Sind uns ältere Arbeitnehmer wirklich wichtig?

Deutsche gehen trotz Einbußen früher in Rente: berichtet die Süddeutsche und merkt an, dass unklar ist, wer freiwillig und wer gezwungenermaßen so früh in Rente geht.

Ich wage zu behaupten, dass die große Mehrheit gezwungenermaßen in Rente geht, weil sie einfach mit 60+ keinen neuen Job mehr findet. Denn was die Medien uns vorgaukeln wollen, dass der ältere Arbeitnehmer wegen seines langjährig aufgebauten Wissens so wichtig wäre, passt nicht zur Realität vieler. Warum werden gerade die älteren Mitarbeiter oft mit Abfindungen oder Vorruhestand aus den Unternehmen gedrängt?

Leider gibt es eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was uns Politik, Arbeitgeber und Medien vorgaukeln und der Realität. Ich kenne sehr viele Menschen in meinem Umfeld jenseits der 50, die es sehr schwer hatten, nochmal eine neue Anstellung zu finden und die meisten um die 60 gehen davon aus, dass sie, sollten sie ihren Arbeitsplatz verlieren auf jeden Fall arbeitslos bleiben, nicht weil sie wollen, sondern weil sie keiner will.

Der demographische Wandel wird meines Erachtens gerade auf dem Rücken der älteren ausgetragen. Wirkliche Konzepte für ältere Mitarbeiter fehlen oft, neue Modelle wie Heimarbeitsplätze, neue Arbeitszeitmodelle und ähnliches werden nur sehr sehr träge, wenn überhaupt eingeführt.

Die Rente mit 67 ist keine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern eine Rentenkürzung. Das sagt nur niemand so offen.

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