche Titel jemand hat, welche Zertifikate, sondern ob er die gerade wichtige Microaufgabe erledigen kann. So kann jemand, der eigentlich Softwareentwickler ist, aber ein Talent für eine Fremdsprache hat, eine Microaufgabe im Bereich Übersetzung übernehmen. Wieder jemand anderes kann z.B. Fehler im Code bereinigen, obwohl er eigentlich Designer ist, weil er sich gerade für diese Programmiersprache begeistert. Damit kommen auch versteckte Talente in einem Unternehmen zum Vorschein. Ein wichtiger Punkt, gerade heute mit der Diskussion um den „War for Talents“.

Studie belegt: Feste Arbeitsplätze werden unattraktiver

Mein eigner "Mobile Workplace".. Zumindest als Blogger

Interessant, was Cisco da bei einer Umfrage herausgefunden haben will. So denn die Ergebnisse repräsentativ sind, werden sich die Personaler in der Zukunft damit konfrontiert sehen, dass freier Zugang zum Internet, flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte und generell höhere Freiheitsgrade für die nachwachsende Generation von Arbeitnehmern immer wichtiger werden.

Das ist auch das, was ich schon seit längerem propagiere. Die festen, ortsgebundenen Arbeitsplätze werden immer mehr von mobilen Arbeitsplätzen verdrängt. Nur noch jene, die quasi durch die Art der Arbeit an einen Ort gebunden werden, bleiben übrig (z.B. Produzierendes Gewerbe).

Sehen wir mal, wie lange es noch dauert, bis sich dieses Bewußtsein auch wirklich etabliert und nicht nur gerne gelieferter aber nicht ernst genommener Allgemeinplatz bleibt.

Wo bleibt denn da der Sinn? Arbeit ohne Sinn oder Sinn neben der Arbeit?

Die Zeit titelt aktuell: Weniger Stress, mehr Sinn.. Eine eigentlich berechtigte Frage, die man aber zumindest als Arbeitnehmer und als Konsument nicht stellen durfte. Darf man es eigentlich heute? Ich wage es zu bezweifeln.

Technik ist nicht per se schlecht. Aber sie soll das Leben leichter machen, nicht komplizierter.

Denn seien wir doch mal ehrlich. Vieles unseres Konsumentenverhaltens und vieles, was in der Wirtschaft geschieht, kann man schon seit langem nicht mehr mit einer tieferen Sinnhaftigkeit erklären.

Immer mehr Burnouts immer mehr Klagen über sinnentleerte Tätigkeiten, reines Profitstreben oder immer höheren Leistungsanspruch bringen Menschen dazu, das System als ganzes zu hinterfragen. Auch die Bankenkrise hat hier ihr Schärflein dazu beigetragen durch Banken, die Profite sofort in die eigene Tasche stecken und Verluste viel lieber vom Staat, also vom Bürger bezahlen lassen.

Eine Kultur der Spitzenleistung vergisst leider viel zu oft, dass niemand Spitzenleistung auf Dauer ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen liefern kann. Selbst Spitzensportler benötigen Ruhephasen. Und was ist so schlimm an einer konstant guten und völlig ausreichenden Leistung, wenn dadurch Gesundheit und Motivation des Einzelnen viel besser geschützt werden.

Aber erst durch die Wiederholung der Krise, durch die Offenbarmachung der Unbelehrbarkeit einer Wirtschaft, die Gewinn und Shareholder Value vor alles stellt, wagen wir es, in der Öffentlichkeit über Themen laut nachzudenken, für die wir vor kurzem noch als Kommunist abgestempelt, und mit der Frage konfrontiert worden wären, ob wir denn die DDR wieder haben wollen.

