Talkshowgast bei „Talk mit Dana“ oder wenn die Zeit mal wieder nicht reicht

Am 27. September reiste ich auf Einladung von Dana Diezemann  mit dem Auto nach Stuttgart zu Horads 88,6, dem Hochschulradio aus Stuttgart.

Schon im Vorfeld hatte Dana meine Familie und mich besucht, um ein eigentlich nur kurzes Vorgespräch zu führen und damit die Sendung vorzubereiten. Aber wie es so ist, wenn Menschen mit besonderen Geschichten aufeinandertreffen, aus einer wurden über 5 intensive und sehr persönliche Stunden, gefüllt mit Erlebnissen, Emotionen und Geschichten.

Was daraus als Extrakt in knapp einer Stunde Talkshow wurde, lässt sich meiner Meinung nach hören. Zwar kann eine Stunde nur an der Oberfläche kratzen, aber ich denke, es sind einige wichtige Kernaussagen zur Sprache gekommen, die zeigen, dass es nicht eines Suizidversuchs bedarf, um eine Depression anzugehen und sich helfen zu lassen. Depressionen sind keine Charakterschwäche sondern eine Krankheit. Das wurde klar. Und auch, dass es oftmals eines persönlichen Schicksalsschlages bedarf, um sein Leben zu überdenken. Aber eigentlich sollten wir uns immer hinterfragen, ob wir wirklich das Leben führen, das wir wollen oder nur anderen gerecht zu werden versuchen.

Danke Dana für diese tolle Gelegenheit, danke Horads 88,6 für den Sendeplatz für meine Geschichte und wer das Ganze verpasst haben sollte, bei Soundcloud gibt es meine Sendung und noch einige andere spannende Talkgäste zum Nachhören. Und eines noch. Niemand muss seine Krankheit, seine Geschichte so öffentlich machen, wie ich das tue. Für mich hilft es bei der Heilung. Aber was ihr tun solltet. Vertraut euch Menschen an, die euch etwas bedeuten, denen ihr vertraut. Und wenn ihr niemanden habt, dann sucht euch professionelle Hilfe von einem Arzt oder Therapeuten. Ihr seid nicht schwach, ihr kämpft einen schweren Kampf gegen einen mächtigen Dämonen. Ihr seid nicht charakterschwach, ihr habt eine sehr ernste Krankheit, die man aber behandeln kann.

3 Gedanken zu „Talkshowgast bei „Talk mit Dana“ oder wenn die Zeit mal wieder nicht reicht#8220;

  1. Hallo Lena,
    vielen Dank für den Feedback. Das macht mir wirklich Mut, weiter zu kämpfen, damit Depression bald wie Eine ganz normale Krankheit gesehen wird.

  2. Lieber Uwe,
    vielen Dank, dass du gegen die Stigmatisierung psychischer Krankheiten und all die Vorurteile, die leider immer noch viele Menschen dabei haben, ankämpfst! Das ist wirklich toll, dass du so offen mit deiner Krankheit umgehst und sich dadurch vielleicht auch der ein oder andere indirekt Betroffene etwas besser vorstellen kann, wie man sich fühlt, wenn man gerade einen depressiven Schub hat.
    Ich finde, in diesem Radiobeitrag hast du gerade den Teil mit den nicht vorhandenen Gefühlen bzw. mit der Leere sehr gut auf den Punkt gebracht. Mir geht es in meinen depressiven Episoden genauso und mir fällt es nach wie vor schwer damit umzugehen. Bei meinem Aufenthalt in der Tagesklinik konnte ich jedoch einige Ansätze lernen, auch wenn mir die Umsetzung häufig noch schwer fällt. Auch dieses Gefühl, das du beschreibst, in der Klinik zu merken, dass man einfach man selbst sein kann und das genau so okay ist, durfte ich in der Tagesklinik erleben. Ich habe dort wunderbare Menschen kennengelernt, die mich einfach so angenommen haben, wie ich bin, und die mein Leben sehr bereichert haben. Das ist eine sehr wertvolle Erfahrung.
    Eigentlich wollte ich nur Danke sagen, für deinen Einsatz, deine Offenheit und deine Ehrlichkeit!
    Pass gut auf dich auf!
    Lena

  3. Pingback: HORADS 88,6 | #TalkmitDana | 05 | Autor Uwe Hauck

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