Warum das Netzsperrengesetz gut war

Warum? Nun, weil es das Netz als Meinungsbildner und Kontrollinstanz in den Fokus gerückt hat. Plötzlich mussten Medien und Politik feststellen, dass es da nicht nur Freaks und Computergeeks gibt, sondern auch politisch interessierte und durchaus differenziert und kritisch denkende „normale Menschen“ gibt.

Und jetzt dieser Erfolg. Man mag behaupten, was man will, aber die Petition von Franziska Heine, die unglaubliche und schnelle Reaktion und Teilnahme der Community und die daraus resultierende wachsende Kontrollinstanz im Netz hat mit Sicherheit in den letzten zwei Jahren eine ganze Generation von Digital Residents politisiert. Wer weiß, welchen Einfluß dieses Gesetz auf Ereignisse wie Stuttgart hatte, wo plötzlich die Videos der Demonstranten ihren Weg in die Nachrichtenmagazine der öffentlich rechtlichen fanden.

Und heute abend, zum Bericht des ZDF im Heute Journal, der übrigens an prominenter Stelle und nicht wie damals unter ferner liefen gesendet wurde, wurde die Netzgemeinde als die wachsame kritsche Stimme dargestellt, wurden Tweets und Facebookeinträgte gezeigt. Das Netz hat eine Stimme bekommen, auch die Politik muss sich sagen lassen, jetzt agiert auf Augenhöhe, die Zeiten der arroganten Regierung von oben sind vorbei.

Und ein besonderer Dank an Franziska Heine, den AKZensur und alle, die in diesen zwei Jahren gegen eine Zensurinfrastruktur und für den Schutz der Opfer gekämpft haben. Auch Mogis (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) darf hier nicht vergessen werden. Ihr habt grosses erreicht und eine ganze große Netzgemeinde mit politisiert. Guttenplag war erst der Anfang. Oder wie in der Zeit des Kampfes gegen dieses irrsinnige Gesetz so schön formuliert wurde: Ihr würdet euch noch wünschen, wir wären nicht politisch!

Wir dürfen uns aber nicht zu lange auf den Lorbeeren ausruhen. Die Politik hat erkannt, dass aus der Netzmeinung schnell eine blosstellende Dynamik entstehen kann. Sie werden sich nicht so leicht auf die Finger schauen lassen. Oder wie ich schon auf Facebook getextet habe: „Was war der Deal“? Machen wir weiter, informieren wir die Öffentlichkeit, beobachten wir weiter, was die Politik rund ums Netz reglementieren will. Denn das war noch nicht alles. Da bin ich mir sicher!

In einer Woche gehts los: die re:publica 2011 #rp11

Man könnte es auch das Klassentreffen der deutschen Blogger Community nennen. Volles Programm, interessante Abendveranstaltungen und die eine oder andere „Invite only“ Party am Rande der re:publica werden wieder für viel Kontakte, Erfahrungsaustausch und neue Ideen sorgen.
re:publica 11

Wer mich suchet, der findet mich entweder so, oder mit einem T-Shirt bekleidet, auf dem vorne wie hinten "@bicyclist" prangt 😉

Mein Zeitplan für die drei Vortragstage ist voll gepackt, wobei die eine oder andere Session noch immer mit einem ebenso spannenden Paralleltrack konkurriert.

Werde auch dieses Jahr wieder im „damit ihr mich auch erkennt“ Outfit auftauchen. Erste Treffen sind auch schon geplant und unter anderem sind für mich die Sessions von Gunter Dueck, Sascha Pallenberg, Richard Gutjahr, Constanze Kurz, Stefan Pfeiffer, Mario Sixtus und Leander Wattig meine Highlights und persönlichen Tipps meiner drei Tage in Berlin.

Und natürlich wird auch wieder vorgeglüht am 12. ihr wisst ja schon wo.

Und danke nochmal an Sascha für die Einladung.. I will be there.

Für alle, die nicht dabei sein können, aber dennoch mitverfolgen wollen, am besten auf Twitter dem Hashtag #rp11 folgen und auf der HP vorbeischauen. Zumindest die Vorträge aus dem Friedrichstadtpalast werden live gestreamt!

