Du bist doch depressiv, du kannst das doch nicht.

Warum eigentlich meinen alle besser zu wissen, zu was ich in der Lage bin und zu was nicht? Wie? Du warst das ganze Wochenende auf dem Literatur Barcamp in Heidelberg? Das muss dich doch sehr angestrengt haben? NEIN, HAT ES NICHT. Warum wissen andere denn immer so viel besser, was mich anstrengt?

Das Literatur Barcamp war für mich pure Erholung, Inspiration, Stimmungsaufhellung. Genauso wie die Arbeit an meinem Buch. Das strengt zwar in gewissem Sinn auch an.… den ganzen Text lesen

Ich bin meiner Depression dankbar

WTF. Denkt ihr doch alle gerade, gebt es ruhig zu.

Aber es stimmt. Ich bin ihr dankbar. Nicht für ihr Arschlochbenehmen, wenn sie mich gerade an besonders schönen Tagen runterzieht. Auch nicht für die lebensbedrohlich dunklen Gedanken. Und die Panikattacken, die könnt sie sich ruhig ganz schenken.

Aber sie hat die Truppen gereinigt. Sie hat mir gezeigt, wer in harten Zeiten zu mir steht, wer auch meine trüben Phasen erträgt. Und ich habe dank ihr neue, besondere Weggefährten gefunden.… den ganzen Text lesen

Gibt es eine männliche Angst?

Provokation galore. Klar, wird jetzt jeder sagen, auch Männer haben Angst. So, und jetzt treten wir etwas zurück, überlegen uns, was wir gesagt haben und wann uns in der „Realität“ schon mal ein Mann begegnet ist, der über seine Angst gesprochen hat.

Und damit das ganze nicht so einfach ist, bringe ich jetzt noch meine generelle Angststörung mit ins Spiel. Also etwas, das mich jederzeit, egal wo überfallen kann. Das von einem minder schlimmen Unwohlsein bis zur totalen, allumfassenden Panik alles hervorrufen kann.… den ganzen Text lesen

Guten Tag, meine Name ist Angst

Guten Tag, mein Name ist Angst. Kann ich mit dir über meine Gefühle sprechen?
Sicher sind wir uns schon mal begegnet, meist trage ich schwarz. Ich bin nicht sehr gesprächig, oft lasse ich sogar meine Begleiter, meine Gastgeber verstummen.
Ich habe Macht, viel Macht. Wenn mich mein Bruder der Hass und meine Schwester die Wut begleiten, kann ich sogar übermächtig werden. Dann bin ich in der Lage zu zerstören, zu vernichten, zu töten.… den ganzen Text lesen

Ich bin froh, depressiv zu sein

Das klingt sicher völlig verrückt. Aber seitdem ich diese Diagnose habe, erklärt sich mir vieles, was ich über Jahre hinweg nicht verstanden habe. Ich begreife die dunklen, die traurigen Phasen endlich, die zwar manchmal zu kreativen Ausbrüchen führten, aber meist auch tiefschwarze Tage mit sich brachten.

Es gibt eine tiefe Einsamkeit, wenn man an sonnigen, hellen Tagen als einziger mit einer schweren Trauer durch die Welt geht. Und man sich niemand mitteilen kann, weil keiner es wirklich verstehen kann, der nicht selbst depressiv ist.… den ganzen Text lesen

Die Superlativgesellschaft und ihre zerstörerische Kraft

Das Größte, das Beste, die Spitzenleistung. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es nicht mehr reicht, „normal“ zu sein. „Super“ ist das Mindeste, besser noch herausragend oder im Jargon von Apple „amazing“.

Etwas Durchschnittliches ist offensichtlich bereits nicht mehr gut genug, der durchschnittliche Mitarbeiter, der die ihm aufgetragenen Aufgaben zur Zufriedenheit erledigt, muss sich an der Spitzenleistung orientieren. Kein Wunder, dass Burn Out ein immer noch „brennendes“ Thema ist.

Aber man merkt das ganze viel früher, zu einem Zeitpunkt, wo es meiner Meinung nach nicht nur nicht hingehört, sondern wo ich es geradezu für unverantwortlich halte, hier dauernd die Spitzenleistung zu fordern.… den ganzen Text lesen

Selbstverwirklichung zwischen Egoismus und Helfersyndrom

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Auch der Besuch von Barcamps und das Bloggen sind Teil meiner ganz persönlichen „Selbstverwirklichung“. Aber hier gilt, die Familie darf nicht leiden.

Johannes Korten schätze ich sehr, auch für seine manchmal sehr tiefen Gedanken. So hat mich sein Blogbeitrag „Selbstverwirklichung, auch so ein Thema“ gedanklich ziemlich lange beschäftigt. So lange, dass ich einfach ein paar dieser Gedanken verbloggen musste, und auf Diskussion, Reflektion, Feedback von euch Lesern hoffe. Ich will hier keine Blogparade draus machen, aber das Thema ist für mich bedeutsamer, als es mir auf den ersten Blick schien.… den ganzen Text lesen

Sind wir wirklich alle Blender?

Ein sehr schöner Text in der Süddeutschen brachte mich auf diesen Gedanken. In „Viel Lärm um nichts“ schreibt der Autor  Alexander Hirschmann von der inhärenten Angst, irgendwann könne jemand aufstehen und ihm ins Gesicht sagen: „Du kannst nichts, du tust nur so.“

Auch wenn ich diese Angst auf den ersten Blick ziemlich merkwürdig fand, sind mir doch einige Punkte eingefallen, die wir alle, die wir nicht in direkt etwas produzierenden Berufen tätig sind, uns immer wieder ins Gedächtnis rufen sollten.… den ganzen Text lesen