Rezension:2052. Der neue Bericht an den Club of Rome: Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre

randersDer erste Bericht war damals auch für mich etwas, das mein Denken stark beeinflußt hat. Der Ausblick war düster und eine ganze Generation hat unter dem Eindruck der Prognosen über ihr Verhalten, den Umgang mit der Umwelt und die eigene Zukunft nachgedacht.

Nun gibt es den neuen Bericht des Club of Rome mit einem Blick auf 2052 also vierzig Jahre in die Zukunft. Jorgen Randers, Annette Bus, Ulla Held und Anna Leipprand ziehen dabei verschiedene Experten zu Rate, signalisieren aber auch für mein Gefühl konsequenterweise sehr viel deutlicher, dass es sich hier um Prognosen und Szenarien handelt, und keine festen Wahrheiten (etwas, das für mich in der Erinnerung von der Öffentlichkeit beim ersten Bericht des Club of Rome vielfach angenommen wurde).

Dabei sind die Prognosen durchaus in manchen Bereichen durchaus auch heute schon in Ansätzen sichtbar, wenn man zum Beispiel den Blick auf die Entwicklung Chinas oder das Bevölkerungswachstum richtet.

Das Buch stellt Fragen nach der Vorherrschaft des Westens und der Rolle Chinas in der Weltwirtschaft, hinterfragt die gängigen Wirtschaftsmodelle auf ihre Nachhaltigkeit in einer sich verändernden Welt und zeigt verschieden Wege auf, wie sich die Welt weiterentwickeln könnte.

Was mir an diesem Buch sehr angenehm auffällt, ist die zwar wissenschaftliche fundierte Argumentationsweise, die der Autor aber stilistisch ohne den wissenschaftlichen Zahlenwust und Tabellenwald schafft. Vielmehr wirkt das Buch wie ein Gespräch, wie eine recht persönliche Sicht, die aber durch andere Wissenschaftler und deren Erkenntnisse gestützt wird.

Das macht das ganze Buch sehr glaubwürdig. Denn das Buch ergeht sich nicht alleine in einem Zukunftspessimismus sondern zeigt durchaus alternative Pfade auf, wie wir mit Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Finanzwirtschaft umgehen können, ohne auf zu viel unserer bisherigen Lebensweise verzichten zu müssen.

Insgesamt ein spannendes Buch, das zum Nachdenken über die eigenen Handlungsweisen anregt und mehr als der erste Bericht auch den einzelnen hinführt zu den Möglichkeiten, die jeder von uns hat, die Zukunft mitzugestalten.

Für mich eine klare Leseempfehlung für jeden, der sich Gedanken über die Zukunft macht.

Erschienen ist „2052. Der neue Bericht an den Club of Rome“ im Ökom Verlag und zum Preis von 24.95 € als Buch bzw. für 19,95 € als Ebook erhältlich.

Mein Dank geht an BloggDeinBuch und den Ökom Verlag für die Bereitstellung des Buches.

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