Und natürlich werde ich bei interessanten Themen auch live bloggen und hier Zusammenfassungen der spannendsten Thesen und Ideen sowie meine Kommentare, Fotos und Meinungen abliefern. Wir lesen/sehen/twittern uns.

Und mit ein paar coolen, netten, bösen, lieben oder whatsoever Bloggern gehts am 14. ins NetShelterHaus zur „Tech Influencer Party“. Ich habe den dumpfen Verdacht, das könnte gut werden 😉 Robert Basic, Sascha Pallenberg, Dirk Baranek, Oliver Gassner und Johnny Haeusler sind nur einige der Anwesenden bei diesem #re:publica invite only offsite Event. Sponsor ist das Techblog-Netzwerk NetShelter Technology Media.

Das Netz vergisst nicht. Oder doch?

Papier ist geduldig, aber wie geduldig ist das Web?

Die TAZ titelt: Das verschwundene Web. Und sie trifft da einen Punkt, der mich schon länger beschäftigt.
Alle die Klagen darüber, dass das Netz nichts vergisst, waren für mich schon lange nur die halbe Wahrheit. Seit 1991 betreibe ich verschiedenartige Homepages im Netz und von den Seiten existieren heute nicht einmal mehr Backups. Mein weitester Rückgriff geht gerade mal 2 Jahre zurück und beinhaltet die Texte, die ich auf unserer aktuellen Homepage eingebaut habe.

Nun vermisse ich den „alten Content“ nicht, haben ihn gar bewußt löschen lassen. Aber was ist mit dem neuen Trend zur „Cloud“? Wer garantiert mir, dass nicht morgen ein Datengau, oder auch einfach die Insolvenz des Dienstleisters mir von heute auf morgen den Zugang zu meinen Daten sperrt? Wie sichere ich mich hier ab? Muss ich tatsächlich stehts mit mehreren Diensten parallel fahren oder ggf. doch noch lokale Backups vorhalten, die eigentlich ja die Idee des Cloud Computings konterkarieren.

Ob die drei in 10 Jahren noch alle Daten beisammen haben?

 

Wir brauchen neben den hochgejubelten technologischen Konzepten der Cloud auch neue Verfahren, um auch im Falle von Insolvenzen oder dem Verschwinden eines Providers oder Dienstes meine Daten zumindest für einen bestimmten Zeitraum wiederherzustellen. Und hier rede ich weniger von technologischen Verfahren als von Rechtsansprüchen auf Weiterbetrieb eines Dienstes, ggf. auch von automatisierten Migrationsverfahren.

Meine papierenen Dokumente zu hause sind relativ sicher, die CDs, sofern sie Backups haben auch. Aber die Cloud und deren Datenpools können sich mir von heute auf morgen entziehen. Was dann? Wo liegt dann mein Backup? Natürlich kann ich wieder selbst für die Backups meiner Webdaten sorgen. Aber auch hier wird eigentlich die Idee des Datenoutsourcings konterkariert, wenn ich diese Dinge wieder selbst absichern muss. Und das so etwas passieren kann wissen wir alle nicht erst, nachdem Google hundertausende von EMails verloren hat.

Sicher kommen jetzt wieder Anmerkungen in Richtung: „Wer keinen Backup macht, ist selber schuld.“ oder auch  „Wer der Cloud vertraut, hats nicht anders verdient.“ Alles wohlfeile Argumente, die aber nur für die technophile, die erfahrene Community gilt. Wir dürfen nie vergessen: Der Durchschnittsuser will sich um so etwas wie ausfallende Dienstleister, Gefahren der Cloud nicht kümmern. Und er hat recht. Denn für ihn muss wie bei jeder Technologie gelten, sie muss das Leben erleichtern und darf nicht viel Zeit kosten.

 

Der selbstverliebte IT Crowd

Ich nutze Linux, aber auch Windows. Ich mag zwar keine Apple Produkte, rate aber durchaus manchen dazu, die daraus Nutzen ziehen können.

Was uns als Technophilen, Softwareentwicklern, Informatikern oder generell als mit IT Großgewordenen und von der IT Ernährten fehlt ist das Verständnis dafür, dass „denen da draußen“ unsere ganzen Technikdispute ob nun Windows oder Mac, ubuntu oder Debian besser ist, herzlich egal sind.

