Was lehren uns die Geschehnisse um Wikileaks?

Die Zeitungen titeln der Cyberwar sei eröffnet.  Auf Twitter konnte man gestern die Ankündigungen von Anonymous verfolgen,  heute wurde der Account gelöscht. Wir erleben eine Entwicklung, die in zwei Szenarien münden kann.  Entweder, wir verlieren als Nutzer die Kontrolle über das Netz oder es wird frei und offen bleiben.  Im Moment versuchen die Regierungen die Informationshoheit wiederzuerlangen. Gott sei Dank stellt sich ihnen aber die Netzcommunity entgegen und bietet Wikileaks tausende sichere Häfen. Man mag über die letzten Veröffentlichungen denken wie man will.  Aber wir alle sollten weiterhin für ein nicht von Regierungen überwachtes und reguliertes Netz kämpfen um Wahrheiten zu erfahren anstelle gewünschter Lügen oder Neusprechinformationen a la Orwell 1984.

Wikileaks ist hier nur ein Indikator für einen neuen Stil im Umgang mit Informationen. Die Veröffentlichungen der jüngsten Vergangenheit waren hier eher weniger hilfreich, nicht, weil daraus nicht aus etwas wichtiges zu lesen wäre, aber weil hier in den Medien die Irrelevanz überwog und damit Wikileaks als Plattform ins auch negative Gerede kam. Aber die Idee dahinter hat dadurch an Energie gewonnen. Und das ist die Idee, dass wir wieder mehr ehrlich, authentische Informationen brauchen. Kein Politikerschönsprech, keine platten Werbeaussagen von Konzernen sondern Fakten, ehrliche Informationen. Und zur Not liefert die neue sozialisierte Webcommunity die Informationen eben selbst.

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