Stiftung Warentest und die Barcodeverschwörung. Update: Sauber reagiert.

Update 24.09.2013: Heute hat Stiftung Warentest auf die Meldungen der Nutzer reagiert, und zwar so, wie es sein soll. Sie haben den Recherchefehler zugegeben. Saubere Reaktion und  damit bin ich zumindest weitestgehen wieder mit test.de versöhnt. Werde ich in mein Portfolio aufnehmen von Fallbeispielen, wie man reagieren sollte.

Zitat zur Reaktion: 

[Update 24. September]: Satireseite

Herz­lichen Dank an die Leser von test.de. Sie haben recht: Der Blog-Beitrag auf „Carta.info“ ist Ironie. Dem sind wir bei unserer Recherche auf den Leim gegangen. Der zitierte Nutzer­kommentar auf dem Satireportal „Sheng-Fui“ ist aber vom Verfasser offen­bar ernst gemeint. Dass es Menschen gibt, die sich durch den Barcode verunsichert fühlen, hatte auch Biohersteller Rabenhorst bereits gegen­über test.de bestätigt (siehe unten). [Ende Update]

Ja, es gibt eine Verschwörungstheorie um Barcodes. Aber was die Stiftung Warentest da ins Netz stellt, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Unreflektiert und unwissend ob der Bedeutung der Plattformen werden carta.info und Sheng fui !!! zitiert, als glaubten die dort schreibenden tatsächlich an die Verschwörungstheorie. Hallo Stiftung Warentest? Jemand zu hause? DAS SIND SATIRISCHE BEITRÄGE! Oh mein Gott, kann man noch schlechter recherchieren?

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Screenshot vom 23.09.2013 23:21

 

Zitat: „Verschwörungs­theoretiker diskutieren im Netz die Gefahren des Barcodes und schüren Angst. Auf dem Portal „Sheng-Fui“ schreibt ein Nutzer, man solle sich „bewusst sein, dass der Vorgang des Einscannens eine negative Energiematrix auf die Waren über­trägt, welche wir dann durch den Verdauungs­prozess in uns aufnehmen“. Außerdem würde die Ware nach dem Einscannen an der Kasse wesentlich schneller verderben. Ein Blogger warnt auf dem Portal „Carta.info“: „Beim Aldi an der Kasse stehen ist um einiges gefähr­licher als ein Tauchgang im Abkling­becken eines russischen Atom­kraft­werks.“

Also wenn die Stiftung Warentest so testet, wie sie im Netz recherchiert, na dann gut Nacht!

Und zum Nachlesen die angeblichen Quellen und die bösen Verschwörungsblogger http://www.sheng-fui.de/aktuell/neutralisieren-sie-ihre-barcodes/ sowie http://www.carta.info/56515/

 

5 Gedanken zu „Stiftung Warentest und die Barcodeverschwörung. Update: Sauber reagiert.#8220;

  1. Sie beziehen sich aber auf carta.info und Sheng Fui als Quellen, die die Verschwörungstheorie verbreiten, dabei machen beide Quellen genau das Gegenteil. Sheng Fui ist zudem eine reine Satireseite. Das als Beleg anzuführen ist schon peinlich.

  2. also ich finde nicht, dass es ein Fauxpas ist. Stiftung Warentest informiert doch ganz normal, dass diesen Theorien zur Barcodeverschwörung keine Beachtung geschenkt werden soll und da nix dran ist. Also ich finde es gut. Es gibt anscheinend genügend Leute, die diesen Mist, der auf diversen Seiten verbreitet wird, auch noch glauben. Zeigt ja, dass man diverse Sachen verkaufen kann, die dem entgegenwirken sollen…

  3. Zumindest carta.info ist ja ein zwar ironischer, aber ernsthafter Bericht über die Barcodeangst. Daher würde ich das in der Kritik nicht nennen. Außerdem darfst Du nicht vergessen, dass eine Menge Menschen gibt die Satire einfach nicht erkennen können und sich daher von so was beeinflussen lassen. Hab erst neulich als Quelle für eine Verschwörungstheorie eine Seite genannt bekommen, bei der man durch zwei Klicks feststellen konnte, dass dort auch der Holocaust relativiert wird. Dennoch hat wurde der Artikel als seriöse Quelle genannt.
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