Hochbegabung kann die Karriere gefährden

Provokant titelt die „ZEIT“: Zu schlau fürs Büro

Arbeitgeber suchen intelligente Mitarbeiter. Hochbegabte aber stoßen in den meisten Unternehmen auf Schwierigkeiten.

Was auf den ersten Blick arrogant wirkt ist ein tatsächliches Problem. Denn wer „anders“ denkt, als der Durchschnitt, der fällt auf. Und das meist negativ. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen (ja, ich habe mal einen Test gemacht und ja ich kenne meinen IQ 😉 ) ,dass Neugierde und das Interesse immer wieder etwas anderes zu machen im Bürojob oft eher zu Problemen führt. Da heißt es, man sei sprunghaft, unordentlich, bringe nichts zuende. Dabei gilt hier wie so oft eher, da wird dann offensichtlich ein Mitarbeiter nicht entsprechend seinen Fähigkeiten und Talenten eingesetzt. Auch Hochbegabte sind bereit zu Routinetätigkeiten, wenn diese nicht den gesamten Alltag beherrschen. Oder anders gesagt, man muss sich auf den Menschen einlassen und nicht beständig versuchen, jeden in die eigenen Normen von „richtigem“ Verhalten zu pressen.

Hier können sie sich mit den Querdenkern die Hände reichen (ich behaupte sogar, oft sind gerade die Querdenker diejenigen, unter denen die meisten Hochbegabten zu finden sind).

Natürlich gibt es einen „War for Talents“ aber sobald das Unternehmen dann ein Talent, eine Begabung gefunden hat, sollte man auch an die weitere Förderung denken. Sonst versauert das Talent und im schlimmsten Fall wechselt der Mitarbeiter das Unternehmen.

Wissensdurst 2.0

Auch wenn viele das meinen, in der heutigen Gesellschaft mit den Denkweisen, wie sie aktuell sind, hat man als Hochbegabter eher Probleme als Chancen. Schon in der Schule wird oft nicht individuell gefördert, und sich zu einer Begabung offen zu bekennen oder sie auszuleben stösst eher auf Ablehnung. Wie ich gestern schon erklärte. Begeisterung ist nicht negativ, aber die Gesellschaft stellt sie oft so dar. Und offen zu einer Begabung zu stehen, wird ebenfalls eher ungern gesehen und oft mit „Du hälst dich wohl für was besseres.“ oder „Lern du erst mal ordentlich arbeiten“ goutiert.

Und eine Sache hat mich dann doch zum Lächeln gebracht, nämlich der Satz im Text: „Da mag das »schnelle und sehr kompakte Reden« das Rasmussen bei vielen Hochbegabten erlebt, noch das geringste Problem sein. “ Na ja, die meisten haben bei  mir gerade mit der Redegeschwindigkeit so ihre Probleme.

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