Barcamp Stuttgart 2011: Schon am ersten Tag sehr erkenntnisreich.

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Wieder ein Barcamp, bei dem die spannendsten Sessions parallel laufen. Schon jetzt, nach erst einem Tag kann ich definitiv sagen, es hat sich gelohnt. Hab wieder mal meine GTD Kenntnisse aufgefrischt, neue Einsichten zum Thema Apps für Kinder bekommen und gelernt, dass man mittlerweile sehr gut qualitativ hochwertige Texte aus Datenbanken von Programmen extrahieren lassen kann.

Ansonsten einfach ein Spitzenumfeld, sehr leckeres Essen, super Getränkeversorgung und auch die Lokation ist Spitze, von meinem Hotel aus nur ein paar Schritte.
Jetzt bin ich noch auf das Abendprogramm gespannt und was uns morgen erwartet.

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Mein Galaxy Tab 10.1 Reparaturfall: Das Tab ist schon fast beim Reparaturservice

Gestern nacht kam das Paket wohl an, kurz vor Mitternacht, ich gehe davon aus, dass es heute am Zielort ausgeliefert wird. Also knapp 2 Tage von Schwäbisch Hall bis zum Reparaturdienstleister von Samsung. Das hält sich noch im Rahmen, mit meiner Schätzung liege ich richtig, 4 Tage gesamte Transportzeit hin und  wieder zurück. Jetzt kommen die nächsten Tests: Wie lange dauert die Reparatur und weiß Samsung selbst über den Status Bescheid? Schliesslich kann man sich auf deren Webseite nach seinem Reparaturauftrag erkundigen.

Da wohl der Service das Paket erst heute bekommt, werde ich nach dem Barcamp nächste Woche mal eine Anfrage an Samsung richten, quasi als weiterer Test. Und ich werde weiter berichten.

 

The eagle has nearly landed. Nächste Woche dann der Gegencheck bei Samsung. Wissen die Bescheid darüber?

Update:

Und zur Ergänzung, weil die Frage aufkam. Als ich bei Samsung wegen der Schlieren unter dem Display anfragte, bekam ich folgende Antwort:

26.09.2011 13:40:51
Wir empfehlen Ihnen, Ihr Samsung Galaxy Tab zur Überprüfung an unseren
zentralen Servicepartner zu senden. Dieser wird die Reparatur an Ihrem
Tab vornehmen. An folgende Adresse ist das Tab zu senden:
Samsung Mobile Reparatur-Center
Heinrich-Hertz-Strasse 3c
14532 Kleinmachnow
Dabei müssen Sie folgendes beachten:
– Kopie des Kaufbelegs
– Kurze Fehlerbeschreibung
– Nicht im originalen Karton versenden
– Gerät mit Akku und Ladekabel
– Porto muss übernommen werden 

Stimmt eigentlich was Sascha Kraeling mich fragte: Warum muss ICH das Porto bezahlen, wenn es doch ein Garantiefall von Samsung ist?

 

 

 

 

 

Das ging schnell: Erster #fail beim Wartungsfall Galaxy Tab 10.1. Dhl lässt sich Zeit

Tja, ich wusste ja schon, warum ich Sendungsnachverfolgung und Versandversicherung gemacht hab. Nun ist das Paket wohl bei der Post aber wird offensichtlich dort zwischengelagert. Zumindest habe ich bislang einen ganzen Tag kein Statusupdate über irgendwelche Transportaktivitäten von Seiten der Post erhalten. Ok, ziehen wir also schon mal mindestens 4 Tage für den Versand ab. Seufz. Meine jetzige Prognose für die Dauer der Reparatur. Mind. 1 Woche.. Ich hoffe, es geht wirklich so „schnell“.

DHL hat Zeit, ich aber nicht. Mein Paket mit dem Galaxy Tab 10.1 liegt nun schon einen Tag im Startpaketzentrum....

Apple klagt in Australien, weil Samsung Kunden verführt und Konkurrenz ist!

Guck mal Mami Apple, da links liegt das böse Galaxy Tab 10.1, mach, dass das weg geht..