Es geht aber vielmehr darum, dass immer mehr Menschen ein System hinterfragen, das offensichtlich materielle Werte und im Moment gar immaterielle, virtuelle Werte wie Börsenkurse vor das Glück derer stellt, für die die Wirtschaft eigentlich da sein sollte. Wirtschaft zum Selbstzweck mag ja manchem Manager gefallen, der sich von Chefsessel zu Chefsessel hangelt, stehts nur bestrebt, den Gewinn zu steigern, wenig interessiert daran, wie es den Kunden, geschweige denn den Mitarbeitern dabei geht.

Das jetzt die Wirtschaft zu spüren bekommt, was für Auswirkungen es hat, wenn man eine Kultur und eine Denkweise propagiert, die den vereinzelten Humanressourcenlieferanten vor gesellschaftliche Werte wie Zusammenhalt, nachhaltiges Wirtschaften, Familie und Bildung stellt, das war zu erwarten.

Pech nur, dass gerade jetzt der Einzelne darüber nachzudenken beginnt, ob er die Prämissen der Wirtschaft nach stetigem Wachstum, nach immer mehr Besitz überhaupt mitzutragen bereit ist. Denn die Frage, wofür das ganze kann die Wirtschaft nur mit Blick auf das eigene Unternehmen, nicht aber auf die Gesellschaft beantworten, zumindest nicht mehr, seit durch Börsencrashs, Immobilienblasen und Finanzmarktkrisen offensichtlich geworden ist, dass schon seit längerem nur noch des Profits wegen gewirtschaftet wird.

Für mich werden sich in den kommenden Jahren deshalb zwei grosse Megatrends ganz deutlich etablieren. Zum einen wird, auch bedingt durch eine Verlagerung des Marktes von einem Arbeitgebermarkt hin zu einem Arbeitnehmermarkt der einzelne viel selbstbewusster fragen: Will ich den ganzen Stress, will ich eine Karriere, unter der meine Familie, mein Privatleben leidet? Brauche ich all den Plunder überhaupt?

Warum ist so etwas wie Stockbrot am Lagerfeuer so "schön". Es ist einfach.

Zum anderen wird man erleben, dass gerade die gut ausgebildeten, gefragten Bevölkerungsschichten, also gerade diejenigen, die in der kommenden Wissensgesellschaft gefragt sein werden immer mehr die eine, wirklich interessante Frage stellen werden: Was macht meine Tätigkeit für einen Sinn? Muss ich meine Existenz überhaupt aus dem Beruf definieren? Bin ich wirklich ein besserer Mensch, wenn ich täglich Überstunden schiebe und Gesundheit und Privatleben für den Beruf opfere? Wir werden etwas erleben, das die ZEIT mit dem Begriff des Downshifting bezeichnet. Nicht mehr alleine für den Beruf leben, Sinn nicht mehr aus dem Beruf definieren, sondern sich viel mehr eigene Freiräume für Projekte und Tätigkeiten schaffen, die einem wirklich am Herzen liegen oder auf der Seele brennen.

Auch das ist meiner Ansicht nach ein sehr wichtiger Aspekt des Arbeitsplatzes der Zukunft. Gute Leistung bedingt auch ein gutes, leistungsförderndes und motivierendes Umfeld. Der Mensch ist mehr als Kostenfaktor und mehr als Humanressource.
Und spätestens in der immer verwobeneren, vernetzteren Welt der sozialen Medien wird die strikte Trennung zwischen Arbeitnehmer, Kunde und Privatperson sich auflösen. Spätestens dann ist es dringend angeraten, auch die Sinnhaftigkeit und die Arbeitsmotivation in den Vordergrund zu rücken.

 

 

 

 

Mein Fazit vom Social Business Jamcamp der IBM: Es hat gerockt (oder besser, gejamt)

Die Bühne, auf der auch ich vortragen durfte. Ja, die war auch in Real so stylisch.

Am 20. Oktober war auch ich dabei beim Jamcamp der IBM. Als Zuhörer aber auch als Vortragender. Spannende Themen rund um die Möglichkeiten einer mobilen Arbeitswelt und Crowdsourcing als gänzlich neuer Aspekt der Arbeitswelt von morgen haben mich doch stark darin bestätigt, mich weiterhin intensiv mit dieser Fragestellung zu befassen.