Genau so wie es mich überhaupt nicht interessiert, was in dem Flatscreen TV für eine Hardware steckt, genauso, wie ich nicht wissen will, wie der Motor unseres Familienvans genau aufgebaut ist, so interessiert sich die grosse Mehrheit der Bevölkerung weder für unsere philosophischen Grabenkämpfe ob des besten Betriebssystems oder auch für unser Kopfschütteln ob des Desinteresses an Facebook, Chat oder Twitter.

Wir sollten uns stets bewusst sein, der große Teil des Weltgeschehens könnte auch ganz gut weiterlaufen, wenn wir alle anstelle von Windows mit Mac oder Linux arbeiten würden.

Gute Technik muss funktionieren. Mehr will der Kunde auch gar nicht wissen, und mehr sollte auch gar kein Thema sein. Auch für unsere Themen gilt, relax, locker bleiben, einfach leben und leben lassen.

Wer Windows User öffentlich als dumm beschimpft, wer jedem versucht klar zu machen, warum er ein IPad braucht/nicht braucht, der hat übersehen, dass es wahrlich wichtigere Themen im Alltag gibt. Wenn mein Windows PC das tut, wofür ich ihn brauche: Gut. Wenn das auch ein Linux oder MAC Rechner kann, so what? Wir mögen uns trefflich darüber streiten. Den Durchschnittsnutzer interessiert nur: Kann ich es bedienen, kann ich es mir leisten, funktioniert alles. Nicht weniger, ABER auch nicht mehr.

Update: Was hier natürlich nicht vergessen werden darf, es gibt auch immer noch eine hohe Berechtigung für „simple“ Papierorgasysteme. Dazu gibt es bei der Getting Things Done Times (einer auch sonst sehr lesenswerten Seite) einen schönen Artikel mit dem Titel „The case for paper-based productivity„. Quintessenz für mich. Manchmal kann es am effektivsten sein, auf Technologie ganz zu verzichten, wenn sie einen nur in neue Abhängigkeiten führt.

Update 2: Ähnliche Eindrücke wie ich hat man wohl beim Blog stadt-bremerhaven.de gewonnen, denn dort gibt es einen guten Artikel mit dem Titel „Wenn der mobile Hype anfängt zu nerven„. Lesenswert!

Betriebsräte und Social Media, zwei Welten treffen aufeinander

Enterprise 2.0 : Wie man IT und Betriebsrat gewinnt titelt ibusiness. Da würde ich gegen halten. Im Moment so gut wie gar nicht.
Vielen Betriebsräten ist das ganze Konzept von Social Media wider erwarten sehr fremd. Es geht um Teilen um Infoaustausch jenseits von Rollen und Titeln. Aber gerade da haben viele Betriebsräte offensichtlich Schwierigkeiten. Was, wenn der Mitarbeiter a in sein Profil Skills stellt, die ihn zum Keyplayer machen. Was passiert dann mit den Mitarbeitern C-X ?
Und wer bestimmt, was der Mitarbeiter denn überhaupt online stellen darf?
Ähnlich mancher Führungsebene haben oft auch Betriebsräte echte Probleme mit dem Konzept der Selbstverantwortung. Wie oft habe ich den für mich geradezu irrsinnigen Spruch gehört: „Wir müssen die Mitarbeiter vor sich selbst schützen“. Da sage ich nur: Wie bitte? Jetzt bestimmen andere darüber, was ich von mir preisgebe, wie ich mich beruflich vermarkte? Dabei geht es dem Betriebsrat doch schon längst ähnlich wie den gesamten Managementbereichen. Wenn es verboten oder kontrolliert wird, geschieht es halt außerhalb der Firma, oder zumindest via Smartphone außerhalb der Firmen-IT.
Viele Mitarbeiter, die soziale Netzwerke auch für die Arbeit nutzen haben längst erkannt, dass sie dadurch effektiver an relevante Informationen kommen, schneller Hilfe finden und sich schlichtweg einfacher und effektiver vernetzen können.

