Das Asus Transformer TF300T Tablet. Ein Testbericht und Update

Das Asus Transformer TF300T in der Dockingtastatur wirkt wie ein Netbook oder Subnotebook

Wer mich regelmässig liest weiß, dass für mich der interessanteste Formfaktor bei den Tablets die Kombigeräte sind, bei denen die Dockingstation gleichzeitig auch als Tastatur dient. Nun gibt es von Asus einen Nachfolger des berühmten Premierengeräts Asus Transformer Prime. Das Asus Transformer TF300T ist ein Tablet mit Quadcore Prozessor und Tegra3 Graphik und damit mit der modernsten Chipsatzausstattung auf dem Tablet Markt. Jetzt die Gelegenheit zu haben, genau dieses Tablet zu testen war eine Chance, die ich nutzen musste.

Hier also meine ersten Erfahrungen mit dem Asus TF300T und ein paar Bildimpressionen. Zunächst aber zu den technischen Rahmendaten:

  • Prozessor: NVIDIA Tegra 3 Quad Core (bis Single Core 1,3 GHz, Quad Core 1,2 GHz)
  • Besonderheiten: Tegra 3 Quad Core Prozessor, bis zu 15h Akkulaufzeit, Dock mit vollwertiger Tastatur
  • Akku/Netzteil: 2 Zellen Lithium Polymer Akku (2940 mAh) / 18 W
  • Lieferumfang: Asus EeePad TF300T-1K118A 25,7 cm (10,1 Zoll) Tablet-PC blau, Netzteil, Netzkabel, KeyDock, Garantiekarte

Bei Amazon ist das ganze im Moment für ca. 499 Euro zu haben, inklusive Keyboard Dock.

Neben dem Akku im Tablet selbst besitzt auch das Tastaturdock einen Akku, so daß im angedockten Modus Laufzeiten bis 15 Stunden erreicht werden, das Tablet alleine schafft immerhin noch 10 Stunden.

Die von mir getestete Variante besitzt kein 3G, was aber kein Problem darstellt, da ich über einen MIFI Router dennoch 3G mit mir führe und durch den in das Tastaturdock eingebauten USB 2.0 Port tatsächlich auch den MIFI Router aufladen kann!.

Zudem besitzt das Tablet einen SD Karten Slot und intern 32GByte Speicher, so dass auch das Mitführen grösserer Datenmengen oder, und das ist für mich ein sehr interessanter Aspekt, das Einlesen von Bilddateien kein Problem darstellt.

Die Performanz des Tablets ist hervorragend, Android 4 spielt hier in Kombination mit dem Tegra3 Chip seine Qualitäten voll aus. Da ruckelt und hängt nichts, auch rechenintensive Apps starten sehr schnell und laufen flüssig.

Die etwas zu klein geratene rechte Shift Taste trübt den positiven Gesamteindruck der Dockingtastatur nur geringfügig.

Da es sich um eine vollwertige Konvertierung in ein „Netbook“ handelt, besitzt das Tablet im angedockten Modus auch einen Cursor und lässt sich über ein Touchpad steuern UND über den Bildschirm. Insofern sehr gute Integration. Einziger Kritikpunkt an der Tastatur ist, dass manche Tasten etwas ungewohnt positioniert sind, so daß ich zum Beispiel zu Beginn des öftern die Cursor Hoch Taste erwischte anstelle der doch recht klein geratenen rechten Shift Taste.

Das Gehäuse meines Testgeräts besteht aus Plastik in dunklem Blau. Entgegen meiner ursprünglichen Annahme auch durch Fotos in Presseartikeln befeuert sieht das Blau sehr edel und wertig aus.

Dank bereits vorinstalliertem Polaris Office lassen sich auch unterwegs Officedokumente erstellen und die Tastatur reagiert so schnell, dass sie auch mir als passioniertem 10Finger Schreiber keine Schwierigkeiten macht (die Shift Taste ausgenommen wie geschrieben).

Die Performanz des Tegra 3 Chips lässt nichts zu wünschen übrig. Rechenintensive Spiele wie GTA3 oder Dark Meadow liefern ruckelfreie und hochauflösende Bilder mit großer Detailtiefe. Auch als Gamer Tablet ist das Transformer TF300T definitiv geeignet.

Wer bislang auf Reisen einen Notebook oder ein Tablet mitnehmen wollte und sich nicht entscheiden konnte. Sofern man kein Softwareentwickler ist oder spezielle Anwendungen benötigt, also für den üblichen Standard Business Einsatz reicht das TF300T völlig aus. Lediglich einen VGA Ausgang vermisst man, aber auch nur bedingt, da ein Mini HDMI Ausgang verbaut ist, und man somit via HDMI ein Bildsignal zum Beispiel an einen geeigneten Beamer oder Flachbildschirm senden kann.

Zusätzlich hat das Tablet noch einen Micro SD Slot, was die Datentransfers und die Speichererweiterung nochmals einfacher macht.

Mein Fazit. Ein rundum gelungenes Gerät, das durchaus als ernsthafter Ersatz für den mobilen Nutzer dienen kann. Allerdings muss man sich auf die durch das Tablet und Smartphone OS Android bedingten Einschränkungen einstellen. Durch die hohe Performanz, die grosse Mobilität und das Prinzip der vielen Schnittstellen und hohen Erweiterbarkeit kann das TF300T aber durchaus überzeugen und übertrifft meiner persönlichen Meinung nach bei weitem die anderen Tablets mit ähnlicher Ausstattung, selbst wenn man das geniale Tastaturdock aus der Betrachtung herausnimmt.

 

Update: Nachdem ich das Gerät jetzt bereits einige Zeit habe, wurde mittlerweile auch ein Update von ASUS für die Systemsoftware bereitgestellt. Nun kann auch das ASUS Transformer per Gesichtserkennung entsperrt werden, es wurden einige andere Bugs bereinigt und unter anderem läuft jetzt auch Software, die den brandneuen Tegra3 Chip nutzt stabiler (zuvor war nach einiger Laufzeit offensichtlich durch einen Treiberbug die meiste Software flackernd hängen geblieben, das ist jetzt besser geworden, aber noch nicht verschwunden.)

Update 2: Auch nach einer Woche intensiven Tests bin ich hochzufrieden mit dem TF300. Einige Tegra3 Spiele haben offenbar noch Probleme mit Icecream Sandwich. Deutlichstes Zeichen, ein einfrierender flackernder Bildschirm. Schnelle Abhilfe schafft der Home Button. Wenn man das Spiel stabil spielen will, sollte man das Tablet im Moment neu starten. NVidia und Asus ist das Problem bekannt und wird wohl mit einem baldigen Update bereinigt.

Ansonsten kann ich nur sagen, ein herausragendes Tablet mit hoher Performanz und einer optimalen Integration von Touch-Tablet und Keyboard Dock.

Update 3: Nachdem das Flackern in Spielen nicht wirklich besser wurde nach dem Update habe ich einen weiteren Tipp genutzt, und das Tablet nach dem Update auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und danach die Apps aus dem Backup bei Google reinstalliert. Was soll ich sagen, jetzt laufen alle Apps stabil! Ab nun gibt es keinen Grund mehr, das TF300T nicht zu empfehlen.

 

 

 

Im Tablet selbst finden sich noch ein Micro SD Port und ein Mini HDMI Anschluß

Die USB 2.0 Schnittstelle im Tastaturdock liefert genug Strom, um z.B. einen Mifi Router zu laden. Ein UMTS Stick wird allerdings NICHT erkannt.

Der Docking Mechanismus mit Stromanschluß und zwei extra Haltestiften macht das ganze sehr stabil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen