An Prism seid ihr selbst schuld. Sorry, kein Mitleid.

geekofficePlötzlich spricht alles über Verschlüsselung. Über verschlüsselte Rechner, Laufwerke, der eine oder andere nimmt sogar den Ausdruck „Verschlüsselte EMails mit PGP“ in den Mund.
Auf einmal sind die Jahre des darauf hinweisens, des Erklärens und Mahnens durch die „Nerds“ und „Geeks“, durch Chaos Computer Club und den Computerfreak nebenan vergessen. Huch, da kann man sich ja schützen. Selbst schuld, kann ich da nur sagen. Seit Jahren haben wir uninteressanten, seltsamen, angeblich paranoiden Computerfreaks vor den Möglichkeiten des Staates, euer aller Mail abzuhören gewarnt. Hat es was genützt ? Habe ich auch nur einen in meinem Bekanntenkreis, der kein Computerfreak ist, aber wenigstens seine Festplatte verschlüsselt? Nein. Und das Microsoft mit der NSA zusamenarbeitet. Ach? War da nicht was? Haben wir nicht auch schon vor Jahren vor Backdoors in Windows gewarnt? Und haben wir nicht gebetsmühlenartig darauf hingewiesen, dass mit Linux eine sichere, nicht von Unternehmen kontrollierte Alternative existiert?

Aber nein, zu kompliziert, darauf kann ich ja meine Spiele nicht laufen lassen. Wenn mir jetzt irgendein Datenschutzbeauftragter erklärt, dies oder das könne man aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht tun, gestattet, dass ich mich vor lauter Lachkrämpfen am Boden wälze. Wer mir erklären will, man müsse auf den Datenschutz achten, aber dann mit Windows Software arbeitet, den kann ich leider nicht mehr ernst nehmen.

Sicherheit gibt es nicht umsonst. Und genauso wie man beim Autofahren gewisse Sicherheitsmaßnahmen durchführt, sollte man das tunlichst auch am PC tun. Mein Verständnis für die Aufregung der digitalen Community existiert. Für die Aufregung in der breiten Öffentlichkeit habe ich nur zwei Worte: Selbst schuld.

Ihr habt lange genug über uns Computerfreaks gelacht, dann solltet ihr jetzt auch mit den Konsequenzen umgehen lernen. Wir haben immer noch Lösungen für das Problem. Aber jetzt wird es Zeit, dass ihr auch mal auf uns hört. Oder so weitermacht wie bisher. Dann bitte hört aber auch endlich auf, euch zu beschweren und von Datenschutz und dem gefährlichen Internet zu schwadronieren. Ihr hattet die Chance und habt sie nicht genutzt. Seidh froh, dass wir Computerfreaks weniger nachtragenpd sind, als ihr glaubt. Aber allzu lange reicht unsere Geduld auch nicht mehr, wenn wir wieder mal alleine vor dem Parlament gegen den sorglosen Umgang des STAATES mit unseren Daten demonstrieren, wenn wir im Wahlkampf unser aller Rechte einfordern oder in Talkshows von inkompetenten Politikmarionetten beschimpft werden, weil wir deren Inkompetenz offen legen.

Irgendwann reicht es auch uns. Dann lassen wir euch alleine, mit euren für alle lesbaren EMails, mit den unverschlüsselten Festplatten und scheunentoroffenen Windowsrechnern. Dann könnt ihr eure Festplatten gleich der NSA und dem BKA übermitteln. Und euch auf die Fachkompetenz unserer Politiker vom Kaliber einer Merkel, eines Friedrich oder einer Zensursula vertrauen. Wir haben dann lange genug gewarnt.

14 Gedanken zu „An Prism seid ihr selbst schuld. Sorry, kein Mitleid.#8220;

  1. lol, war ja klar, dass jetzt wieder gegen windows geflamed wird. a) wo steht das windows backdoors hat? es geht einzig darum, dass ms dem nsa zugang zu skype, outlook und skydrive gewährt bzw. gewähren muss. ist das bei googles gmail und google driver, apples icloud und sire, facebook, twitter, icq, etc. etc. etwa anders? nö, alle firmen müssen sich an us-recht halten! und kommunikation über linux wird ebenfalls abgefangen, wenn keine keine end-to-end verschlüsselung besteht.

  2. Na, na, na! Immer langsam mit dieser pauschalen Aussage: „Ihr seid selbst schuld!“.
    Diametral gegenüber steht dem: „Ich hab‘ sowieso nix zu verbergen!“
    Überwachung und Verschlüsselung haben nur indirekt miteinader zu tun; schliesslich hört die Überwachung nicht auf wenn man Daten verschlüsselt. Sie wird nur ineffizienter.
    Abschaffen müssen wir die Überwachung!
    ABSCHAFFEN!
    Ja, das klingt radikal, aber genau das ist die einzige Lösung: Das Problem an der Wurzel packen! Wortwörtlich radikal eben.

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