Anstatt sich gegen die neuen Techniken mangels Wissen aufzulehnen und sie generell abzulehnen ist es längst an der Zeit, neben den Gefahren, auch die großen Nutzerpotentiale zu finden. Gerade Betriebsräte sollten wissen, dass Vernetzung das A und O ist. Entweder sie agieren zusammen mit Firmenleitung und Mitarbeitern mit einer positiven Grundhaltung, oder sie werden immer mehr abgehängt.
Die Aussagen die Gewerkschaften wie Verdi zu Urheberrecht und Datenschutz getätigt haben zeigen, dass es noch viel Aufklärungsarbeit bedarf, bis auch die Betriebsräte die Potentiale sozialer Netzwerke erkennen.
Wir sollten uns mehr darauf fokussieren, die Gefahren zu minimieren, anstelle eine ganze Technologie abzulehnen.

Vielleicht ist es aber auch die Grundsorge vor dem Kontrollverlust. Wenn der Mitarbeiter plötzlich selbst bestimmt, wie er im Internet agiert, wie er sich präsentiert und wie er das Netz nutzt, dann braucht er die Kontrollinstanz dort ja nicht mehr oder viel schlimmer organisiert und informiert sich an den per definitionem gesetzten „Fachleuten“ vorbei. So verlieren die Kopfmonopole ihre Bedeutung. Und das kann mehr schmerzen als jeglicher anderer Verlust an Einfluss.

Man sieht, auch hier ist es weniger eine Frage der Technologie als vielmehr ein Kulturwandel der Institutionen, der durch Social Networking bedingt wird. Die Technik ist nur Mittel zum Zweck. Aber eine Kultur des Tauschs, des „Sharing“ muss sich etablieren, damit die Technik auch genutzt wird. Starre Hierarchien und gestriges bürokratisches Denken machen Social Media Initiativen schon im Ansatz kaputt. Nur wenn „Social Media“ auch gelebt UND erlaubt wird, kann sich die Kultur etablieren und zu einem Gewinn für beide Seiten führen.

Vom moralischen Handeln und der Wirtschaftswelt

Eine kleine Revolution fand statt in Baden Württemberg, aber was steckt dahinter, dass plötzlich die Grünen zur zweitstärksten Kraft im Ländle wurden.

Ich denke, ein Schlüsselwort ist Moral. Wir alle wollen im Alltag im Einklang mit unseren Werten, unseren ethischen Normen, wollen moralisch handeln. Sicher, wir haben auch unsere Egoismen, aber letztlich wünscht sich jeder ein gerechtes und moralisch einwandfreies Handeln.

Und das ist meiner Ansicht nach, was im Moment auf allen Ebenen und in allen Institutionen als unvollkommen angesehen wird. Eine Regierung, die zunächst für Atomkraft ist, und weil die Bevölkerung sich über einen Supergau im fernen Japan sorgt plötzlich ein Moratorium einsetzt muss sich schon fragen lassen, hat sie zuvor ethisch vertretbar gehandelt, wenn jetzt doch noch mal eine Prüfung notwendig zu sein scheint? Wenn jetzt plötzlich sieben Kraftwerke abgeschaltet werden können, ohne dass es in Deutschland zu flächendeckenden Stromausfällen kommt.

Aber auch die Wirtschaft muss sich ethisch neu positionieren. Nicht nur, weil die Laufzeitverlängerung der AKWs den großen Konzernen fette Gewinne ihrer bereits abgeschriebenen Meiler einbringt.

Auch hier hat das Wahlergebnis gezeigt: Das reine Wirtschaftsdenken, wie es in Baden Württemberg unter Schwarz-Gelb vorherrschte (Hauptsache, die Arbeitsplätze sind sicher und der Wirtschaft gehts gut) weicht einer umfassenderen Betrachtung in die auch einfließt, dass die Wirtschaft zwar gefördert, aber nicht gefordert wird. Wer sich beklagt, dass die jungen Auszubildenden immer schlechter vorbereitet in die Ausbildung starten, der muss sich auch fragen lassen was er von einem Bildungssystem erwartet, das immer mehr totgespart wird und dessen Ansehen in der Gesellschaft immer weiter sinkt.
Und wenn wir uns über eine Verrohung der Sitten beklagen, dann sollten wir uns auch fragen, wo lernen die jungen Leute es denn? Ist es nicht so, dass gerade die nicht für die Wirtschaft direkt wichtigen Fächer immer mehr ins Abseits gedrängt werden? Bildung liefert auch ethische und moralische Grundwerte. Und das darf, gerade nach den unsäglichen Geschehnissen in der katholischen Kirche nicht alleine dem Religionsunterricht vorbehalten bleiben, der ja definitiv selbst mit moralischen Verfehlungen fertig werden muss.

