Das Nexus 4 im Praxistest

Gastbeitrag von Michael Vorschütz, der zu den Glücklichen gehörte, die gleich zum Verkaufsstart ein Nexus4 ergattern konnten:

Das Objekt der Begierde und hier eines Praxistests

Vor einer knappen Woche war es endlich soweit: Mein Nexus 4 wurde angeliefert. Ich hatte das große Glück unter den Ersten gewesen zu sein, bei denen die Bestellung in den chaotischen ersten Anläufen geklappt hatte. Nun war es endlich da und ich konnte es gar nicht erwarten, es in Betrieb zu nehmen.

 

Viel hatte ich gelesen über die ganzen Vorberichte, Tests und Analysen. Ein bisschen mulmig war mir das mit der Akku Geschichte schon. Würde er den ganzen Tag durchhalten oder auf halber Strecke schlapp machen?

 

Der eingerichtete Startscreen. Widgets sind und bleiben eine der Besonderheiten und Stärken von Android

Nun war aber erst mal die Inbetriebnahme dran. Auspacken (siehe diverse Unboxing Videos auf Youtube J ), ans Ladegerät und einschalten. Und da war es schon, das heiß ersehnte Nexus Logo. Und los ging es mit dem Einrichtungsassistenten. Alle Daten eintragen, Anmeldungen eintippern, WLAN, Google Konto etc. Ratz fatz war alles durch und die reine Google Android Oberfläche erstrahlte auf dem Display. Bislang kannte ich nur die Touch Wiz Oberfläche von Samsung (Galaxy S2). Erst mal alles anschauen und sich zurecht finden. Alle Google Apps waren in einem Ordner gebündelt. Wenn ich schon mal da bin, gleich ab in den Play Store. Ich hatte Zugriff auf alle meine bisher installierten Apps. Also fröhliches Installieren.

 

Innerhalb von kurzer Zeit hatte ich alles installiert. Da ist mir ein Symbol in der Benachrichtigungsleiste aufgefallen, das ich noch nicht kannte. Gleich mal reingeschaut. Oh ein Systemupdate. Angeklickt, Neugestartet und ich war auch Version 4.2.1. YES. Deshalb wollte ich Dich Nexus. Samsung Kies: Pf So macht man das!

 

Ich habe mir die 16 GB Version geholt. Gleich mal auf die Speicheranzeige geschaut. Gute 12 GB waren noch frei. Jetzt erst mal ein wenig Musik drauf. Google Musik ist auch hier eine super Ergänzung. Dauert nur eine Weile, bis alles runtergeladen ist. Die Einrichtung der restlichen Apps ist wie auf allen Geräten problemlos.

 

Nun kam der erste Tag. Ab ins Büro und Nutzung des Smarties wie üblich. Morgens die übliche Zugkontrolle mit Pendelpanda, dann ab zur S-Bahn mit Google Musik im Ohr. Da es leider kein Radio Modul gibt, bleibt halt nur MP3 über. In der U-Bahn dann noch die neusten Nachrichten und Streams gelesen. Leider geht das nur, wenn die Züge oberirdisch fahren. Im Tunnel braucht man es erst gar nicht großartig zu versuchen. Leider ist dort O2 nur sehr schlecht empfangbar. Tagsüber die üblichen Push Meldungen und dann auf dem Rückweg wieder Musik und lesen. Zu Hause dann das erste Mal den Akku Check gemacht. Et Voila: 40 % Restakku. Mit dem Galaxy S2 mit dem erweiterten Akku kam ich immer mit etwa 25 % zu Hause an.

 

Das sind doch mal gute Werte und das, obwohl das Smartie sehr viel mehr Power hat und ich nicht wie üblich alle Zusatzverbraucher deaktiviert hatte. Gut, vielleicht hätte es ein iPhone 5 länger geschafft, aber mit dem iPhone hatte ich nach meinem iPhone 3G abgeschlossen.

Dann kam mein Wochenende in Bremen. Gleich mal der Härtetest. Erstmaliger Test der Lufthansa App mit Online Checkin und inApp Bordkarte. Fazit: GENIAL und super umgesetzt. In Bremen angekommen musste ich spontan ein Restaurant finden. Auch hier mit den vorhandenen Apps kein Problem. Sehr gut ist hier immer die Performance zu erwähnen. Alle Apps rennen wie Sau. Selbst die bisher nicht wirklich nutzbare Facebook App läuft hier einigermaßen gut. Und das, obwohl das S2 jetzt nicht das langsamste Smartie ist. Tags drauf dann mit Klicktel wieder Restaurants gesucht und durchtelefoniert. Alles kein Problem.

 

Nächster Test war die Uhren App. Wirklich ein schickes Design. Ich nutze hier meistens den Countdown. Super Umsetzung. Großer neue Vorteil: Beim Galaxy S2 konnte ich nie aus dem Countdown auf den Homescreen und wieder zurück zum laufenden Countdown. Hier wird sogar der laufende Countdown in der Benachrichtigungsleiste angezeigt. Wirklich eine tolle Idee.

 

Bleibt zum Schluß noch Google Now übrig. Den wirklichen Sinn hinter dem Ganzen, speziell im deutschen Raum, habe ich noch nicht gefunden. Kommt aber vielleicht noch. Die Sprachsteuerung für die Suche funktioniert aber schon mal ziemlich gut. Wird aber ja alles kontinuierlich verbessert. Und dank Nexus bekommt man die Updates auch sofort. J

 

Gesamtfazit:

  • Akku: Für mich ausreichend, wobei ich mir hier eine wesentlich längere Laufzeit wünschen würde, wie bei allen Smartphones.
  • Speicherplatz: Da ich nicht immer meine komplette Sammlung an Daten dabei habe: Ebenfalls ausreichend. Änderungen ggf. über WLAN Austausch.
  • Aktualität des Betriebssystems: Natürlich Spitze. Ist ja ein Nexus. J
  • Geschwindigkeit: Klasse. Es gibt keinerlei Verzögerungen zu bemerken. Die Apps starten alle superschnell.

Das einzige Nadelöhr ist jetzt noch der Mobilfunkprovider. Die „Flatrates“ sollten auch mal langsam zu Flatrates werden. LTE vermisse ich nicht wirklich. Nutzt man die Geschwindigkeit wirklich, ist man innerhalb von kurzer Zeit gebremst. Und mit gebremster Geschwindigkeit kann man nicht wirklich was anfangen.

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