Die große Seuche des mobilen Gaming: Free to Play

IMG_1646Sind wir mal ehrlich. Alle finden wir es doch gut, wenn wir ein Spiel kostenlos bekommen. Seien es die Sims, Plants vs. Zombies oder Real Racing.

Aber bekommen wir diese Spiele wirklich umsonst? Nein, im Gegenteil, die werden richtig teuer, wenn man wirklich dauerhaft Freude daran haben will und vielleicht sogar mit und gegen Freunde spielen.

Free to Play ist in den allermeisten Fällen nichts weiter als eine Marketing Lüge um die Leute zu deutlich höheren Ausgaben zu verführen, als sie zu Beginn für den Erwerb des Spieles zu zahlen bereit wären.

In App Käufe sind das momentan größte Ärgernis der mobile gaming Industrie. Zwar behauptet jeder Hersteller, man könne das Spiel auch ohne sie genießen, aber entweder muss man dann zwischen den Partien ärgerlich lange warten (oder kauft sich weitere Level gegen Cash) oder man verliert früher oder später gegen diejenigen, die sich ihre Fahrzeuge oder Charaktere gegen Bares verbessern.

Ich bin für ein zurück zu den Spielen, für die ich zu Beginn einen reelen Preis zahle,  sagen wir, ca 5 Euro, anstelle im Lauf eines Spielerdaseins 20-50 Euro oder mehr für In App Käufe auszugeben, die ich zudem, sollte ich das Spiel mal später komplett neu spielen wollen ALLE verliere.

Hallo Hersteller, ja, es ist eine tolle Idee für eure Profite, aber für uns Gamer ist das ein Geld verschwendendes Ärgernis. Wenn ihr schon diesen Blödsinn betreibt, dann eine Bitte. Bietet gegen einen sinnvollen Preis die Vollversion an. Und damit MEINE ich die Vollversion.

Wer in einem Spiel, für das ich bezahlt habe tatsächlich auch noch in App Käufe versteckt, die für das Vorankommen im Spiel wichtig sind, tut mir leid, der will mich definitiv abzocken und dessen Spiele werde ich weder spielen, noch irgendjemandem weiterempfehlen.

Spielerisch der Wissenschaft helfen: Fraxinus

screengrabs_02Es existiert ein Pilz namens Fraxinus excelsior der bei Eschen zu einem Triebsterben führt. Und es gibt Facebook und viele hundertausende Spieler, die gerne Spiele wie Candy Crush Saga spielen.

Daraus hat das Sainsbury Labor und die Spielefirma  Team Cooper das Spiel „Fraxinus” entwickelt, das auf den ersten Blick Spielen wie Candy Crush Saga sehr ähnelt, in Wirklichkeit aber dabei hilft, ein Mittel gegen den Pilz zu finden. Dabei hilft jedes einzelne Spiel ein wenig dabei, den genetischen Aufbau des Pilzes zu entschlüsseln, der im Moment in England ganze Waldgebiete vernichtet.

Dabei besteht die genetische Information aus Milliarden einzelner Einheiten. Jedes einzelne Muster im Spiel repräsentiert dabei eine möglicherweise zur Schädigung führende Informationseinheit innerhalb der Gesamtinformation.

Dr MacLean betont, dass hierbei reine Computerleistung nicht zielführend ist, aber durch die Teilnahme der freiwilligen Nicht-Spezialisten viel effektiver nach möglichen Gegenmitteln gesucht werden kann.

Die Webseite des Projekts findet sich unter: http://oadb.tsl.ac.uk/ und das Facebook Spiel unter: http://apps.facebook.com/fraxinusgame/

Und das dürfte wohl auch eines der wenigen Spiele sein, die ich unter Facebook nicht blockiere 😉

Tiny Death Star von Lucasarts im deutschen Store verfügbar

tiny2tinyDarauf dürften die Star Wars Fans und die Retro Gamer lange gewartet haben. Man kann jetzt auch in Deutschland das Aufbauspiel Tiny Death Star herunterladen, das im liebevollen Retro Look den Bau des Todessterns auf amüsante Art simuliert.

Das ganze Spiel ist im Look der Spiele aus den 80ern  gehalten und man baut quasi einen Turm mit immer neuen Etagen verschiedener Art wie Shops, Freizeit und Wohneinheiten. Im Prinzip ist Tiny Death Star eine Wirtschafts- und Aufbausimulation, die vor allem auch für den Casual Gamer interessant ist, da sie im Hintergrund weiter läuft und man auch „Geld verdient“ wenn man nicht aktiv spielt.

Wem Spiele wie Game Developer Story oder Tiny Tower gefallen, der sollte Tiny Death Star mal ausprobieren.

 

 

 

 

[appbox googleplay com.lucasarts.tinydeathstar_goo]

Ingress verliert am 14. Dezember den Beta Status.

img-52775b6f4e8b6Am 14. Dezember wird etwas passieren, was eher selten ist, wenn man mit Software von Google arbeitet. Das Augmented Reality Spiel Ingress und dessen Client Software verliert dann ihren Beta Status. Damit kann jeder mit einem (Android-) Smartphone ab dann auch ohne Einladung dabei sein.

Das Spiel war vor knapp einem Jahr als Closed Beta gestartet und hatte es durchaus zu einiger Resonanz auch in den Medien gebracht.

Mit dem Ende des Beta Status wird die Frage drängender werden, was nach Level 8, dem bislang höchsten Level, den ein Ingress Spieler erreichen konnte.  Wir dürfen gespannt sein, was sich Google und dessen Tochter Niantic Labs noch ausdenken werden.

Im Moment läuft noch eine Kampagne namens #13magnus, die weltweit in bestimmten Städten Agenten zusammenbringt, um gemeinsam gegeneinander anzutreten. Im  Spiel gibt es zwei Fraktionen, die Enlightened und die Resistance, die um die Herrschaft über sogenannte Portale kämpfen. Wer mer zum Spiel wissen will, dem sei das EBook „How not to suck at Ingress“ ans Herz gelegt, das trotz des englischen Titels das Spiel in Deutsch sehr gut erklärt. Übrigens, wer mich im Spiel sucht, meine Agenten ID lautet @bicyclist und ich bin Enlightend Level 7.

Als kleines Goodie für alle Spieler, die schon länger dabei sind, wird es mit dem Ende des Beta Status für alle Spieler, die bis dahin Level 5 erreicht haben, den Founders Badge geben.

 

[appbox googleplay com.nianticproject.ingress]