Alleine mit meinen Gedanken

Wenn ich beantworten müsste, wo die gefährlichsten Monster lauern, wo der schwarze Hund am lautesten bellt, wäre die korrekte Antwort: Stets, wenn ich alleine bin, in der Stille und der Unbeweglichkeit des Moments gefangen. Es kann ein einsamer Abend in irgendeinem Hotel in irgendeiner Stadt sein. Ein einsamer Nachmittag zuhause, wo um mich geschäftige Hektik herrscht aber meine Seele in sich selbst gefangen die Gedanken auf Rundreise durch das schwarze Loch meiner Depression schickt.… den ganzen Text lesen

Ich tick vielleicht nicht richtig, aber ich bin keine Bombe.

Viele mir nahe stehende Menschen haben schon immer gewußt, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Aber mit dem Suizidversuch scheint es plötzlich auch Menschen zu geben, die bei jeder Äußerung, die nicht abrundtief positiv ist, den Verdacht  haben, ich wolle mich vom nächsten Dach stürzen.

Dass ich weiterhin depressiv bin, hat nichts damit zu tun, dass ich suizidal wäre. Im Gegenteil. Nie war ich mir der Risiken mehr bewußt und vermeide sie, so gut es geht.… den ganzen Text lesen

Das Gefühl kein Gefühl mehr haben zu dürfen

Ich bin Informatiker (glauben viele). Ein Fakt, der bei vielen Menschen, die mich kennenlernen ein Füllhorn von Klischees über mich ausschüttet. Zahlenversessen, der Logik verpflichtet, emotionaler Krüppel, künstlerisch untalentiert, gefühlskalt.

Falsch, alles falsch. Und viele davon verletzend überdies. Was in mir abläuft, wenn ich nicht die verstörende Stile der gefühlsleeren depressiven Episode verspüre, ist alles andere als gefühlskalt, oder emotional verkrüppelt. Das einzige, das sich mit der digitalen Welt des Informatikers vergleichen lässt, ist das massive Pendeln zwischen zwei Gefühlswelten.… den ganzen Text lesen

Es war die Angst und nicht die Depression

Depression. Meine Diagnose. Mein persönliches Monster. So zumindest dachte ich. Einer Eingebung folgend hab ich aber Anfang des Jahres eigeninitiativ bei meinem Hausarzt nach einem angstlösenden Medikament gefragt. Schliesslich hatte mich mein Therapeut beständig auf meine Angststörung therapiert.
Tatsächlich hat es geholfen und hilft immer noch. Ich kann sagen, so angstfrei und entspannt habe ich mich noch selten gefühlt. Zumal ich parallel in einem neuen Team beginnen durfte, in dem ich mich unglaublich wohl fühle und Dinge tue, die mir Freude bereiten.… den ganzen Text lesen

Ich möchte diese Realität nicht

Etwas, dass man mit Depressionen oft genug hat ist Angst. Angst davor, Menschen könnten glauben, man sei nicht mehr leistungsfähig. Angst davor, man würde in die Arbeitslosigkeit abrutschen, ein Fall für Hartz IV werden, diesen Niedergang nicht mehr aushalten und doch wieder den finalen Ausweg suchen.

Es ist ja nicht so, dass nicht viele dieser Gedankengänge auf begründeten Annahmen beruhen. Aber in einem depressiven Schub verrücken hier die Wahrscheinlichkeiten. Man sieht sich schon in den nächsten Wochen  am Ende, verlassen, alleine, hoffnungs- und hilflos.… den ganzen Text lesen

Du warst doch jetzt in Kliniken, jetzt bist du doch gesund

Nein, eben nicht. Ich bin eben nicht gesund. Ich formuliere es eher wie folgt: Ich kenne jetzt meine Krankheit, und habe sie besser, aber nicht total unter Kontrolle.

Zumal ich nicht nur eine Depression, und zwar eine chronische mit mir herumschleppe, die ich wohl schon seit Jahrzehnten habe, es gehört zur Diagnose auch noch eine generelle Angststörung, wohl auch ein „Überbleibsel“ meiner Kindheit und Jugend. Und Ängste wird man nicht so einfach los.… den ganzen Text lesen

Das Schreiben geht weiter

Band 1 meiner Geschichte vom Suizid zurück ins Leben wird bald erscheinen. Ab dem 13. Januar ist „Depression abzugeben“ im Buchhandel verfügbar. Aber meine Geschichte geht weiter. Und deshalb entsteht gerade Band 2 meines Weges aus der Depression. Ob auch er veröffentlicht wird? Ich weiß es nicht, hängt wohl auch davon ab, wie viele von euch Band 1 kaufen. Aber schreiben werde ich ihn auf jeden Fall. Weil mit dem Ende der Kliniken der eigentliche Weg in den Alltag erst begonnen hat.… den ganzen Text lesen

Ein Mann hat keine Angst

20160504_080232Schön wäre es, wenn das stimmen würde. Ich habe ja neben meiner Diagnose „Schwere, wiederkehrende Depression“ leider auch noch eine generelle Angststörung diagnostiziert bekommen. Und die ist wohl, so wurde mir von mehreren Therapeuten bestätigt, der ursprüngliche Grund für meinen Suizidversuch.

Und meine Angststörung äußert sich auf eine absolut perfide Art und Weise. Auf einfache Art durch Angst vor jedweder Gefahr, diese aber übersteigert. Also Todesangst, wo andere so ein kleines, aufregendes Kribbeln verspüren würden.… den ganzen Text lesen