Wutblog: Wenn schon Kinder zu Idioten werden

Gerade erfahren. Ein Freund meines Sohnes hat wohl aktuell Angst davor, in ein Ferienlager zu gehen, weil offensichtlich in seiner Schule noch die alte dröge Schlägercliquenkultur herrscht und er nur dazu gehören darf, wenn er mitmacht. Nun ist der Junge aber nicht so doof wie die anderen und will das nicht.

Ich finde es wirklich toll, dass immer noch dröges Machogehabe und Schlägecliquen offensichtlich nicht unterbunden sondern zumindest stillschweigend geduldet werden. Denn anscheinend hat der Lehrkörper, nachdem er auf das Problem hingewiesen wurde sehr überrascht reagiert. HALLO? Wer so etwas nicht merkt, hat seine Verantwortung nicht erkannt.

Nur: Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, dann könnte ich selbst bei uns in meinem Lebensumfeld aus dem Stand 2-3 Arschlochkinder benennen, die auch ihr Ego vor allem dadurch stärken, daß sie andere verkloppen. Auch mein Sohn hatte da schon so seine Probleme mit solchen Arschlochkindern, hat sie aber bislang sehr gut gemeistert. Und da ich nicht will, daß er sich in die Reihe der dummen Prügelprolls einreiht, unterstütze ich ihn bei seinem Wunsch, Aikido zu lernen. Denn dort lernt man vor allem, Kampf zu vermeiden oder schnell zu unterbinden. Und es wird auch Moral und ethische Werte vermittelt (ein Grundprinzip von Aikido ist weitestgehende Gewaltvermeidung)

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie oft die Klichees noch greifen. Beispielhaft an einem solchen Arschlochkind aus meinem Umfeld: Fussballbegeistert, intellektuell eher weniger gut ausgestattet, aber mit solventen Eltern und mit einem Umfeld, das immer wieder mit dem bescheuerten „Lass ihn doch“ Spruch kommen. Da wurd ich schon so manches Mal lauter. Denn das ist dumm, und gerade im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse: Man sollte sich stehts vor Augen halten. Es geht nicht nur um Geld, auch Ethik und Moral sind wichtig und wer gelernt hat, daß er anderen ungestraft weh tun kann, dessen Hemmschwellen sind nun mal reduziert.

Und übrigens, wer sich aufregt, daß Kinder schon Killerspiele spielen oder Filme ab 18 anschauen. Aus eigener Erfahrung: Oft kümmern sich die Eltern einen Dreck drum, was die Kids da sehen, ja kaufen es sogar. Mein Sohn hatte Albträume, weil er bei einem Kumpel einen Film gesehen hatte, der erst ab 16 war.
Das war ihm Gott sei Dank zwar eine Lehre. Aber wenn ich gewisse erzieherische Masstäbe habe, dann verdammt noch mal sollte ein gewisses Maß an Verantwortung auch anderswo gelten.

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