Leaplocal oder warum das Internet regionales fördert

Ein Ordnungssystem, das individuell für den Kunden angepasst werden kann und auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt

Eine hochspannende Webseite ist http://www.leaplocal.org/. Dort bietet sich die Möglichkeit, auf Reisen mit lokalen Reiseführern in Verbindung zu treten, die sich nicht nur mit der Region WIRKLICH auskennen sondern auch noch die regionale Wirtschaft zu unterstützen.

Das ist für mich schlicht einer der vielversprechendsten Trends im Moment. Regionale Dienste über das Internet einer großen Masse verfügbar zu machen. Was Firmen wie manomama oder roterfaden bereits als Vermarktungsweg nutzen, streut jetzt auch in die Tourismusbranche. Anstelle eines Pauschaltourismus, bei dem man wie viele andere rationell aber nicht unbedingt individuell und schon gar nicht speziell auf die Region abgestimmt durch Tourismusgebiete geschleust wird, kann man sich bei leaplocal mit lokalen Dienstleistern verbinden, die sich mit der Region auskennen und oft auch ein deutlich nachhaltigeres Unternehmenskonzept vertreten.

Meiner Ansicht nach bietet das Netz hier auch dem kleinen Händler, Produzenten oder Dienstleister vor Ort die Möglichkeit, seine Produkte und Services global anzubieten und damit gänzlich neue Märkte zu erschließen.

@manomama betont nicht nur den Profit, sondern will auch ökologisch und sozial produzieren. Die Kundschaft findet sich und ist begeistert.

Ohne die sozialen Netzwerke und das Internet wäre ich nie im Leben auf die Produkte von manomama oder roterfaden aufmerksam geworden, die ich heute sehr schätze und bei denen ich gerade wegen der Differenzierung ihrer Produkte durch Aspekte wie Nachhaltigkeit, Wertigkeit und soziale Aspekte auch so etwas wie ein Stammkunde und Evangelist geworden bin.

Und spannend auch, welche neuen Microverdienste jenseits von HartzIV und Ein Euro Jobs entstehen. So kann man bei http://campinmygarden.com/ seinen eigenen Garten als Campingmöglichkeit anbieten. https://flinc.org/ wiederum führt Fahrer und Mitfahrer zusammen, auch hier kann man sich das Mitnehmen vergüten lassen und bei http://www.tamyca.de/ kann man seinen eigenen Privatwagen vermieten, also quasi privates Car Sharing bzw. private Autovermietung.

Es zeigt sich, jenseits von großen Konzernen und Profitdenken entstehen kommerzielle Netzwerke unter Privatpersonen, bei denen die Hilfe an erster Stelle steht, bei denen man wieder im lokalen Umfeld Dienstleistungen finden kann bzw. seine eigenen Skills jenseits von Skillprofilen im Unternehmen anbieten kann.

Kommentar verfassen