Wir müssen den Fokus in der gesamten Gesellschaft wieder mehr auf eine Symbiose von Ethik, Moral und wirtschaftlichen Erfolg richten, anstelle alles nur noch dem Profit und Shareholder Value unterzuordnen.

Und das sehe ich als einen weiteren Marktvorteil und positiven Aspekt in der Diskussion um einen „War for Talents“. Auch an ihren ethischen Werten müssen sich Arbeitgeber immer mehr messen lassen. Wie vereinbar sind Familie und Beruf? Wie wichtig wird eine gesunde Balance zwischen beruflichen Aufgaben und Privatleben gesehen? Wie sind die Umgangsformen im täglichen Miteinander? Wird nur (Termin-) Druck ausgeübt oder haben Mitarbeiter auch Freiräume zum Durchatmen? Gerade in einer Zeit in der die kreativen, schaffenden Wissensarbeiter immer wichtiger werden, müssen die Firmen den Fokus deutlich mehr auf solche „weichen“ Faktoren richten. Gerade Wissensarbeit gedeiht nur dann gut, wenn auch das Umfeld stimmt.

Update: Und diese Erfahrungen kommen bei mir nicht aus dem luftleeren Raum. Zum einen habe ich meinen jetzigen Arbeitgeber auch wegen der Sozialleistungen gewählt zum anderen habe ich auch in Gesprächen mit neuen Kollegen oft als Argument auch gehört, dass mein Arbeitgeber eben auch familienfreundlich wäre (Gleitzeit, verschiedenste Arbeitszeitmodelle etc.) Man sieht also. Ist nicht so daherfantasiert sondern für viele auch junge Arbeitssuchende durchaus ein Kriterium!

Earth Hour 2011. Warum ich mitmache, obwohl es ökologisch nichts bringt

Earth Hour - Proudly Committed

Ich hab die Diskussion schon öfter geführt. Reiner Symbolismus. Sinnlose Aktion, bringt doch eh nix sagen viele.

Earth Hour 2011 am 26. von 20:30 bis 21:30 sollen alle Menschen die Lichter ausschalten.

Warum ich mitmache? Es geht mir um das Symbol. Darum, dass ich in dieser einen Stunde mit meinen Kindern über das Thema Energie, Umwelt sprechen werde.

Klar ist es einfacher, sich an so was nicht zu beteiligen, sich keine Gedanken zu machen darüber, wie es mit der Erde und damit mit uns weitergeht. Aber ich will nicht nur in den Tag hineinleben, ich will nicht, dass meine Kinder für die Sünden der Generation vor ihnen zahlen muss. Wobei, das werden sie jetzt schon müssen, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass die Last nicht all zu groß wird.

Und gerade Fukushima hat bei meinen Kindern viele Fragen aufgeworfen, hat sie immer wieder darüber nachdenken lassen, wie es den Menschen in Japan geht, was sie selbst tun können, damit so etwas  nicht wieder passiert.

Und ja, sie haben auch gefragt, warum die Menschen so dumm sind, solche Technologien zu nutzen.

Auch das wird Gesprächsthem am 26. sein. Und wenn dann nur ein klein bisschen Energiesparbewußtsein hängengeblieben ist, dann habe ich schon wieder einen kleinen Beitrag geleistet. Und immerhin haben alle Kinder auf eigenen Wunsch bereits LED Beleuchtung in ihren Zimmern. Weil die so toll Energie spart und dennoch gutes Licht gibt. Sag mir keiner, man könne nichts erreichen.

Wer die Welt verbessern will, sollte bei sich und im Kleinen anfangen. Die meisten behaupten doch nur „was kann ich denn schon tun“, weil sie damit vermeiden, wirklich etwas anzugehen, etwas zu verändern. Aber Leben ist Veränderung und ich will mich immer weiter entwickeln. Es gibt kein Alter, in dem man nicht noch etwas lernen könnte…. und sollte.

Übrigens wird die erste Minute dieses Jahr im Gedenken an die Opfer der Naturkatastrophe in Japan sein: