Mein Tablet bleibt daheim. Mein Umfeld ist noch nicht so weit ;)

Zwei Wochen hab ich jetzt den EeePC T91mt wirklich on the road als tägliches Tool im Büro genutzt.
Mein Fazit: Für mich persönlich ein gelungenes Werkzeug, allerdings mit guter Schrifterkennung nur unter Windows 7. Und noch nicht geeignet für den Büroalltag in einer nicht IT Company. Warum nicht? Dort wird jemand der in einem Meeting mit solch einem Device auftaucht eher für ein Spielkind gehalten, als dass man das Gerät als Arbeitswerkzeug ansieht. Und solange jemand mit Papier und Stift als „seriös“ gilt und jemand mit Tablet als Spielkind ist es mir die ganze Erklärerei nicht wert. Mein Smartphone ist unauffällig dabei, damit ich kann ich die Kurzrecherchen im Interent machen, die ich täglich so nützlich finde und die leider im Büro dank diverser Filter oft nicht gehen (Entwicklerblogs-gesperrt, Twitter-gesperrt, Facebook-gesperrt.. Aber darüber laufen auch meine Geschäftsrecherchen…)

Und ich nehm einen Notizblock und Stift mit, das muss reichen. In den meisten Meetings gibt es eh wenig relevantes zu notieren, da das meiste in einem Protokoll noch mal elektronisch verteilt wird.
Zumindest eines habe ich für mich gemerkt. Ein Ipad ist für mich aus einem einfachen Grund nichts. Ich BRAUCHE eine gute Tastatur, um 10 Finger schreiben zu können. Denn handschriftlich bin ich nicht nur deutlich unleserlicher, sondern auch deutlich langsamer. Ich schreibe mittlerweile mit 10 Fingern schneller als mit dem Stift.

Auf dem Schreibtisch im Büro (und nur dort) steht mein kleiner Netbook mit UMTS Stick für die schnelle Recherche. Da ich im Moment auch zu Social Media Themen im Unternehmen recherchiere und arbeite ist für mich ein direkter Zugang zum gesamten Netz essentiell, viele Artikel, Infos und Meinungen tauchen zuerst in Facebook und/oder Twitter auf, das scanne ich mit Hootsuite, so bekomme ich regelmässige Updates über die „Hot Topics“. (Und der hat ne breite 10 Finger Tastatur!)

Was mach ich jetzt mit dem T91MT. so dekadent das klingt, er dient jetzt als leiser energiesparender Server für die Wetterstation und als „Schreibtisch“ Computer. Bevor ich jetzt den grossen Notebook hochfahre, klappe ich den ständig laufenden EePC kurz auf, recherchiere schnell was und klapp ihn wieder zu. Damit spar ich mir Hochfahrorgien und die ewigen Wartezeiten.

Tablet? Im Prinzip ne gute Sache. Aber erst, wenn man ihn nicht nur nutzen kann, sondern auch darf……. Schon vor Jahren hab ich die Erfahrung mit nem TL und meinem damaligen PDA gemacht. Die Zeit war noch nicht reif. Jetzt rennt alles, was sich für wichtig hält mit einem Blackberry rum, da kann ich endlich meine Termine ebenfalls offiziell elektronisch verwalten.

Und noch ein Eindruck zum Ende: Das Tablet wird sich durchsetzen für den „konsumierenden User“. Der agierende Blogger, Twitterer und Entwickler wird stehts auch einen „Tastaturcomputer“ nutzen, ist angenehmer und effektiver (nicht effizienter … 😉 )

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