Das ist kein Scherz: Laut einem Artikel von Golem klagt Apple in Australien auf einen Verkaufsstop des Galaxy Tab 10.1 mit der Begründung (Zitat Golem): „Mit drastischen Worten hat Apples Anwalt vor einem australischen Gericht die Ängste seines Konzerns vorgetragen: Das Galaxy Tab 10.1 werde den Markt „mit der Wucht einer Feuerspritze treffen.“ Außerdem wirft der Anwalt Samsung vor, mit seinem Tablet Anwender zu „verführen“. Apple-Anwender würden sich in kürzester Zeit dem Android-Tablet zuwenden.“

Haaaaallo. Das nennt sich freier Markt. Wenn ich halt das Galaxy Tab besser finde, als das IPad2, dann kauf ich das. Oder darf jetzt Daimler BMW vom Markt klagen, Bosch Siemens, Nestle Hipp?

Das ist wirklich lächerlich und zeigt, dass es Apple alleine um die Beherrschung des Marktes geht, auch wenn sie längst erkannt haben, dass das Galaxy Tab 10.1 ihrem IPad2 um Längen voraus ist.

Peinlich, blamabel und ein Ärgernis für jeden Kunden, der nicht mehr die freie Wahl haben darf.

Rezension: Jan Brandt: Gegen die Welt, ein Roman über die Provinz aber dennoch eine ganze Welt

Jan Brandts Debütroman „Gegen die Welt“ erschienen bei Dumont ist mit seinen 928 Seiten nicht nur vom reinen Umfang kein Leichtgewicht. Auch die Geschichte wenngleich sie in einem kleinen fiktiven ostfriesischen Dorf namens „Jericho“ spielt, spiegelt ein ganzes Zeitgefühl wieder. Die Zeit der Wende aus der Sicht von Daniel Kuper, Sohn einer Drogistenfamilie. Der Erzähler lässt uns am Leben Daniels teilhaben, zeigt aber auch die Schicksale der anderen Dorfbewohner und ungewöhnliches, das die scheinbare Ruhe und Ordnung des kleinen Dorfes durcheinanderwirbelt. Schneefälle mitten im Sommer, die Landung eines Ufos, von der wir nicht wirklich erfahren, ob sie nur der Fantasie eines Jungen entstammt, Hakenkreuze an Häuserwänden, die wiederum Daniel in die Schuhe geschoben werden. Dazwischen parallele Schicksale, wie die des Lokführers, der uns von seiner verlorenen Familie erzählt und den hilflosen Versuchen, auch gegen den Widerstand seiner Ex-Frau noch Kontakt zu seinem Sohn zu behalten.Und immer wieder neue Charaktere, neue Geschehnisse, die durch die Figur des Daniel Kuper in einen Zusammenhang gesetzt oder doch zumindest getragen werden. Wir verfolgen Daniels Kampf gegen die Dorfbewohner, die ihn für all die unerklärlichen Ereignisse verantwortlich machen und gegen die er letzten Endes auch scheitert.

Aber das Buch ist noch mehr, es ist ein Sittengemälde der Wendezeit, es erzählt die kleinen Geschichten, die verrückten Einzelschicksale auf eine mitreissende, teilweise experimentelle Art, wenn der Autor zum Beispiel über viele Seiten hinweg zwei Geschichten parallel verlaufen lässt, visuell durch eine Doppellinie auf der Seite getrennt.

Zwei parallele Erzählstränge, die auch visuell parallel durch die Seiten des Buchs verlaufen, klar getrennt durch zwei PARALLELE Linien. Aber der geneigte Leser sei beruhigt, diese Parallelität zieht sich nur über circa 160 Seiten hinweg und ist dennoch erstaunlich gut lesbar, ob man die beiden Geschichten nun wirklich parallel liest, oder zunächst die obere danach die untere.

Jan Brandts Roman gehört mit Sicherheit nicht in die Kategorie der leichten Unterhaltungsliteratur. Aber durch seine detailversessene Art wirkt die Geschichte sehr authentisch. Daniel und seine „Nerd“ Freunde scheint man zu kennen oder gar sich als einer der ihren zu fühlen, so man jene Zeit in ungefähr Daniels Alter erlebt hat. Daniels Geschichte ist die Geschichte jeden Kindes, das seine Fantasie, seine eigene Welt nicht in Einklang mit der provinziellen Enge und „Normalität“ eines Dorfes bringen kann, in dem man den Alltag möglichst unspektakulär und die Ereignisse und Tage möglichst unaufgeregt erleben möchte.