Und ja, wir haben technologisch heute die Möglichkeit, komplett unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten. Aber es bedarf eines Kulturwandels, der, wie mir Diskussionsteilnehmer bei meiner Breakout Session dankenswerterweise aufgezeigt haben, weit über die Arbeitswelt hinaus gehen muss. Arbeit muss völlig neu bewertet werden und gesellschaftlich mehr nach ihrem Effekt denn nach der aufgewendeten Zeit gesehen werden.

Ich live während meines Vortrags
Ich live während meines Vortrags - Foto: Netmedianer

Und was ich ebenso mitgenommen habe: Der Kunde hat durch die sozialen Medien immer mehr Relevanz für die Entscheidungen des Unternehmens.

Es genügt nicht mehr, Fans auf Facebook zu sammeln, viel wichtiger ist relevanter Content, der auch auf Augenhöhe geliefert wird. Marketing als Einwegkanal ist vorüber, jetzt ist echter Dialog gefragt.

Watch live streaming video from ibmwebcastgermany at livestream.com

Mein Vortrag ist ab 01:58 zu sehen.

Ansonsten kann ich der Orga für das gesamte Ambiente, die Settings, das Equipment für die Präsentatoren nur ein höchstes Lob aussprechen. Dank auch an @digialnaiv Stefan Pfeiffer für das erneute Vertrauen in mich als Vortragenden. Sehr gut gemacht. Ok, eine Anmerkung, aber die gabs ja schon öfter. Das nächste Mal muss definitiv der Twitter Nick auf das Namensschild.

 

Als wäre es für mich bereitgestellt worden 😉

 

Und zum Abschluss noch ein schönes Zitat aus meinem persönlichen Highlight des Tages, dem Vortrag von Gunter Dueck: „Nicht nur mehr Leute mit Abitur, sondern die Bildung eine ganze Stufe heben.“ Definitive Zustimmung von einem INFP (Die Zuhörer wissen, was gemeint ist ;))

Und eine persönliche Erkenntnis: Blogger sind INFP und suchen nach Relevanz/Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wort zum Samstag: Arbeit mal Zeit ist die falsche Rechnung

Interessantes Video „auf ein Wort“, zum Thema Präsenz und Anwesenheitspflicht. Es geht ums Erreichen und Zielen.
Völlig richtig. Und es ist eine faule Ausrede, dass man dann Kontakte verliert oder sich nicht mehr sieht. Das sind die Schwarz- Weiß Denker, die nicht verstehen, dass jeder individuelle Modelle nutzen kann. Leistung ist wichtig, nicht Anwesenheit. Ich bin gespannt, wie lange ich das noch predigen muss, bevor es in der breiten Öffentlichkeit ankommt.
Natürlich wird es weiterhin Arbeitsplätze geben, an denen man permanent anwesend sein muss, aber die Mehrzahl der Menschen arbeitet schon heute in sogenannten Wissensarbeiterberufen. Und sie gehen immer noch morgens ins Büro, sitzen über Stunden am Schreibtisch vor dem PC und treffen sich wenn überhaupt ab und zu zu Meetings. Das könnten wir auch anders haben, aber dazu müsste sich in vielen vor allem Managementköpfen etwas wandeln. Und vor allem braucht es mehr Vertrauen in die Mitarbeiter.
Denn für mich ist eins ganz klar: Wer glaubt, dass Arbeitnehmer grössere Freiheit bei Arbeitszeit und Arbeitsort negativ ausnützen würden, der hat ein echtes Vertrauensproblem und bekommt in Konsequenz auch genau solche Reaktionen. Wie man in den Wald ruft…….

Hier das Video nur als Anregung. Wir sprechen hier nicht von Wunschträumen sondern vom Vorgehen einer erfolgreichen Agentur!

