Die eigentliche Belastung sind all die guten Ratschläge.

Ich glaube nicht, dass wir schlechter leben, ungesünder essen oder falsche Prioritäten haben.

Was wir haben sind jede Menge angeblicher Lebensexperten, die uns heute erklären, dieser Lebensstil sei der einzig heilsbringende, Morgen der genau gegenteilige. Das Wissen besteht aus Ausschnitten, Annahmen und ideologischer Verblendung. Und es sorgt dafür, dass wir irgendwann fast immer annehmen, etwas falsch zu machen. Ist das, was ich gerade esse richtig? Darf ich noch in diese ach so gefährli he virtuelle?… den ganzen Text lesen

Warum Klapse für mich kein negativer Begriff ist und SAT1 keinen Fehler gemacht hat

Meine Klapse war ein toller Ort für mich.

Am 5. September war ich beim SAT1 Frühstücksfernsehen zu Gast. Die Reaktionen darauf waren überwiegend sehr positiv, nur mockierten sich manche über den Begriff „Klapse“, den Alina Merkau, die Moderatorin benutzt hat.

Zur Erklärung. #ausderklapse als Hashtag habe ich auf Twitter während meiner Zeit in der Klinik. Ich habe bewußt „Klapse“ gewählt, ein Begriff, der viel von Menschen benutzt wird, die uns psychisch Kranke gerne mit Vorurteilen belegen.… den ganzen Text lesen

Plötzlich prominent und warum ich das gut finde

Mein Vortrag beim Patientenkongress Depression. Den Depresso fand sogar Harald Schmidt eine Pointe wert.

Das letzte Wochenende. Leipzig. Der Patientenkongress Depression und ich mitten drin. Anonym, kleiner Autor wie ich dachte. Ich hätte nicht falscher liegen können. Kaum dort angekommen wurde ich von den ersten Teilnehmern angesprochen auf mein Buch, meine Teilnahme bei 37° und meine Tweets. Man wollte mit mir fotografiert werden, mein Autogramm im Programmheft oder ein signiertes Exemplar meines Buches.… den ganzen Text lesen

Einen Scheiß muss ich

„Dein Leben hat dich doch sicher völlig verändert?“ „Was machst du denn jetzt alles anders?“ „Hast du nicht immer noch Schuldgefühle?“

Fragen, die man mir gelegentlich stellt, mittlerweile seltener, weil mehr und mehr Menschen die Antwort bekannt ist. Die lautet profan, direkt und ohne Filter „einen Scheiss muss ich„. (Übrigens auch ein sehr amüsantes Buch)

Verdammt nochmal, ich hab die dunkelste Stunde meines Lebens überlebt. Würde ich das ganze visualisieren wollen, so war da schon die Flatline des Herzstillstands.… den ganzen Text lesen

Wo man mich live erleben kann

Aktuelle gibt es einige Termine, an denen man mich persönlich kennenlernen kann (und ja, ich signiere auch sehr gerne mein Buch nach Wunsch)

26. – 27. August Patientenkongress Depression Leipzig

16. September Thementag Suizidprävention Düsseldorf

17. September Barcamp Stuttgart (unter Vorbehalt, dass die Bahn mitspielt)

10. Oktober Tag der Seelischen Gesundheit, Künzelsau

11. Oktober Lesung in der Buchhandlung Pustet, Regensburg

12. Oktober Bergisch Gladbach, Theas Theater

13. Oktober Lesung anlässlich 10.… den ganzen Text lesen

Was ist denn schon normal

Das beliebteste Zitat aus meiner Twitterzeit #ausderklapse war und ist „In der Klapse sind die normalen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden.“

Und je länger ich wieder draußen bin, mit neuen Sichtweisen, neuen Rahmenbedinungen und einer neuen Definition von meinem „normal sein“, um so mehr bin ich mir sicher. Normal an sich gibt es so gut wie nie. Es ist immer eine Konvention, ein Satz von Regeln und Vorschriften, ein Blick auf Menschen, der verfälscht ist durch die Rolle, in der man auftritt.… den ganzen Text lesen

Schaffst du das denn?

Mittlerweile steigt das Interesse an mir, meiner Geschichte und dem Buch. Diverse Zeitungen haben mich interviewt, auf dem deutschen Patientenkongress werde ich zwei Programmpunkte bestreiten, ich bin zu einem Interview nach Lübeck geladen und auf eine Veranstaltung in München.

Lesungen kommen noch dazu, unter anderem in Regensburg und Düsseldorf.

Natürlich kriege ich jetzt beständig die gleiche Frage zu hören: Schaffst du das denn?

Ja! Warum denn nicht. Das macht mir Freude, ich spreche gerne vor Menschen und das Thema Depression in die Öffentlichkeit zu bringen und zu entstigmatisieren ist mir sehr wichtig, weil das auch direkt mir hilft.… den ganzen Text lesen

Tut mir einfach nicht mehr weh

 

Was man für mich tun kann. Jeder fragt das. Nein, nicht jeder, nur die, denen etwas an mir liegt. Sicher, diese Frage ist unnötig, denn man kann selten etwas für mich tun. Meist reicht es, etwas zu lassen. Lasst es, mir weh zu tun. Lasst es, mich durch Worte, die manchmal mehr verletzen können als ein scharfes Schwert tief in meiner Seele zu treffen.

Aber eigentlich habe ich kaum Hoffnung.… den ganzen Text lesen