Als Debüt ist der Roman mit seinen 928 trotz mancher Länge ein geglückter Wurf, der meiner Ansicht nach zu Recht seinen Weg auf die Shortlist des deutschen Buchpreises gefunden hat. „Gegen die Welt“ ist kein Roman für Zwischendurch. Denn er fesselt zu sehr, um ihn liegen lassen zu können. Die Geschichten, die  Nähe zu vielem eigenen Erleben und die teilweise sehr mystischen Geschehnisse unter anderem um die Clique von Daniel, die durch eine Reihe von mysteriösen Todesfällen immer kleiner wird. Es ist ein Bild des Untergangs, des nahenden Endes, wie es in den Achtzigern und Neunzigern in vielen Köpfen geisterte. Es sind auch die Geschichten von gescheiterten Existenzen, wie Pastor Meinders oder Bernhard Kuper, den alle nur Hard nennen, Daniels Vater, der als Drogist in Jericho lebt, weil er es „nicht bis zum Arzt geschafft hat“, leben Paare nur noch aus Gewohnheit oder Vernunft zusammen. Da werden die versteckten kleinen und grossen Verrücktheiten im Laufe der Geschichte schonungslos ans Licht geholt. Es ist die Art von Dorfgeschichte, die in der Presse oft mit den Worten beschrieben wird: „Das in diesem idyllischen Dorf so etwas undenkbares geschehen würde, das konnte nun wirklich niemand ahnen“.

Jan Brandt ist ein Debüt gelungen, das man durchaus als Paukenschlag bezeichnen kann. Man beginnt das Buch als Fremder zu lesen und schliesst es zum Schluss mit dem Gefühl, wenn auch nicht neue Freunde so doch viele Bekanntschaften kennengelernt und die eine oder andere Figur der eigenen Vergangenheit wieder getroffen zu haben.

Ich kann jedem  nur raten, sich auf dieses Buch einzulassen, so er grosse Geschichten liebt, verwobene Erzählungen und einen Detailreichtum und eine Liebe zu den kleinen Finessen, wie ich es in einem Erstling selten erlebt habe.

Klare [xrr rating=5/5] 5 von 5 Sternen für einen Roman, der einen gefangen nimmt und nicht mehr frei lässt, bis sich der Buchdeckel nach der letzten Seite schließt.

 

Jan Brandt
Gegen die Welt
erschienen bei Dumont
928 Seiten, Hardcover
EUR 22,99 [D] / 32,90 sFr.
Erstverkaufstag: 24.08.2011
ISBN 978-3-8321-9628-8
Mein Dank gilt wiederum dem Team von Bloggdeinbuch und dem Verlag Dumont , die wiederum ein faszinierend anderes Stück Literatur zur Rezension zur Verfügung gestellt haben.

Der neue Amazon Kindle Fire. Für mich eine Enttäuschung

Da ist er nun. Der gross gehypte Kindle Fire. Aber was soll das sein? Nicht Fisch nicht Fleisch.

Bildquelle: Gizmodo
Bildquelle: Gizmodo

 

Hier die Specs: Wifi, kein 3G, 7 Zoll, 8GB interner Speicher, kein Google Apps Store, keine Kamera , Auflösung 1024×600, Zugriff auf den Kindle Bookstore, Videodownloads und Musik. Updates laufen unsichtbar im Hintergrund.

Der Preis: 199$

So weit die nackten Zahlen. Für mich kein Produkt, das ich mir kaufen würde. Für etwas mehr gibt es Geräte wie die neuen Archos Tablets, die auch UMTS haben und mit Android 3.1 laufen.

Wenn das die Konkurrenz sein soll für das IPad, dann braucht sich Apple nicht zu fürchten. Aber vielleicht schicken sie ja dennoch ihre Anwälte los. Schliesslich hat der Kindle Fire ja RUNDE ECKEN!!!

