Rezension: Weiber, Wein und Wibele

Ein Unterhaltungsroman. Normalerweise nicht ganz mein Genre, aber Weiber Wein und Wibele interessierte mich schon wegen des Lokalkolorits, und mit Wibele etwas anfangen können sicher nicht viele Menschen.

Das Buch der Autorin Sissi Flegel ist ein angenehm locker daherkommender Romanmix aus einer historischen Recherche über die Geschichte einer Familie, die nach dem Krieg zu den Flüchtlingen zählte und bei der es um die Herkunft einer der Hauptprotagonistinnen geht und einer besonderen Art der Rache einer Frau, deren Mann nach einer langen Ehe alles mit einer Affäre aufs Spiel setzt.

Man merkt Frau Flegel an, dass sie die Schauplätze kennt, an denen ihre Geschichte spielt. Der Sprachstil ist locker und trifft sehr gut die Stimmung und die Atmosphäre in der die zwei Frauen aus zwei unterschiedlichen Erfahrungen eine gemeinsame Reise beginnen, die dann zur Auflösung des Beziehungs- und Geschichtsvexierspiels führt.

Manchmal etwas überdreht wirkt die Geschichte in sich dennoch glaubwürdig und der Leser folgt den Lebenswegen der beiden Frauen quasi wie ein guter Freund.

Alles in allem ist Weiber, Wein und Wibele ein wirklich gelungener Unterhaltungsroman, der auf amüsante Art die Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch unerwartete Umstände aus dem Ruder gerät und die sich gemeinsam auf die Such begeben, um sich über sich und ihre Stellung in der Welt wieder im Klaren zu werden. Wer Freude an Unterhaltungsromanen mit gut recherchiertem Lokalkolorit hat, wird an Weiber, Wein und Wibele seine Freude haben.

Alles in allem vergebe ich für Weiber, Wein und Wibele 4 von 5 möglichen Punkten, da ich die Geschichte für mich zwar nicht zu meiner Standardliteratur zählen würde, aber durchaus einen wirklich gut geschriebenen Unterhaltungsroman vor mir hatte.

Seiten: 434
Erscheinungsform: Neuausgabe
eBook-Preis: 8,99 EUR
ISBN: eBook 978-3-943835-60-1
Format: ePUB

Mein besonderer Dank  geht an www.bloggdeinbuch.de und www.dotbooks.de fürs zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars

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