Der Mehrheitskunde will es einfach. Recht hat er!

Auf diesem Bild sind beim normalen Verbraucher zwei Geräte überflüssig 😉

Spannend finde ich die momentane Diskussion um die neue Klasse der Ultrabooks ja schon. Aber eher aus der Sicht eines Informatikers. Für den Kunden ist das nur mehr eine weitere Gerätekategorie, die man hätte getrost auch die „Macbook Air Clone“ Kategorie nennen können.
Zuerst belächelt, hat Apple wieder mal gezeigt, worin seine grosse Stärke liegt. Darüber nachzudenken, was der Kunde will und worüber zu entscheiden er bereit ist. Und das ist zu Recht nicht sehr viel.

Welchen normalen Menschen interessiert es denn, ob in dem neuen Notebook ein I3 ein I5 ein I7 steckt oder ein AMD Prozessor (und wer der das liest wusste gleich, wovon ich rede?).

Der Kunde hat vernünftigerweise ganz andere Motivationen zum Kauf eines Produkts.

Die rationalen sind: Kann ich damit das tun, wofür ich es kaufe? Ist es einfach zu bedienen? Ist das Preis- Leistungsverhältnis ok?

Die eher emotionalen: Bin ich damit trendy? Sieht es „cool“ aus? Kann ich damit Spass haben, „Gefällt“ es mir?

So, aber das wars dann auch schon.

Insofern, sorry Branche, aber ihr verzettelt euch schon wieder in einer viel zu grossen Vielfalt. SSD versus Festplatte, 2Gb, 4Gb, 8Gb you name it. Das interessiert den Durchschnittsverbraucher überhaupt nicht. Will er sich wirklich informieren, kramt er sich ein Testmagazin heraus und liest darin. Aber die meisten Käufe gehen meiner Ansicht nach nach dem Prinzip:

Kunde betritt Laden, Kunde fragt Verkäufer, was er ihm empfiehlt, (guter) Verkäufer fragt Verwendungszweck ab und zeigt im 3-5 Geräte. Käufer schaut sie sich an, probiert Tastatur, beachtet, ob sie stylisch sind und nimmt dann das Gerät, das ihm VISUELL am besten gefällt.

Also wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer etwas geringeren Palette an Geräten, die dafür in sich durchdachter, günstiger und vor allem schicker sind. Und das nicht gleich wieder zu Mondpreisen, denn der normale Kunde kauft sich einen Notebook nicht, weil er grad mal zu viel Geld hat, sondern weil er ihn für irgendwas spezifisches braucht. Und mal ganz ehrlich, wer in der Branche glaubt denn wirklich, dass viele Kunden sich ein Smartphone, ein Tablet, einen Ultrabook, einen Notebook, einen Desktop PC, einen Internet Fernseher leisten? Die meisten werden und das wird auch in Zukunft so sein, EINEN Rechner zu hause stehen haben. Und der muss dann ALLES können.

Und wie Lenovo auf der CES gezeigt hat, ist dieses Konzept nicht sehr weit entfernt. Das Lenovo Ultrabook Yoga ist ein solcher Hybride, der sowohl Tablet als auch Ultrabook darstellt und für mich quasi eine neue Produktklasse eröffnet, die mehrere andere ersetzen wird. Gut, die Idee ist nicht neu, bislang haperte es am Multitouch, einem geeigneten OS (die damaligen Windows Versionen waren denkbar ungeeignet, als Microsoft die Kategorie der Tablets einführte; ja Microsoft, nicht Apple hat diese Kategorie mit den Convertibles ursprünglich eingeführt!) als auch bei Laufzeit und Gewicht. Aber was Lenovo da vorgestellt hat, sieht extrem vielversprechend aus: Deshalb hier nochmal das Video von dem, was ich für die interessanteste Neuvorstellung der CES halte:

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