(Thanx @luebue fürs nochmal dran erinnern)

Blogparade: Zeig mir deinen (mobilen?) Arbeitsplatz

Hallo,

weil es mich gerade sehr umtreibt, wie wir in Zukunft arbeiten werden, würde mich mal interessieren, wie diejenigen, die heute schon mobil bzw. „anders“ arbeiten als die Mehrheit der Bevölkerung ihren Arbeitsplatz eingerichtet haben.

Am besten ein Bild vom Arbeitsplatz, und wenn ihr Lust habt, noch folgende Infos dazu:

Beschreibe kurz das besondere deines Arbeitsplatzes.

Wie viel Zeit verbringst du dort?

Was ist das wichtigste auf/an deinem Arbeitsplatz?

Wie viel Papier bewegst du dort noch?

Was hättest du  noch gerne erwähnt.

 

Hier schon mal mein Beitrag:

 

Beschreibe kurz das besondere deines Arbeitsplatzes.

Wie viel Zeit verbringt ihr dort?

 

Ich besitze in meiner Denkweise drei Arbeitsplätze.

Zum einen meinen Tagesbüroarbeitsplatz, der eher funktional eingerichtet ist:

Eher schlicht in der Einrichtung, mein Büroarbeitsplatz

 

An ihm verbringe ich am Tag in etwa 7 Stunden, unterbrochen nur von Meetings und Gesprächsterminen.

Dann wäre da mein semiprivater Arbeitsplatz zu hause als Blogger:

Dort arbeite ich im Schnitt 1-2 Stunden pro Tag (privater Papierkram, Blogbeitrag recherchieren, Blogbeitrag schreiben (ich schaue sehr selten fern).

und last but not least, mein mobiler Arbeitsplatz, den ich eigentlich rund um die Uhr bei mir habe.

Hier steckt alles drin, was ich fürs mobile Arbeiten brauche. Notebook, Tablet/Netbook, Zubehör und Notfallnotizblock

 Was ist das wichtigste auf eurem Arbeitsplatz?  

Das wichtigste für mich an meinem Arbeitsplatz ist der direkte elektronische Zugriff auf all meine Informationsquellen. Ich möchte stets Zugriff auf alle meine Informationen haben, weshalb die meisten meiner eigentlichen Arbeitsunterlagen virtuell im Netz abgelegt sind und gar nicht mehr in Papierform existieren.

Wieviel Papier bewegst du dort?

Am Büroarbeitsplatz befindet sich noch immer meiner Ansicht nach zu viel Papier, da ich oft noch merke, dass es das Vorurteil gibt, nur wer Papier mit sich trägt, arbeitet auch wirklich. Ich versuche für mich aber so viel Papier wie möglich zu vermeiden.

Privat bewege ich eigentlich nur noch die Post, die ich bearbeite, alles andere läuft weitestgehend digital. Gleiches gilt für meinen mobilen Arbeitsplatz

Was hättet ihr noch gerne erwähnt.

Mein Traum wäre, alle drei Arbeitsplätze zu einem ultramobilen Arbeitsplatz zu vereinen. Technisch zwar schon möglich scheitert das aber bislang immer noch an diversen äußeren Gegebenheiten, die ich aber nach und nach zu verändern suche.

Scheint übrigens ein interessantes Thema zu sein, denn auch Webmasterfriday ruft zu so einer Aktion auf, also los. Zeigt her eure Arbeitsplätze.
 

 

 

Wir sind nicht alle gleich, ein Plädoyer für das Individuum am Arbeitsplatz

Mein "individueller" Arbeitsplatz als Blogger und Autor, ob er so auch im Büro aussehen dürfte? Ich glaube nein.... Schade...

