Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2017

2017 war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Jahr für mich. Es began mit dem 13. Januar, als mein Buch „Depression abzugeben“ bei Bastei Lübbe erschien. Welchen Zuspruch es bekommen sollte, wie viel Medienanfragen eintrudeln würden und dass ich wahrhaftig auf mehrere Lesereisen gehen würde, all das habe ich Anfang des Jahres noch nicht mal zu träumen gewagt.

2017 bekam ich auch endlich meine Angststörung in den Griff, die eigentliche Ursache für das große Drama 2015, aus dem sich doch tatsächlich etwas so positives entwickelte.

Ich wurde zum SWR eingeladen in eine sehr spannende Talkshow und gleichzeitig Abschlussarbeit der Moderatorenschule Stuttgart. der SWR interviewte mich und Tagesschau24 lud mich ein. Auch das SAT1 Frühstücksfernsehen interessierte sich für mich und meine Geschichte. Ein ganz besonderes Highlight war mein Auftritt beim Patientenkongress in Leipzig, wo ich gemeinsam mit Kati Krause erneut das Für und Wider von Social Media bei Depressionen beleuchtete. Und Dana Diezemann lud mich in ihre Talkshow „Talk mit Dana“ beim Studentenradio Horads ein.

Gegen Ende des Jahres dann noch die Nachricht von meinem Literaturagenten, dass mein Buch wohl auch zum ungekürzten Hörbuch wird und bei einem der größten Hörbuchverlage erscheinen wird. Das Buch verkauft sich nach wie vor gut, wir sind bald bei der dritten Auflage. Danke an all meine Leser für die vielen wundervollen Rezensionen, die persönlichen Emails und Briefe und den Zuspruch und die Unterstützung. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Und ein besonderer Dank an das Junge Tanztheater in Leverkusen für „Auf:bruch“, ein Tanztheater zum Thema Depression, das auch meine Texte verwendet hat und bei dessen Aufführung ich sehr berührt davon war, wie mutig und wie kreativ das alles umgesetzt worden ist. Unzählige Zeitungen und Zeitschriften haben über mein Buch, meine Geschichte berichtet und nach allem was ihr mir gespiegelt habt, werde ich auch 2018 nicht nachlassen, über Depression aufzuklären und zu entstigmatisieren.

Und ein Teil meiner Follower muss jetzt ganz stark sein. Nach über 25 Jahren Apple Abstinenz (dass Steve damals den Apple Newton killte, für den ich einige innovative Apps geschrieben hatte, hab ich ihm nie verziehen) arbeiten bei mir zuhause jetzt wieder MacBook Pro, IPad Pro und IPhone 7plus. Und ja,auch die Apple Watch in der LTE Version. Wenn schon, dann ein kompletter Schwenk.

Aber das Schönste an 2017 war und ist, dass wir endlich wieder eine Familie sind, dass wieder Ruhe und Glück bei uns eingekehrt sind, so albern das klingen mag.

Jetzt ist es kurz vor Weihnachten und zum ersten Mal seit Jahren ist wieder so etwas wie Weihnachtsstimmung zu spüren. Und ich wünsche all meinen Lesern, Followern ein ruhiges, erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.

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9 Gedanken zu „Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2017#8220;

  1. Hallo,
    das ist auch für mich eine überraschende Erkenntnis, dass meine Geschichte wohl mehr als nur mich betrifft.
    Danke für den Kommentar.
    Das ermutigt mich, weiter zu machen.

  2. Hallo!
    Ich habe seit meiner Kindheit Depressionen und natürlich auch schon das ein oder andere Buch gelesen, aber „Depression abzugeben“ kann ich gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist, als hätten Sie über mich geschrieben, unglaublich!! Es ist so hilfreich zu wissen, dass ich nicht allein bin! Vielen Dank dafür und weiterhin viel Glück und Erfolg im Neuen Jahr.

  3. Ja ich habe seit Anfang des Jahres einen wirklich tollen Therapeuten bei dem ich einmal pro Woche bin. Ich komme gut voran und kann nur allen Menschen mit derartigen Erkrankungen raten, den Mut zur Therapie zu haben. Es ist harte Arbeit und es zahlt sich aus. Es ist so wichtig.
    Und es ist wichtig, dass die Welt endlich verstehen lernt.

  4. Hallo!
    Ich finde es toll, dass Sie Ihre Erkrankung so gut in den Griff bekommen haben.
    Und ganz besonders toll finde ich, dass Sie das Thema in der Öffentlichkeit ansprechen. Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind leider immer noch ein viel zu grosses Tabuthema und wird zu oft falsch aufgefasst.
    Ich selber habe seit meiner Jugend ( bin 37 ) Depressionen, generalisierte Angststörung und eine schwache Borderlinestörung. Ich mache eine Therapie und kämpfe jeden Tag sehr hart.
    Ihr Kommentar, in der Psychiatrie sässen die normalen, kreativen und klugen Köpfe die mit dem Wahnsinn da draussen nicht mehr klar kämen, das spricht mir aus der Seele.
    Danke, dass Sie so offen an „den Wahnsinn da draussen“ schreiben und helfen Augen zu öffnen für so grausame Seelenzustände die verstanden statt verurteilt werden müssen!
    MFG
    K.B.

  5. Hallo Uwe, habe gerade deinen Focus Kommentar gelesen. Dein Buch natürlich auch. Ich kämpfe seit mehr als acht Jahren mit meiner Depression. Das Thema mit der Maske kenne ich auch. Zuletzt folgte Ende September ein Suizidversuch. Danach wurde ich von meiner Therapeutin aus der PIA verbannt. So kann es einem auch gehen

  6. Danke sehr Heike,dass du geht absolut in Ordnung. Es freut mich sehr,wenn ich mit dem Beitrag dich angesprochen habe.Ich versuche, anderen den Umgang mit dieser Krankheit zu erleichtern und kämpfe für mehr Anerkennung und weniger Stigma. Da hilft mir Feedback wie von dir sehr.

  7. Hallo Uwe, ich habe heute einen FokusArtikel auf Facebook von dir gelesen, den ich gleich mal an meine Freundinnen weitergeleitet habe.
    Ich selbst, Heike, 55 Jahre alt, befinde mich gerade in einer psychosomatischen Rehaeinrichtung in Bad Pyrmont. Die letzten Monate waren für mich sehr schwer , aber auch für meine Freundinnen schwer auszuhalten, weil ich mich völlig zurückgezogen hatte und ich ihnen eigentlich nicht erklären konnte, was mit mir los ist. Ich hatte keine Wörter dafür.
    Danke, danke, du hast es für mich getan.
    Ich werde dir folgen.
    Entschuldige, wenn ich „DU“ sage, aber wir Patienten hier Dutzend uns alle, was du sicherlich kennst.

    Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes Weihnachtsfest und weiterhin viel Erfolg.

    Heike aus Rostock

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