 

Und hier noch das offizielle Präsentationsvideo:

 

Samsung Reparaturservice:Online Experiment am eigenen Leib

Das ganze entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Auf meinem Galaxy Tab 7 verfolge ich den Prozess des Versands meines Galaxy Tab 10.1 an den Samsung Reparaturservice.

Ich bin gespannt: Mein Galaxy Tab 10.1 geht zur Reparatur. Heute ist das Paket weg. Wie scheinbar viele hatte auch mein Samsung Galaxy Tab 10.1 ein Problem mit Schlieren im Display. Also flux eine Anfrage an Samsung gestellt, die mir auch tatsächlich noch am selben Tag antworteten, ich solle mein Gerät einschicken, mit einer kurzen Fehlererklärung, einer Kopie der Rechnung und Netzteil.

Gesagt getan, ein alter Amazon Karton war schnell gefunden (warum bloß) und das ganze sicher verpackt. Dann auf die DHL Seite und eine Online „Briefmarke“ fürs Paket erstellt, natürlich mit Versicherung und Versandverfolgung.
Heute geht das Paket in die Post und dann werden wir sehen, wie lange Samsung braucht, um mein Galaxy Tab 10.1 zu reparieren (Reparaturen darf Samsung ja Gott sei Dank trotzt Apples Anwälten noch machen).

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Crowdsourcing für Möbeldesign, eine Idee mit Potential

Wieder ein neuer Versuch auf dem Markt, die Weisheit der  Masse für die eigenen Produkte nutzbar zu machen. Diesmal als Kooperation von Zalando und Fashionforhome.de. Die Idee dahinter: Die Kunden können einen eigenen Schuhschrank nach ihren Vorstellungen designen (man merkt die Nähe zu Zalando schon an der Themenauswahl) und die Designs werden dann auf einer Abstimmungsseite bei Fashion4home zur Abstimmung gestellt. Der Einsendeschluß ist hierbei der 15.10. die Abstimmung wiederum endet am 31.10.2011.

Danach erfolgt in einer dritten Phase die tatsächliche Umsetzung der Siegerentwürfe zu Prototypen, die dann in Phase 4 den Gewinnern geschenkt werden und ins Sortiment von Fashion4home aufgenommen werden.

Für mich eine gute Idee. Gerade im Bereich Möbel entscheidet oft die Funktionalität über den Erfolg eines Möbels, und gerade hier finden sich oft Lösungen, die keinem so richtig gefallen bzw.  die den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr entsprechen. Ich denke hier nur an Bücherregale, die in Zeiten digitaler Medien noch ganz andere Anforderungen erfüllen müssen. Oder auch an Schreibtische, die oft immer noch für das vordigitale Zeitalter entworfen zu sein scheinen.

Ich denke, es ist bei jedem Crowdsourcing-Projekt einer der wichtigsten Aspekte, ob der Teilnehmer aus dem crowdgesourcten Design auch einen wirklichen eigenen Nutzen hat. Die neue Flasche für ein Spülmittel oder eine neue Verpackung sind hier von eher fragwürdigem Mehrwert und verleiten eher zum spielerischen Umgang. Möbel hingegen sehe ich sehr wohl als guten Ansatz für eine Crowdsourcing Lösung. So können aktuelle Bedürfnisse und Ansprüche der Kunden direkter abgefragt werden und in Produkte umgesetzt werden, die dann einen wirklichen Mehrwert für den Kunden darstellen.

Crowdsourcing ist nicht immer erfolgreich, aber wo das Ergebnis dem Kunden nützt, hat Crowdsourcing eine gute Chance, zur Verbesserung der Produktpalette beizutragen. Gerade in einer Zeit der Massenware, die jedem irgendwie, aber keinem wirklich vollumfänglich gefällt, könnten crowdgesourcte Ansätze in passenden Bereichen den Weg zu einer neuen Art der „Individualisierung“ ebnen.

In diesem Sinne werde ich die Aktion von Fashion4Home und Zalando weiter beobachten. Mal sehen, wie die Siegermöbel dann aussehen…. Und übrigens. Ich hätte da so ein oder zwei Ideen für MEINEN idealen Schreibtisch 😉