Immer wieder gerate ich in Diskussionen, wie man richtig zu arbeiten hat. Da wird Getting Things Done propagiert, oder der leere Schreibtisch, da fordert der Chef, dass man ihm regelmässige ToDo Listen vorlegt, weil er einem nicht glaubt, dass der digitale Assistent das für einen erledigt (nein kein Witz, mir vor einiger Zeit selbst passiert). Man bekommt die optimale Höhe des Tisches, des Lichts, des Monitors vorgeschrieben (wobei sich das oft von Jahr zu Jahr ändert, abhängig davon, welche wissenschaftliche Sau gerade durch die pseudowissenschaftlichen Medien getrieben wird). Auch verschiedenste Tipps, wie man seinen EMail Eingang am besten sortiert, werden gegeben (wobei es bereits Studien gibt, die behaupten, die Sortierung würde nur Arbeitszeit kosten. Aber vielleicht gehört das bei manchem zum Prinzip? Ordnung schaffen, um auf eine sozial anerkannte Art zu prokrastinieren?? )

Ich sage, der optimale Arbeitsplatz ist derjenige, den ich nach MEINEN Bedürfnissen gestalten kann. Bei mir ist dieses Bewußtsein schon deshalb so ausgeprägt, weil ich als Linkshänder quasi permanent mit schlecht eingerichteten Arbeitsumgebungen zu kämpfen habe. Egal wo ich bin, egal was ich bediene, ich muss es zunächst für mich als Linkshänder umbauen. Dazu kommt noch, dass ich relativ gross bin und eine sehr gute Nahsicht habe. Also steht bei mir alles sehr viel höher und ich schätze auf den Display kleine Schriften. Auch dafür habe ich schon das eine oder andere „Wie kannst du so bloss arbeiten“ geerntet. Da frage ich mich dann immer, wie anders? Das ist meine optimale Einstellung, die ich im Laufe der Jahre gefunden habe. Aber nein, es muss so sein, wie es der Standard vorgibt. Dabei trifft der Standard meist nur wenige wirklich.

Ich war schon immer auch elektronisch organisiert, eine Arbeitsmethode, die mir lange Zeit Unverständnis und Misstrauen eingebracht hat.

Auch was die Hardware angeht, plädiere ich für ein weitgehenderes „Bring you own device„. Meine Termine organisiere ich schon seit über 15 Jahren nicht mehr auf Papier sondern elektronisch. Allerdings kann ich meinen privaten und meinen beruflichen Kalender, gerade weil es zwei getrennte Infrastrukturen sind nicht synchronisieren. Das bedeutet einen permanenten Doppelaufwand, will ich private Familien- und berufliche Termine koordinieren.

Wir sollten gerade in Zeiten, in denen uns die Technik so viele Möglichkeiten zur individualisierten Zusammenarbeit bietet, endlich das Individuum auch als Arbeitgeber mehr in seinem Arbeitsumfeld beachten. DEN optimalen Arbeitsplatz für ALLE gibt es nicht, es gibt nur den Arbeitsplatz, den sich jeder nach seinen Bedürfnissen optimal einrichtet. Und bitte, kommt mir nicht mit diesen „Effektiv Arbeiten in 24 Stunden“ oder „So schaffen Sie mehr, in weniger Zeit“ Ratgebern. Die machen, wenn man sie so anwendet, wie es manche Autoren oder auch Chefs sich vorstellen, die ihren Untergebenen diese Bücher angedeihen lassen, das ganze nur noch schlimmer. Denn wer kann denn eigentlich sicher sein, dass seine Methode für andere ebenso gut funktioniert. Ich habe schon hinreichend viele Studien und Gegenstudien erlebt um zu wissen, dass der beste Entscheider für die eigene Produktivität man selbst ist. Ich zum Beispiel brauche einen persönlichen Arbeitsplatz, der nicht einfach nur kalt und funktional ist, andere wiederum wollen nichts was sie stört.

Lasst uns effektiver und effizienter arbeiten, in dem wir alle so arbeiten, wie es für das Individuum am besten ist.